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ZSKA Moskau

ZSKA Moskau

Russland
0
:
1

Halbzeitstand
0:1
Bayern München

Bayern München

Deutschland

ZSKA MOSKAU
BAYERN MÜNCHEN
15.
30.
45.









60.
75.
90.









ZSKA dreht zwischenzeitlich auf - FCB baut Serie aus

Götze wird gelegt und Müller macht die 100 voll

Geisterspiel in der Arena Khimki, der Heimstätte von ZSKA Moskau: Im Vorfeld hatte dieser Umstand beim deutschen Rekordmeister für leichte Verunsicherung gesorgt. Man müsse sich der Situation anpassen, "aber sie ist schon ein bisschen komisch", hatte zum Beispiel Josep Guardiola gesagt. Mit dem Anpfiff war das aber wie weggeblasen - die FCB-Elf zog ihr gewohntes Passspiel auf, ging in Front und drückte die Russen tief hinten rein. Doch die verbuchten ihrerseits aussichtsreiche Gegenschläge, die jedoch nicht in ein Tor mündeten. Es blieb beim verdienten 1:0.

FC Bayern München in der Arena Khimki
So sah es aus: Spieler auf dem Feld, keine Zuschauer auf den Rängen.
© Getty ImagesZoomansicht

Bayern-Coach Josep Guardiola reagierte auf das souveräne 2:0 beim 1. FC Köln mit zwei personellen Wechseln: In der Dreierkette begannen Dante und Benatia für Boateng und Rafinha (beide Bank), im Mittelfeld wie im Angriff sah der Spanier keinen Grund zum Tauschen.
ZSKA-Trainer Leonid Sluzkiy, der im Vorfeld zugegeben hatte, dass die Gruppengegner München, ManCity und AS Rom "weit mehr talentiert sind und sich auf einem anderen Level befinden als wir", stellte nach dem herben 1:5 in Italiens Hauptstadt auf ebenfalls zwei Positionen um: Nababkin und den angeschlagenen Doumbia rückten für Shchennikov und Aleksey Berezutskiy auf die Bank. Die Generalprobe in der heimischen Liga bestritten die Russen derweil positiv: 4:3 bei Ural Jekaterinburg.

Der Respekt ist groß

FC Bayern München
Thomas Müller (Mitte) holt sich nach seinem 1:0-Elfmeter die Glückwünsche ab.
© Getty ImagesZoomansicht

Wie mittlerweile gewohnt, befand sich der FCB direkt mit Anpfiff im Vorwärtsgang und am Ball. Moskau zog sich sofort in ein massives Defensivkokon zusammen, stellte mit diesem aber gekonnt die Schnittstellen in Strafraumnähe zu. Die Münchner kamen deswegen zwar haufenweise an, doch eben zuhauf nicht in die Endzone. Viel mehr als ein Götze-Schuss (9.), ein wuchtiger Knaller von Robben (11., Akinfeev parierte) und ein zu zentraler Freistoß von Xabi Alonso war nicht drin in der Chancenschatulle (18.). Was hilft in solchen Situationen? Natürlich Standards, im besten Fall ein Elfmeter, den es prompt gab: Lewandowski ließ sich aus dem Sturmzentrum fallen, wurde angespielt. Mit einem schönen Steilpass passte der Pole zu Götze an die Strafraumkante. Der Ex-Dortmunder dribbelte sich schließlich in den Strafraum und wurde dort auf der Linie von Mario Fernandes gelegt - Elfmeter (21.). Müller übernahm Verantwortung, tippelte an, guckte und bugsierte das Leder mittig unter die Querlatte - 1:0 (22.).

Musa & Co. drehen auf

Das Bild blieb über die gesamten 45 in der Folge gleich - bis auf eine Ausnahme: ZSKA wagte sich mehr und mehr in die Offensive, vornehmlich bei aussichtsreichen Konterchancen. Die hatten es teilweise gehörig in sich: Emerenko hämmerte knapp rechts vorbei (25.), der wiederum wenig später per Hacke vertändelte (31.). Der Höhepunkt folgte in Minute 37: Musa zog nach einem Steilpass am nicht hinterherkommenden Benatia vorbei, eilte frei auf Neuer zu. Der Nationalkeeper machte sich groß und wehrte den Schuss stark ab. Den Nachschuss knallte Tosic in die Lüfte - Doppelgroßchance. Alles war das immer noch nicht: Der schussstarke Eremenko nämlich probierte sich noch einmal, fand mit seinem Abschluss das linke obere Kreuzeck - Neuer wäre machtlos gewesen (41.). In der 45. Minute drängten dann noch einmal die Münchner, doch alle drei Schüsse von Robben, Götze und Lewandowski wurden abgeblockt (45.).

Druck hier, Konter dort

Mit Power kam der deutsche Rekordmeister aus der Kabine: Müller, Robben, Juan Bernat und Lewandowski kreierten haufenweise erste gute Torannäherungen (46., 47., 49., 50., 54. und 55.). Zwischendurch meldete sich allerdings auch wieder ZSKA zu Wort. Wieder ging es über den flinken Musa: Der ließ diesmal Dante und Benatia alt aussehen, konnte zunächst keinen Abschluss setzen. Dann wollte Alaba per Kopf klären, köpfte dabei in die Füße von Musa, der zu überrascht war (52.). Wenig später feuerte Tosic gefährlich aus der Distanz (54.).

In der Folge wurde es wieder etwas zäher: ZSKA igelte sich enorm tief hinten ein, schloss die Schnittstellen gekonnt. Der FCB passte, passte und passte derweil hin und her. Raumgewinn? Eher weniger. Querpässe? Tonnenweise. Moskaus Übungsleiter Slutskiy reagiert zwischendurch, brachte mit dem leicht angeschlagenen Doumbia einen zweiten Stürmer, wenngleich Musa auf den linken Flügel auswich (66.).

FCB spielt die Uhr aus

Josep Guardiola
Gab wie immer viele Anweisungen von außerhalb: FCB-Coach Josep Guardiola.
© Getty ImagesZoomansicht

Es ging in die letzten Minuten, die lange Zeit vor sich hinplätscherten. Die zahlreichen Wechsel (unter anderem kam Shaiqiri, 77.) nahmen der Partie den ohnehin kaum mehr vorhandenen Schwung. Letztlich kam Moskau zu keiner Gelegenheit mehr, während der Gast aus Deutschland das 2:0 zum Beispiel durch Shaqiri hätte erzielen können (86.).

Sechs Punkte nach zwei Spieltagen in der Königsklasse, seit sechs Pflichtspielen ohne Gegentor - die jüngste Bilanz des FCB passt einwandfrei. Mit dem 1:0-Erfolg an diesem Tag tütete der Rekordmeister ferner den 100. Sieg in der Champions-League-Vereinsgeschichte ein.

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) treffen die Bayern in der Bundesliga auf Hannover 96, ehe am 21. Oktober (20.45 Uhr) beim AS Rom Spieltag drei in der Königsklasse aufwartet. An jenem Tag empfängt ZSKA zu einem weiteren Heimspiel und wieder um 18 Uhr Manchester City. In der heimischen Liga bekommt es der russische Meister derweil am Samstag mit Kellerkind Amkar Perm zu tun.

Champions League, 2014/15, Vorrunde, 2. Spieltag
ZSKA Moskau - Bayern München 0:1
ZSKA Moskau - Bayern München 0:1
Kühle Atmosphäre

Thomas Müller trägt in der Moskauer Kälte Handschuhe - im Spiel ließ er sie später weg.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

ZSKA Moskau
Aufstellung:
Akinfeev (3)    
V. Berezutskiy (3,5) , 
Ignashevich (3,5) , 
A. Berezutskiy (3,5) , 
Shchennikov (3,5) - 
Z. Tosic (5)    
B. Natcho (4,5)    
R. Eremenko (3,5)    
G. Milanov (4) - 
Musa (4)

Einwechslungen:
66. Doumbia für B. Natcho
78. Efremov für Z. Tosic

Trainer:
Slutskiy
Bayern München
Aufstellung:
Neuer (2) - 
Benatia (5)    
Dante (3,5) - 
Xabi Alonso (3) - 
Lahm (3,5)        
Juan Bernat (4) - 
Alaba (4) - 
Robben (3,5)    
T. Müller (3)    
M. Götze (3,5)    
Lewandowski (4)    

Einwechslungen:
77. Shaqiri für M. Götze
81. Rafinha für Robben
90. Pizarro für Lewandowski

Trainer:
Guardiola

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
T. Müller (22., Foulelfmeter, Rechtsschuss, M. Götze)
Gelbe Karten
ZSKA Moskau:
R. Eremenko
(1. Gelbe Karte)
Bayern:
Lahm
(1. Gelbe Karte)
,
Benatia
(1.)

Spieldaten

ZSKA Moskau       Bayern München
Tore 0 : 1 Tore
 
Torschüsse 11 : 21 Torschüsse
 
gespielte Pässe 257 : 919 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 174 : 823 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 83 : 96 Fehlpässe
 
Passquote 68% : 90% Passquote
 
Ballbesitz 23% : 77% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 51% : 49% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 5 : 8 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 8 : 5 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 3 Abseits
 
Ecken 2 : 12 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
30.09.2014 18:00 Uhr
Stadion:
Arena Khimki, Khimki
Zuschauer:
400
Spielnote:  3,5
in einen zähen, wenig inspirierten Vortrag waren immerhin ein paar Torchancen eingestreut.
Chancenverhältnis:
4:6
Eckenverhältnis:
2:12
Schiedsrichter:
William Collum (Schottland)   Note 3
den entscheidenden Strafstoß kann man geben, muss man aber nicht. Überzogene Gelbe Karte für Lahm.
Spieler des Spiels:
Manuel Neuer
Mit einer tollen Reaktion verhinderte Manuel Neuer gegen Musa den Ausgleich (37.), insgesamt wirkte er sehr sicher und gewohnt spielstark mit dem Fuß.

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