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FC Barcelona

 - 

Real Madrid

 

1:1 (0:0)

Hinspiel: 2:0

Nach Hin- & Rückspiel: 3:1

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FC Barcelona
Real Madrid
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.













Referee de Bleeckere auf Deeskalationskurs

Finale! Barça wirft Erzrivale Real raus

Der FC Barcelona steht nach einem 1:1 gegen Real Madrid im Champions-League-Finale von London! In einem rassigen und über weite Strecken vom technisch brillianten Barça bestimmten "Clasico" gelang den Gastgebern die im ersten Abschnitt wegen schlechter Chancenverwertung verpasste Führung bald nach Wiederanpfiff. Nach dem Ausgleich witterten die "Königlichen" nur kurz Morgenluft, die Blaugrana geriet bis zum Schlusspfiff nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Drei gegen einen mit Lionel Messi im Mittelpunkt
Gleich drei Gegenspieler - Carvalho, Kaka und Diarra (v. li.) - versuchen Lionel Messi auszubremsen.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Vergleich zum 2:0-Auswärtscoup bei Real veränderte Barça-Coach Pep Guardiola sein Team auf einer Position: Für Keita durfte Iniesta nach ausgeheilter Beinverletzung wieder ran.

Real Madrids Trainer José Mourinho, der der Partie nach seinem Tribünenverweis im Hinspiel nicht vom Innenraum aus beiwohnen durfte und von Aitor Karanka vertreten wurde, tauschte dreimal Personal aus: Für Sergio Ramos (Gelbsperre), Pepe (Rotsperre) sowie Özil liefen Ricardo Carvalho nach abgelaufener Gelbsperre, Kaka und Higuain auf.

Real begann im Camp Nou sehr aggressiv, attackierte die Gastgeber schon tief in deren eigener Hälfte, überzog dabei teilweise das Zweikampfverhalten ungestraft (Kaka, Raul Albiol). Die "Königlichen" agierten zwar temporeich, konnten sich aber gegen die sicher stehende Deckung Barças nicht im Ansatz eine Chance erarbeiten.

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Die Katalanen befreiten sich nach und nach vom Druck der Gäste und begannen ihre berühmte Ballzirkulation, zunächst ohne nach vorne großes Risiko zu gehen. Wie Real versuchte die Guardiola-Elf nach Ballgewinn ganz schnell umzuschalten, was auf beiden Seiten zunächst an mangelnder Präzision beim Konterspiel scheiterte.

Bilder vom Rückspiel im Champions-League-Halbfinale
"Red Devils" erwarten die Blaugrana
Darron Gibson gegen Julian Draxler (re.)
Voller Einsatz

Auch wenn der Wille sicherlich da war, wie hier Julian Draxler eindrucksvoll gegen Darron Gibson (li.) unter Beweis stellt, reichte es am Ende nicht für die Gelsenkirchener. Schalke verlor nach der 0:2-Heinspielpleite in Manchester mit 1:4 und schied letztlich verdientermaßen aus.
© Getty Images

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Aber die Partie war rassig, intensiv und auf technisch höchstem Niveau. Zu diesem steuerte in der Folge immer mehr Barcelona einen Großteil bei: Gegen das Tempo und die Spielkunst von Xavi & Co. stand Real nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes im Regen, der zwischenzeitlilch einsetzte. Ricardo Carvalho, bereits gelbverwarnt, wandelte am Rande eines Feldverweises, sah wie seine Mitspieler häufig nur noch die Hacken des jeweiligen Gegenspielers und hatte es de Bleeckeres Großzügigkeit zu verdanken, dass er nicht vom Platz flog.

Die Torszenen hatten lange Zeit gefehlt, Busquets Kopfball lieferte die erste (22.). Und nach einer guten halben Stunde holte die ballfertige Blaugrana im Minutentakt Versäumtes nach, produzierte Möglichkeit auf Möglichkeit: Messi, bei seinen Antritten kaum zu stoppen (32., 33., 37.) sowie Villa (34.) und Pedro (35.) verfehlten das Tor knapp oder scheiterten am besten Real-Akteur, Casillas. Nur dem Keeper war es zu verdanken, dass es mit einer Nullnummer in die Kabine ging.

Die Halbfinal-Rückspiele

Die Erzrivalen begannen den zweiten Durchgang mit unverändertem Personal. Mittlerweile hatte der Himmel seine Schleusen richtig geöffnet, es goss in Strömen. Die Madrilenen eröffneten die Partie wie in den ersten 45 Minuten mit Pressing und drängten auf die Führung.

Doch die Drangphase währte nur kurz, ein Konter der Hausherren mündete in das verdiente 1:0: Nach flüssiger Kombination durchs Mittelfeld erreichte Iniestas zentimetergenauer Pass Pedro halbrechts. Aus 13 Metern vollendete der Stürmer flach ins rechte Eck (54.).

Barcelonas Torschütze Pedro, geherzt von David Villa
Grenzenloser Jubel: Barcelonas Torschütze Pedro, geherzt von David Villa.
© Getty Images

Nun brauchte Real schon drei Tore, um noch den Finaltraum zu verwirklichen. Zunächst aber wirkte der Schock des 0:1 nach, die Katalanen kontrollierten das Spiel gegen Madrid, bei dem Özil für Kaka das Feld betrat (60.), nach Belieben. Die Blaugrana agierte in der Defensive etwas sorglos, was die Hauptstädter umgehend bestraften: Di Maria umdribbelte Mascherano, setzte nach seinen Pfostenknaller nach und bediente Marcelo, der aus sieben Metern einschoss (64.).

Die Mourinho-Elf witterte kurz Morgenluft, blieb aber in der Folge gegen wieder konzentrierte Gastgeber ohne weitere Chance. Barça war dem 2:1 näher als Real, ging aber in der Endphase gegen teilweise hart einsteigende Madrilenen nicht das letzte Risiko. De Bleeckere ließ mehrmals Gnade vor Recht ergehen (Diarra!) und beendete das Duell ohne die durchaus mögliche Konsequenz eines Feldverweises.

Am Mittwoch ermitteln Manchester United und der FC Schalke 04 den Endspielgegner von Barça. Das Finale findet in London am 28. Mai (20.45 Uhr) statt. Ligaaufgaben warten am kommenden Sonntag (19 Uhr): Der FC Barcelona erwartet Espanyol zum Stadtderby, Real Madrid gastiert einen Tag zuvor beim FC Sevilla (22 Uhr).

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 04.05., 12:04 Uhr
Mourinhos Versteckspiel - Real schlechter Verlierer
Tausende Katalanen feierten den Finaleinzug des FC Barcelona in der Champions League am Dienstagabend. Umso süßer schmeckte der Erfolg, kam er doch gegen den Erzrivalen Real Madrid zu Stande. Dessen gesperrter Coach José Mourinho wurde im Camp Nou nicht gesichtet. Co-Trainer Aitor Karanka berichtete, dass der Portugiese immer noch empört sei nach den Zwischenfällen im Hinspiel.
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03.05.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Barcelona
Aufstellung:
Dani Alves (3) , 
Mascherano (3,5) , 
Piqué (1,5) , 
Puyol (3)       
Busquets (3,5) - 
Xavi (2,5) , 
Iniesta (1,5) - 
Pedro (2,5)          
Messi (2) , 
Villa (4,5)   

Einwechslungen:
74. Keita für Villa
90. Abidal für Puyol
90. + 3 Afellay für Pedro

Trainer:
Guardiola
Real Madrid
Aufstellung:
Casillas (1,5)    
Arbeloa (2,5) , 
Ricardo Carvalho (4)   
Raul Albiol (4) , 
Marcelo (3)       
Diarra (2,5)   
Xabi Alonso (4)   
Kaka (6)   
di Maria (3) - 
Higuain (5)   

Einwechslungen:
55. Adebayor (5)    für Higuain
60. Özil (5) für Kaka

Trainer:
Karanka

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Pedro (54., Linksschuss, Iniesta)
1:1
Marcelo (64., Linksschuss, di Maria)
Gelbe Karten
Barcelona:
Pedro
(1. Gelbe Karte)
Real Madrid:
Ricardo Carvalho
(4. Gelbe Karte)
,
Diarra
(2.)
,
Xabi Alonso
(2.)
,
Marcelo
(1.)
,
Adebayor
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
03.05.2011 20:45 Uhr
Stadion:
Camp Nou
Zuschauer:
95701 (ausverkauft)
Spielnote:  2
eine unterhaltsame, temporeiche Partie auf technisch hohem Niveau, in der jedoch fast nur Barcelona für die Höhepunkte in Tornähe sorgte.
Chancenverhältnis:
7:2
Eckenverhältnis:
3:2
Schiedsrichter:
Frank de Bleeckere (Belgien)   Note 3
ließ mehrmals Gnade vor Recht ergehen (Ricardo Carvalho und Adebayor hätten Gelb-Rot sehen müssen), anstatt konsequent den Regeln zu folgen. Hatte dank dieser deeskalierenden Leitung jedoch das Spiel unter Kontrolle. Richtig, dass er nach Cristiano Ronaldos Sturz auf Mascherano nicht auf Vorteil für Real entschied und vor Higuains Tor abpfiff. Allerdings hätte er in dieser Szene zuvor ein Foul von Piqué an Cristiano Ronaldo ahnden müssen.
Spieler des Spiels:
Andres Iniesta
Technisch perfekt, als Ballverteiler eine Augenweide. Leitete das Führungstor mit einem genialen Pass ein.
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