
Barcelonas Trainer Josep Guardiola stellte nach dem 1:0-Sieg beim Ligakonkurrenten FC Villarreal wie folgt um: Xavi und Messi (zuletzt angeschlagen und nur "Joker") ersetzten Thiago Alcantara und Afellay (beide Bank).
Schachtar-Coach Mircea Lucescu nahm im Vergleich zum Achtelfinal-Rückspiel gegen AS Rom (3:0) nur eine Veränderung vor: Ischenko spielte an Stelle von Chygrynskyy, der in der Saison 2009/10 für die Blaugrana aktiv war.
Barcelona feierte einen perfekten Auftakt! Messi wollte eigentlich zu Villa durchstecken, der Ball prallte aber vom Bein Srnas direkt zu Iniesta, der aus neun Metern flach ins kurze Eck schoss (2.).
Barça kontrollierte das Geschehen mit dem berühmten Kurzpassspiel über viele Stationen. Schachtar lauerte auf Konter und überbrückte nach Balleroberung das Mittelfeld sehr schnell. Die Gegenstöße wurden zunächst aber nicht sauber zu Ende gespielt.
Die ersatzgeschwächte Abwehr der Guardiola-Elf (ohne Abidal und Puyol) kam jedoch ins Schwimmen. Erst spitzelte Luiz Adriano den Ball nach tollem Pass von Douglas Costa allein vor Victor Valdes knapp links vorbei. Dann gab's eine Doppelchance: Victor Valdes rettete erst außerhalb des Strafraums mit Fußabwehr gegen Luiz Adriano, Willian schoss den Abpraller direkt aus circa 30 Metern, verfehlte das leere Tor aber knapp. Inters Stankovic hatte es am Dienstag gegen Schalke besser gemacht.
Auch die Donezk-Abwehr war nicht frei von Fehlern: Ischenko verlor als letzter Mann den Ball an Messi, der Argentinier wollte allein vor Pyatov den Keeper überlupfen, doch Pyatov hatte den Braten gerochen und hielt.
Barcelona hatte deutlich mehr Ballbesitz, suchte aber fast immer vergeblich nach der Lücke im dichten Deckungsverband der Ukrainer. Es bedurfte der gütigen Mithilfe des Gästekeepers zum 2:0: Iniesta spielte einen hohen Pass über 40 Meter in den Strafraum, Pyatov zögerte beim Rauslaufen, Dani Alves sprintete von rechts heran, stoppte den Ball am Keeper vorbei und drückte das Leder ins leere Tor (34.).
Schachtar steckte nicht auf. Die Fraktion der brasilianischen Offensivspieler Donezks deckte immer wieder Schwächen in der Abwehr Barcelonas auf. Jedoch ohne durchschlagenden Erfolg.
Die Partie nahm direkt nach Wiederanpfiff volle Fahrt auf. Zunächst blieben noch ein paar Chancen hüben wie drüben liegen, dann schlug die Guardiola-Elf wieder zu: Piqué kam nach Xavi-Ecke völlig frei aus 13 Metern zum Schuss, zog flach ab, der Ball wurde noch leicht abgefälscht und schlug zum 3:0 ein (53.).
Und es ging Schlag auf Schlag weiter im Camp Nou: Rakytskyy verlängerte eine Freistoß-Hereingabe vom Srna mit dem linken Knie ins lange Eck zum 1:3 (59.). Barcelona schlug im Gegenzug prompt zurück: Messi bediente Keita, der den Ball aus 15 Metern fulminant in den linken Winkel jagte (60.).
Schachtar drängte auf ein zweites Auswärtstor, durfte auch bis zum Strafraum kombinieren, dann waren die Ukrainer aber meist mit ihrem Latein am Ende. Barcelona ließ es etwas lockerer angehen, riss sich kein Bein mehr aus.
Nachdem zahlreiche Wechsel den Spielfluss ein wenig unterbanden, gab's in der Schlussphase wieder klasse Chancen. Iniesta jagte den Ball aber aus 15 Metern in den zweiten Stock, auf der anderen Seite scheiterte Luiz Adriano mit viel Pech aus spitzem Winkel am linken Innenpfosten.
Besser machten es erneut die Katalanen: Dani Alves passte von rechts mit viel Übersicht genau zu Xavi, der aus neun Metern mit rechts zum 5:1-Endstand einschoss (86.) und das Tor zum Halbfinale (wahrscheinlich gegen Real Madrid!) weit aufstieß.
Für beide Mannschaften geht es am Samstag weiter: Barcelona empfängt UD Almeria (20.00 Uhr), Schachtar Donezk hat Obolon Kiew zu Gast.
Gelbe Karten |
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