Die Generalprobe von Inter gelang mit einem 2:0-Erfolg gegen Juventus. Coach José Mourinho vertraute exakt auf seine siegreiche Elf.
Barcelona musste sich in der Primera División mit einem 0:0 bei Lokalrivale Espanyol Barcelona begnügen. Trainer Josep Guardiola konnte auf Ibrahimovic zurückgreifen, der rechtzeitig nach seiner Wadenblessur wieder fit wurde und Yaya Touré ersetzte. Für den Schweden war es wie für Eto'o auf der anderen Seite ein besonderes Spiel, hatte er doch mit dem Kameruner vor der Saison die Seiten getauscht. Zweite personelle Änderung bei den Katalenen: Keita spielte für Gabriel Milito. Maxwell rückte aus dem Mittelfeld links in die Abwehrkette und verschob Puyol nach innen.
Es entwickelte sich von Beginn an eine sehr intensive Partie, in der Barça sofort versuchte, das Zepter zu übernehmen, sich aber spätestens am gegnerischen Strafraum an der aufmerksamen Deckung der Nerazzurri festrannte. Inter variierte seine taktische Grundordnung vorzüglich, agierte zunächst vorsichtig und stand relativ tief, gewann aber mit robustem Zweikampfverhalten schnell an Selbstvertrauen und wurde gegen uninspirierte Spanier nach zehn Minuten mutiger.
Milito wurde in vermeintlichem Abseits zurückgepfiffen (10.), ehe Eto'os Dribbling am Strafraum mit gefährlichem Linksschuss erstmals Victor Valdes auf den Plan rief. Der Keeper konnte nicht festhalten, Milito verzog den Nachschuss aus spitzem Winkel (17.).
Die Katalanen, bei denen Messi immer dann gedoppelt wurde, wenn er am Ball war, kamen erstmals nach knapp 20 Minuten in den Rücken der italienischen Abwehr, sogleich mit Folgen: Maxwell setzte sich am linken Flügel zu leicht gegen zwei Gegenspieler durch und legte von der Grundlinie zurück. Pedro rauschte heran und traf per Linksschuss aus 13 Metern flach ins rechte Eck (19.).
Die Nerazzurri zeigten sich wenig geschockt, zunächst aber waren die Mittel - lange Pässe auf Milito - nicht tauglich, Barças Defensive in Gefahr zu bringen. Erst als mehr Sicherheit ins Kombinationsspiel der Milanesen kam, erspielten sie gegen die nicht immer sattelfeste Abwehr der Gäste Chancen. Milito schlenzte den Ball nach Sneijders Zuspiel aus spitzem Winkel noch knapp vorbei (27.), drei Minuten später aber war Inter zurück! Eto'o, weit auffälliger als auf der Gegenseite Ibrahimovic, kam auf der rechten Seite zu leicht zum Querpass in den Strafraum, Milito nahm Pandev zwar den Ball weg, spielte aber klug nach links zu Sneijder, der trocken aus elf Metern einnetzte.
Nach dem Zwischenspurt der Mourinho-Elf ließen die Iberer vor der Pause so manchesmal ihr typisches Kurzpassspiel aufblitzen, ohne dass daraus klare Gelegenheiten resultieren sollten - mit einem gerechten 1:1 ging es in die Pause.
Unverändert begannen die Kontrahenten den zweiten Durchgang, in dem Mailand einen Traumstart erwischte: Pandev trieb das Leder durchs Mittelfeld, spielte Mitte der gegnerischen Hälfte nach rechts zu Milito. Der Argentinier drang in den Straraum ein, legte zurück auf Maicon, der sich gegen Keita behauptete und vom rechten Fünfereck ins linke Eck einschoss (48.).
Wenig später der nächste Nackenschlag für die Guardiola-Schützlinge, als Puyol den Gelben Karton sah und damit im Rückspiel gesperrt ausfällt (51.). Die Katalenen schalteten aber nach dem Rückstand dennoch einen Gang hoch. Messi bei seiner ersten Torszene (53.) und vor allem Busquets (54.) waren dem Ausgleich nah, scheiterten aber an den guten Reaktionen von Inter-Keeper Julio Cesar.
Die Nerazzurri verstanden es in der Folge mit unglaublicher Laufstärke und Kampfkraft, die Offensivaktionen Barcelonas wieder einzudämmen. Und Mailand verstand es zudem, die Abwehr der Gäste auszuspielen: Eto'o, am rechten Flügel freigespielt, flankte butterweich an den zweiten Pfosten, wo Sneijders Kopfballversuch zur idealen Vorlage von Milito mutierte, der allerdings aus abseitsverdächtiger Position aus Nahdistanz einnickte (61.).
Für den blassen Ibrahimovic war die Partie vorbei - Abidal kam (62.). Barça, sichtlich angeknockt, mühte sich, ins Spiel zurückzufinden. Und bei den nun sehr tief stehenden Lombarden schwanden langsam aber sicher die Kräfte. Milito musste von Wadenkrämpfen geplagt raus (75.), kurz zuvor war schon Maicon nach einem Zusammenprall mit Messi ausgeschieden.
Die Spanier drängten nun mächtig auf den Anschlusstreffer und schnürten die Gastgeber ein. Messi scheiterte per Freistoß an Julio Cesar (79.), Referee Benquerenca verwehrte den Katalanen einen Strafstoß, als Sneijder Dani Alves von den Beinen holte und stattdessen den Verteidiger wegen einer angeblichen Schwalbe verwarnte (83.). Lucio klärte gegen Pique auf der Linie (86.), Pedros Fallrückzieher flog in die Arme von Julio Cesar (90.+2) - dann war Schluss! Mit einer guten Ausgangsposition reist Inter am 28. April (20.45 Uhr) zum Rückspiel ins Camp Nou.
In der Liga spielt Mailand am Samstag gegen Atalanta Bergamo, Barcelona empfängt am gleichen Tag Xerez in der Primera Division.
| Inter Mailand |
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| FC Barcelona |
![]() ![]() Aufstellung: Victor Valdes (3,5) - Dani Alves (5) , Piqué (4) , Maxwell (3) - Xavi (4) , Busquets (3,5) - Pedro (2,5) , Messi (4) , Keita (4) - Ibrahimovic (6) Trainer:
Guardiola |
Gelbe Karten |
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