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Girondins Bordeaux

 - 

Olympiakos Piräus

 

2:1 (1:0)

Hinspiel: 1:0

Nach Hin- & Rückspiel: 3:1

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Girondins Bordeaux
Olympiakos Piräus
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.














Derbyshire und Diarra fliegen vom Platz

Chamakh beendet das Zittern

Girondins Bordeaux bleibt in der laufenden Champions-League-Saison weiter ungeschlagen und steht nach dem vierten Heimsieg in Serie im Viertelfinale. Die Franzosen sahen nach dem Hinspielerfolg und einer schnellen Führung wie der sichere Sieger aus, ehe Olympiakos Piräus in Unterzahl aus dem Nichts zum Ausgleich kam. Zehn gegen zehn entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der Bordeaux mit etwas Glück das verdiente Weiterkommen schließlich perfekt machte.

Yoann Gourcuff lässt sich feiern
Lässt sich zu Recht für seinen tollen Freistoß zum 1:0 feiern: Yoann Gourcuff (2.v.l.).
© picture allianceZoomansicht

Laurent Blanc, Trainer von Girondins Bordeaux, nahm nach dem 1:0-Auswärtssieg im Hinspiel lediglich einen Wechsel vor. Der wiedergenesene Kapitän Diarra (nach Achillessehnenreizung) kam für den verletzten Planus ins Team und nahm seinen Platz vor der Abwehr ein, Sané rückte dadurch nach hinten in die Innenverteidigung.

Olympiakos-Coach Bozidar Bandovic tauschte dagegen zweimal Personal aus. Zairi und Derbyshire verdrängten Ledesma und Mitroglou auf die Bank.

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Bordeaux verzichtete trotz des Vorsprungs aus dem Hinspiel darauf, Olympiakos kommen zu lassen und nahm von Beginn an das Heft selbst in die Hand. Nach einem ersten Fernando-Warnschuss (2.) war es Gourcuff, der den Griechen früh den Zahn zog. Einen von Torosidis neben dem Strafraum an Wendel verursachten Freistoß schlenzte der Ausnahmetechniker bereits nach fünf Minuten von der linken Seite sehenswert zum 1:0 in den rechten Winkel. Nikopolidis machte dabei allerdings keine allzu glückliche Figur.

Von den Gästen kam in der Folge herzlich wenig. Girondins kontrollierte Ball und Gegner und hielt das Geschehen weit vom eigenen Strafraum fern. Eine nahe ans Tor gezogene Zairi-Flanke war für lange Zeit das einzige offensive Lebenszeichen der Griechen. Anders die Blanc-Elf, die phasenweise sehenswert kombinierte, in Tornähe aber die nötige Präzision beim finalen Zuspiel vermissen ließ.

So war es mit Papadopoulos ein Piräus-Akteur, der Bordeaux durch einen dicken Patzer beinahe das 2:0 ermöglicht hätte. Nikopolidis war diesmal aber auf der Höhe und warf sich dem am Fünfmeterraum an den Ball gekommenen Gourcuff erfolgreich vor die Füße (39.). Erst jetzt gelang auch Olympiakos ein erster strukturiert vorgetragener Angriff. Zairi setzte Raul Bravos Flanke jedoch rechts vorbei (40.).

Kurz vor der Pause hatte Gourcuff dann einen weiteren Zungenschnalzer parat. Wieder von links - diesmal nur deutlich weiter vom Tor entfernt - versuchte es der Schütze des ersten Treffers wieder mit viel Schnitt aufs rechte obere Eck. Nikopolidis ließ sich ein zweites Mal überraschen, hatte aber Glück, dass die Kugel über Unterlatte und Pfosten ins Feld zurücksprang (44.).

Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht. Selten zwingend, in der Summe aber deutlich häufiger machte sich Bordeaux auf den Weg nach vorne, während sich Olympiakos ohne Ideen die Zähne ausbiss. Als sich Derbyshire binnen fünf Minuten (55., 60.) zwei Gelbe Karten und damit einen Platzverweis einhandelte, schien auch der letzte Funken Spannung erloschen.

Bandovic aber reagierte, brachte Mitroglou für Zairi (63.) und hauchte seiner Elf so neues Leben ein. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung wuchtete der "Joker" einen Einwurf von links aus der Drehung von der Strafraumkante fulminant zum zu diesem Zeitpunkt völlig überraschenden Ausgleich in die Maschen (65.). Weil unmittelbar danach Girondins-Kapitän Diarra lediglich zwei Minuten (66., 68.) benötigte, um sich ebenfalls zweimal den Gelben Karton abzuholen, stand das Duell plötzlich wieder auf des Messers Schneide.

Erst verpasste Raul Bravo die Führung für die Gäste (77.), dann konnte Chamakh auf der anderen Seite einen Alleingang nicht verwerten (82.). Letztlich war es aber doch der Marokkaner in Diensten der Franzosen, der den Deckel auf den Viertelfinaleinzug von Bordeaux machte. Tremoulinas flankte von links über Nikopolidis hinweg, Chamakh rauschte heran und wuchtete das Leder energisch zum 2:1-Endstand in die Maschen (88.). Zu allem Überfluss aus Sicht der Griechen kassierte Mellberg nach einem Disput mit Referee Olegario Benquerenca nach dem Schlusspfiff noch Rot.

Die Auslosung für das Viertelfinale findet am kommenden Freitag statt. Die Hinspiele werden am 30./31. März, die Rückspiele am 6./7. April ausgetragen. Bordeaux empfängt am Sonntag den OSC Lille in der Ligue 1, ebenfalls sonntags steigt in der griechischen Hauptstadt der Schlager zwischen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus.

17.03.10
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Girondins Bordeaux
Aufstellung:
Sané
Ciani
A. Diarra        
Plasil   
Gourcuff    
Wendel   
Chamakh    

Einwechslungen:
84. Sertic für Plasil
90. Jussie für Wendel

Trainer:
Blanc
Olympiakos Piräus
Aufstellung:
Nikopolidis    
Torosidis   
Mellberg   
Stoltidis   
Zairi   
LuaLua
Datolo
Derbyshire    

Einwechslungen:
63. Mitroglou     für Zairi
80. Ledesma für Stoltidis

Trainer:
Bandovic

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Gourcuff (5., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
1:1
Mitroglou (65., Rechtsschuss, Raul Bravo)
2:1
Chamakh (88., Kopfball, Tremoulinas)
Rote Karten
Bordeaux:
-
Piräus:
Mellberg
(90. + 4, Schiedsrichterbeleidigung)

Gelb-Rote Karten
Bordeaux:
A. Diarra
(69.)
Piräus:
Derbyshire
(60.)

Gelbe Karten
Bordeaux:
-
Piräus:
Torosidis
(2. Gelbe Karte)
,
A. Papadopoulos
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
17.03.2010 20:45 Uhr
Stadion:
Chaban-Delmas (Parc de Lescure)
Zuschauer:
36000
Schiedsrichter:
Olegario Benquerenca (Portugal)
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