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VfB Stuttgart

 - 

FC Sevilla

 

1:3 (0:1)

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VfB Stuttgart
FC Sevilla
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.













Glückloser VfB - Sevilla marschiert weiter

Squillacis Kopfballtor sorgt für den Tiefschlag

Stuttgart verlor gegen Sevilla unter Wert. Während der gut aufgelegte und im ersten Abschnitt hochüberlegene VfB das Tor nicht traf, nutzten die Andalusier ihre Möglichkeiten konsequent. Nimmermüden Schwaben war das Bemühen auch nach klarem Rückstand nie abzusprechen - zu mehr als dem Ehrentor sollte es gegen clevere Andalusier aber nicht reichen.

Dragutinovic grätscht gegen Cacau
Nur zweiter Sieger: Ivica Dragutinovic grätscht den Ball vor Cacau weg.
© picture-allianceZoomansicht

Nach der 1:2-Heimpleite gegen Schalke tauschte VfB-Coach Markus Babbel dreimal Personal aus: Für Celozzi, Magnin und Pogrebnyak spielten Osorio, Boka und Schieber.

Bei den Spaniern brachte Sevillas Trainer Manolo Jimenez im Vergleich zur 0:1-Niederlage bei Deportivo La Coruna vier Neue: Für Escudé, Renato (Wadenzerrung), Perotti und Negredo (Fieber) liefen Squillaci, Dragutinovic, Lolo und Luis Fabiano auf.

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Von Beginn an riss der VfB engagiert das Zepter an sich. Zielstrebig und schnörkellos suchten die Schwaben den Weg nach vorne und zeigten sich nach ansehnlichen Kombinationen gefährlich vor dem gegnerischen Tor: Kuzmanovic (1.), Schieber (7., 8.) sowie Cacau (12.) scheiterten jedoch allesamt.

Die Babbel-Schützlinge legten ein höllisches Tempo vor, das die Spanier zu überraschen schien, die immer wieder nur die Hacken ihrer Gegenspieler sahen. In der 13. Minute lag der Ball im Anschluss an einen Freistoß im Netz, doch Boulahrouz nahm Keeper Javi Varas bei Kuzmanovics Flachschuss in Abseitsposition die Sicht - richtige Entscheidung, kein Tor.

Nach beeindruckender Anfangsphase und klarem Chancenplus ließen sich die vorher so zweikampfstarken Stuttgarter in Person von Boulahrouz aber düpieren: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Adriano ans rechte Fünfereck, wo Squillaci sich freigeschlichen hatte und gegen den teilnahmslosen Niederländer hoch ins rechte Eck einnickte (23.).

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 21.10., 09:31 Uhr
Überzeugender VfB verdient besiegt
Der VfB Stuttgart spielte in der Champions League gegen den FC Sevilla überzeugend, verlor aber dennoch verdient mit 1:3. Die Schwaben leisteten sich viel zu vele individuelle Patzer und müssen mit zwei Punkten aus drei Spielen um den Einzug ins Achtelfinale bangen.
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Nach dem Rückstand war der VfB bemüht, den Schaden schnell zu beheben. Hleb zog aus 22 Metern entschlossen ab - knapp daneben (25.). Es sollte aber vor der Pause die beste Ausgleichschance bleiben. Die Spanier standen nun zwischenzeitlich höher, die angeknockte Babbel-Elf kam lange nicht mehr entscheidend an bzw. in den gegnerischen Strafraum und musste bei einigen Konterversuchen der Andalusier auf der Hut sein.

Kurz vor der Pause zogen die Gastgeber das Tempo noch einmal an, mehr als eine Halbchance durch Kuzmanovic sprang aber nicht heraus (44.).

Nach Wiederanpfiff stellte Sevilla anscheinend frühzeitig die Zeichen auf Ergebnisverwaltung: Abwehrmann Duscher ersetzte Stürmer Luis Fabiano, die Taktik ergab nun ein 4-5-1-System.

Die Schwaben taten sich schwer, fanden den Faden gegen die ballsicheren Spanier nicht wieder - und mussten den zweiten Nackenschlag hinnehmen: Perotti flankte von links, der Ball drehte sich Richtung Tor. Lehmann klatschte das Leder aus dem bedrohten kurzen Eck, Jesus Navas war im Nachsetzen schneller als Boka und netzte aus kürzester Disatanz ein (55.).

Danach schienen alle Dämme zu brechen, Sevilla stand durch Kanouté (66., 68.) dicht vor dem 0:3, das nach einem Stuttgarter Dreifachwechsel - Elson, Hitzlsperger und Pogrebnyak ersetzten Träsch, Hleb und den am Oberschenkel verletzten Cacau (69.) - aber dennoch fiel: Squillaci nickte nach Dragutinovics Freistoß allerdings aus Abseitsposition ein (72.).

Wenigstens gelang Elson der schöne Anschlusstreffer durch einen Traumfreistoß aus 25 Metern in den Winkel (74.). Die Schlussoffensive des nimmermüden VfB folgte, die trotz allen Eifers und letzten Großchancen durch Schieber (89.) und Tasci (Lattenschuss, 90.+1) ergebnislos verpuffte.

Nach zwei Punkten in drei Spielen wird es für die Schwaben allerhöchste Zeit, den Schalter umzulegen, während Sevilla nach drei Siegen den nächsten Aufgaben gelassen entgegensehen kann.

Die Stuttgarter reisen am Samstag zum Auswärtsspiel nach Hannover, am selben Tag empfängt Sevilla in der Primera Division Espanyol Barcelona.

20.10.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Lehmann (5) - 
Osorio (3,5) , 
Tasci (3)       
Boulahrouz (5) , 
Boka (3,5) - 
Träsch (3)   
Kuzmanovic (3) , 
Khedira (3) - 
Cacau (4)   
Hleb (4)   
Schieber (4,5)

Einwechslungen:
69. Hitzlsperger für Träsch
69. Pogrebnyak für Cacau
69. Elson     für Hleb

Trainer:
Babbel
FC Sevilla
Aufstellung:
Javi Varas (3) - 
Sergio Sanchez (3,5) , 
Squillaci (1,5)        
Dragutinovic (3)   
Fernando Navarro (4)   
Lolo (4,5) , 
Zokora (4) - 
Jesus Navas (2,5)    
Adriano (3)   
Luis Fabiano (5)   
Kanouté (4)       

Einwechslungen:
37. Perotti (3) für Adriano
46. Duscher (3)    für Luis Fabiano
90. + 3 A. Koné für Kanouté

Trainer:
Jimenez

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Squillaci (23., Kopfball, Adriano)
0:2
Jesus Navas (55., Rechtsschuss, Perotti)
0:3
Squillaci (72., Kopfball, Dragutinovic)
1:3
Elson (74., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Stuttgart:
Tasci
(1. Gelbe Karte)
Sevilla:
Fernando Navarro
(2. Gelbe Karte)
,
Dragutinovic
(1.)
,
Duscher
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
20.10.2009 20:45 Uhr
Stadion:
Mercedes-Benz-Arena
Zuschauer:
37500
Spielnote:  2,5
ein Spiel mit Leidenschaft, Tempo, Torszenen - und Fehlern.
Chancenverhältnis:
11:6
Eckenverhältnis:
7:3
Schiedsrichter:
Pieter Vink (Niederlande)   Note 5
zwei falsche Abseitsentscheidungen (davon eine beim 0:3), einmal Abstoß statt Ecke, falschen Einwurf übersehen. Kleine und große Fehler, zudem keine klare Linie bei der Bewertung von Foulspielen.
Spieler des Spiels:
Sebastien Squillaci
Seine beiden Kopfballtore sorgten letztlich für den glücklichen Sieg Sevillas. Auch in der Abwehr meistens auf der Höhe.
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