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FC Sevilla

 - 

Fenerbahce Istanbul

 

i.E. 2:3

Hinspiel: 2:3

Nach Hin- & Rückspiel: 5:5

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FC Sevilla
Fenerbahce Istanbul
1.
15.
30.
45.







46.
60.
75.
90.







91.
105.



106.
120.


Fenerbahce setzt sich im Elfmeterschießen gegen Sevilla durch

Demirel: Erst gepatzt, dann gefeiert

Trotz einer alptraumhaften Anfangsphase bot Fenerbahce Istanbul dem heimstarken FC Sevilla einen tollen Kampf und erarbeitete sich mit einem 2:3 nach 120 Minuten ein Elfmeterschießen. In dem wurde Torwart Demirel, der bei den ersten beiden Gegentoren gepatzt hatte, zum Helden. Gleich drei Elfmeter parierte der Türke und war somit der Garant für Fenerbahces Viertelfinaleinzug.

Daniel Alves, Luis Fabiano und Diego Capel
Erst Jubel, dann Trauer: Luis Fabiano und Diego Capel jubeln mit Torschütze Daniel Alves.
© dpaZoomansicht

Im Vergleich zum 2:3 im Hinspiel in der Türkei begann der FC Sevilla auf einer Position verändert: Trainer Manuel Jimenez beorderte Duda zunächst auf die Bank und schenkte Diego Capel von Beginn an das Vertrauen.

Fenerbahce-Coach Zico musste auf seinen Landsmann und Antreiber Roberto Carlos verzichten. Eine im Hinspiel erlittene Beinverletzung ließ einen Einsatz des Routiniers nicht zu, Vederson rückte so auf die linke Abwehrseite.

Alle drei Heimspiele in der CL-Gruppenphase hatte Sevilla gewonnen und wollte diese Serie sichtlich verlängern. Von Beginn an drückten die Andalusier aufs Tempo und wurden bei ihren Bemühungen tatkräftig von Fener-Schlussmann Volkan Demirel unterstützt.

Der türkische Nationalkeeper griff in der Anfangsphase gleich zwei Mal daneben: Zunächst ließ er einen leicht flatternden, aber aufs Torzentrum getretenen Freistoß von Daniel Alves passieren (6.), dann rutschte ihm ein Fernschuss von Keita am Handschuh vorbei ins Netz (9.).

Der schnelle 0:2-Rückstand und die Tatsache, dass die Türken sich schon in der Anfangsviertelstunde drei Gelbe Karten einhandelten, ließen nichts Gutes für die Ambitionen der Gäste vom Bosporus erahnen. Doch die Zico-Elf rappelte sich auf und bewies eine tolle Moral. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten: Kezman verpasste eine Flanke noch freistehend, doch kurz darauf war Deivid nach einer Alex-Ecke zur Stelle und traf zum Anschluss (20.).

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Fenerbahce gestaltete das Spiel Mitte des ersten Durchgangs offen, ohne dass sich auf beiden Seiten große Chancen ergaben. Vedersons Gewaltschuss strich ebenso am Tor vorbei (34.) wie auf der Gegenseite Luis Fabianos Freistoß (38.). Besser machte es erst dessen Sturmpartner Kanouté.

In der 41. Minute trat der Malier erstmals richtig in Erscheinung und traf prompt: Mit der Brust nahm der eine Alves-Flanke an und zog volley ab. Abgefälscht von Gökhan Gönül landete das Leder zum 3:1 im Netz. Dass dies auch der Pausenstand war, lag am Ex-Schalker Poulsen, der in der Nachspielzeit einen Schuss aus Nahdistanz von Vederson von der Linie schlug.

Volkan Demirel
Früh griff Volkan Demirel bei Alves' Freistoß daneben, später lief es besser für ihn.
© dpa

Der zweite Abschnitt begann etwas verhaltener, beide Teams leisteten sich viele Ballverluste im Mittelfeld, so dass ansprechende Offensivaktionen Seltenheitswert hatten. Chancen blieben somit aus, auch weil Sevilla sich nach der Pause in der Defensive konzentrierter präsentierte.

Die besseren Möglichkeiten boten sich so den Hausherren, die mit Keitas Kopfball (70.) und Alves' Freistoß (74.) aber das Tor jeweils knapp verfehlten. Diesen Szenen sollte die Jimenez-Elf noch nachtrauern, denn die Gäste schlugen eiskalt zu: Einen Alex-Freistoß lenkte Deivid zunächst an den Pfosten, um anschließend den Abpraller ins Netz zu drücken (79.).

Damit war das Hinspiel-Ergebnis egalisiert. Die 22 Akteure nahmen Kurs auf die Verlängerung, auch weil der eingewechselte Renato vor dem Fener-Tor nicht kaltschnäuzig genug war (86., 90.+1) und Ugur Boral knapp den von Palop gehüteten Kasten verpasste (88.).

In der Extrazeit wogte das Spiel hin und her. Während die Gäste aber durchaus auch aus dem Spiel heraus gefährlich werden konnten, versprühten die Spanier allenfalls bei Standardsituationen so etwas wie Torgefahr. Ein Treffer wollte beiden Teams, die zunehmend weniger Risiko eingingen, aber nicht mehr gelingen. So ging es ins Elfmeterschießen. Und in diesem sollte Volkan Demirel seine Fehler aus der Anfangsphase der Partie vergessen machen: Gegen Escudé, Maresca und Daniel Alves hielt der Fener-Schlussmann und brachte seine Elf damit ins Viertelfinale.

Die Partien in der Runde der letzten Acht werden am 1. und 2. April sowie am 8. und 9. April ausgetragen.

04.03.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Sevilla
Aufstellung:
Palop
Dani Alves       
Jesus Navas   
Poulsen   
Keita       
Capel
Kanouté    

Einwechslungen:
77. Renato für Luis Fabiano
91. Maresca für Poulsen
104. A. Koné für Jesus Navas

Trainer:
Jimenez
Fenerbahce Istanbul
Aufstellung:
Lugano
Vederson   
Deivid           
Selcuk Sahin      
Boral   
Alex   
Kezman   

Einwechslungen:
66. Semih Sentürk für Selcuk Sahin
111. Kazim-Richards für Boral
112. Bilgin für Alex

Trainer:
Zico

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Dani Alves (5., Rechtsschuss)
2:0
Keita (10., Linksschuss)
2:1
Deivid (20., Rechtsschuss, Alex)
3:1
Kanouté (41., Rechtsschuss, Dani Alves)
3:2
Deivid (79., Linksschuss)
 
Elfmeterschießen
1:0
Kanouté (verwandelt)
1:1
Vederson (verwandelt)
1:1
Volkan Demirel hält gegen Escudé
1:1
Palop hält gegen Edu
2:1
Dragutinovic (verwandelt)
2:2
Mehmet Aurelio (verwandelt)
2:2
Volkan Demirel hält gegen Maresca
2:3
Kezman (verwandelt)
2:3
Volkan Demirel hält gegen Daniel Alves
Gelbe Karten
Sevilla:
Keita
(4. Gelbe Karte)
,
Dani Alves
(2.)
Fenerbahce:
Selcuk Sahin
(2. Gelbe Karte)
,
Deivid
(2.)
,
Gökhan Gönül
(3.)
,
Vederson
(1.)
,
Kezman
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
04.03.2008 20:45 Uhr
Stadion:
Ramon Sanchez Pizjuan
Zuschauer:
38626
Schiedsrichter:
Massimo Busacca (Schweiz)
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