Im Vergleich zum Ligasieg in Watford (1:0) spielten bei Chelsea Diarra, Kalou und Mikel für Geremi, Makelele und Wright-Phillips. Auch Valencia hielt sich beim 3:2 gegen Espanyol schadlos. Dennoch ebenfalls drei Änderungen bei den Ostspaniern: Für Curro Torres, den in der Champions League gesperrten Marchena sowie Angulo liefen Luis Miguel, David Albelda und David Silva von Beginn an auf.

Einen flotten Beginn sahen die 42 500 Zuschauer an der Stamford Bridge. Nach zehn Minuten setzte sich Shevchenko am Starfraum durch, wurde aber von Ayala unsanft vom Ball getrennt. Die Gunst der Situation wollte Kalou ausnutzen, doch der Angreifer von der Elfenbeinküste traf aus 16 Metern per Drehschuss nur das Lattenkreuz. Hätte Referee De Bleeckere nicht auf Vorteil entschieden, wäre Ayalas Tackling durchaus elfmeterwürdig gewesen.
Nur zwei Minuten später zeigte Valencia seine Qualitäten im Angriff. David Villa hatte nach gutem Zusammenspiel mit David Silva freie Schussbahn aus elf Metern. Dem Nationalspieler rutschte das Leder jedoch über den Schlappen, Keeper Cech brauchte nicht einzugreifen.
Zwar zeigten die Londoner die besseren Spielanlagen und drückten der Partie ihren Stempel auf, doch die besseren Chancen hatten die Spanier: Bei einem Querschläger vor das Tor von Petr Cech verpasste der freistehende David Silva die Führung (22.), kurz darauf rettete Cech gegen den Ex-Chelsea-Akteur Del Horno bei dessen Distanzschuss sein Team vor einem Rückstand.
In der 30. Minute war der tschechische Schlussmann der "Blues" endgültig geschlagen: Im linken Mittelfeld setzte sich David Silva durch und fasste sich zwei Meter vor dem Strafraumeck ein Herz. Das Leder schlug unhaltbar im langen Eck ein - der Traumtreffer des 21-Jährigen sicherte Valencia das wichtige Auswärtstor.
Dass Chelsea bis zur Pause Keeper Canizares nicht einmal in Verlegenheit brachte, lag zum einen an der umständlichen Spielweise der Engländer, zum anderen aber auch an der bärenstarken Verteidigung der Gäste. Das Sturmduo Shevchenko/Drogba scheiterte ein ums andere Mal an der Strafraumgrenze. So blieb es bis zur Pause bei der nicht unverdienten Führung für die Truppe von Trainer Quique Sanchez Flores.
Chelsea-Trainer Jose Mourinho schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Deutlich engagierter kamen Ballack & Co. aus der Kabine. Schon nach wenigen Minuten hätte Kalou nach Diarra-Flanke ausgleichen können, machte aber aus kurzer Distanz zu wenig aus der aussichtsreichen Situation. In der 53. Minute stand es dann doch 1:1 - und Valencia half dabei kräftig mit. Canizares' Abstoß landete bei Ashley Cole, der direkt Drogba auf die Reise schickte. Ayala schlug über den Ball, so dass Drogba über den zu weit vor seinem Tor postierten Canizares hinwegköpfen konnte.
Danach tat sich aber nicht mehr viel Erwähnenswertes an der Stamford Bridge, sieht man von der Verletzung von Vicente ab, der in der 58. Minute für Angulo das Feld verließ. Zahlreiche Unterbrechungen durch Fouls und anschließende Verletzungspausen hemmten den Spielfluss. Auch Joe Cole konnte nach seiner Einwechslung in der 75. Minute nach viermonatiger Verletzungspause wegen eines Ermüdungsbruchs keine Akzente setzen. Erst in der 84. Minute noch einmal Aufregung: Canizares segelte nach einer Ecke am Ball vorbei, der mit aufgerückte Carvalho scheiterte aber an der vielbeinigen Abwehr. Aus dem Gewühl versuchte es Shevchenko artistisch per Fallrückzieher, in höchster Not klärte jedoch Luis Miguel und machte damit die letzte gute Gelegenheit der Hausherren zunichte.
Am 10. April steigt das Rückspiel im Mestalla-Stadion, wo die Mourinho-Truppe nun die schlechteren Karten hat. Zunächst empfängt aber Chelsea zum London-Derby am Wochenende Tottenham. Valencia muss im Baskenland bei Bilbao antreten.
