Hamburg bleibt auch im fünften Spiel ohne Punktgewinn

Trainer Arsène Wenger nahm nach dem 1:1 gegen Newcastle drei Veränderungen vor. So zog sich Gallas im Abschlusstraining eine Oberschenkelverletzung zu und Senderos rückte in die Defensive. Außerdem kamen Ljungberg und Henry für Julio Baptista und Adebayor in die Anfangsformation. Rosicky konnte auf Grund seiner Problme mit der Kniesehne nicht auflaufen.
Beim Hamburger SV stellte Coach Thomas Doll im Vergleich zum torlosen Remis in Mainz ebenfalls auf drei Positionen um: Benjamin, Mahdavikia und Fillinger spielten für Klingbeil, Jarolim und Ljuboja.
Bereits vor dem Gang nach London war die Gemütslage bei den Hamburgern klar, war doch sogar die Qualifikation für den UEFA-Cup bereits gelaufen. Trotzdem machten sich etwa 3000 Fans in die britische Hauptstadt auf. Anders bei Arsenal, das nach dem Sieg von Porto bei ZSKA (2:0) als Tabellendritter unter Zugzwang stand. Bereits nach vier Minuten erhöhte sich der Druck auf das Wenger-Team, denn ausnahmsweise erwischte der HSV einen Traumstart. Mit einem schönen Schuss von van der Vaart aus 20 Metern genau in den Winkel jubelten zunächst die Außenseiter.
Arsenal erholte sich schnell von dem Rückstand. Hleb setzte sich schön über halbrechts durch und zog nach innen. Im Doppelpass mit Fabregas überwand er die HSV-Defensive und kam aus fünf Metern frei zum Abschluss, lediglich die Querlatte verhinderte den schnellen Ausgleich durch den Ex-Stuttgarter (14.). Auch in den folgenden Offensivaktionen fehlte bei den Hausherren die Genauigkeit im Abschluss - van Persie verfehlte mit seinen beiden Kopfbällen (17. /27.) jeweils das Tor.
Arsenal ging weiter hohes Tempo, blieb aber glücklos. Selbst die Einladung von Wächter ließen sie ungenutzt. Nach einer Ecke von Fabregas griff er daneben, aber erneut van Persie schoss in der ungeordneten Abwehr lediglich einen Hamburger an (36.). Vor allem wenn es mit Eboué und Hleb über die rechte Seite der Wenger-Elf ging, kam der HSV immer wieder in Schwierigkeiten, brachte die Führung aber in die Kabine. Kurz vor der Pause musste Mahdavikia nach einem Foul von Hleb für Feilhaber mit einer Sprunggelenksverletzung vom Feld (45.+1).
Nach Wiederanpfiff ging London direkt wieder in die Offensive und hatte durch einen Freistoß von Henry, der im Außennetz landete gleich die erste Möglichkeit (48.). Doch der nächste Angriff brachte den verdienten Ausgleich. Hleb spielte zunächst Fabregas an, der gleich weiter auf van Persie passte. Mit seinem Schuss in die rechte Ecke ließ der Holländer Torhüter Wächter keine Abwehrchance (52.).

Den Hamburgern gelang es nur selten, die Defensive zu entlasten. Zwei Fernschüsse von Fillinger in der 57. und 59. Minute waren zu wenig, um die Gastgeber in Gefahr zu bringen. Aber auch dem Spiel der Engländer ging jetzt etwas der Faden verloren und die Aktionen waren nicht mehr zwingend genug. Erst nach einer scharfen Hereingabe von Hleb auf Henry, der per Volleyabnahme Wächter testete, hatten sie wieder eine gute Möglichkeit (74.). Wenig später zog Fabregas aus 30 Metern ab, der von van der Vaart leicht abgefälschte Schuss landete auf der Latte (76.).
Erst in den letzten Minuten ergaben sich für die Doll-Elf wieder Möglichkeiten in der Offensive, weil die "Gunners" teilweise weit aufrückten. Aber die wenigen Kontermöglichkeiten wurden nicht konsequent zu Ende gespielt, so dass Lehmann weitestgehend ohne Beschäftigung blieb. Trotz der Überlegenheit fiel der Führungstreffer für London dann sehr glücklich. Aus spitzem Winkel erzielte Eboué das Tor, Wächter rutschte der Ball beim Abwehrversuch hinter die Linie (83.). Mit einem schönen Konter besiegelte die Heimelf die fünfte Niederlage für die Hamburger. Walcott legte für Julio Baptista auf, der per Kopf für die Entscheidung sorgte (88.).
| FC Arsenal |
|---|
| Hamburger SV |
|
0:1
van der Vaart (4., Rechtsschuss, Mahdavikia)
1:1
van Persie (52., Rechtsschuss, Fabregas)
3:1
Julio Baptista (88., Kopfball, Walcott)
|
Gelbe Karten |
