Levski verpasst den Einzug in den UEFA-Cup und bleibt Tabellenletzter
Levski Sofia musste sich in Bremen mit 0:3 geschlagen geben. Zwei Änderungen nahm Trainer Stanimir Stoilov vor: Zwischen die Pfosten kehrte Petkov (nach Daumenverletzung) für Mihajlov zurück. Zudem spielte Domovchijski für Telkijski von Beginn an.
Im Vergleich zum letzten Auftritt in der Champions League (2:2 gegen Chelsea) musste Trainer Frank Rijkaard auf Messi (Fußbruch) verzichten, der durch Iniesta ersetzt wurde. Die linke Abwehrseite nahm Sylvinho ein, Giuly besetzte das rechte Mittelfeld. Van Bronckhorst und Xavi nahmen auf der Bank Platz.
Es ging gleich munter los im Vasil-Levski-Stadion. Die erste Chance war für die Gastgeber reserviert: Yovov setzte sich auf dem linken Flügel gegen Zambrotta durch, traf aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz (4.). Die Antwort der Katalanen folgte prompt. In der 5. Minute flankte Zambrotta von rechts ins Sturmzentrum. Gudjohnsen legte per Kopf ab auf Giuly, der freistehend aus elf Metern mit einem Flachschuss einnetzte.
Die Bulgaren reagierten jedoch keineswegs geschockt und zeigten den Willen, die Minimalchance auf den UEFA-Cup, wofür ein Sieg gegen Barça nötig gewesen wäre, zu wahren. Ohne Ehrfurcht vor dem großen Namen stürmte Levski drauf los, blieb aber im Abschluss zu ungefährlich. Barcelona konzentrierte sich in dieser Phase auf die Defensive und bemühte sich, den Gegner nicht allzusehr zur Entfaltung kommen zu lassen.
Erst in der 29. Minute tauchten die Katalanen wieder aussichtsreich vor dem Tor der Gastgeber auf. Nach einem feinen Pass von Ronaldinho musste Keeper Petkov Kopf und Kragen riskieren, um vor dem heranstürmenden Iniesta zu klären. Auf der anderen Seite strich ein Fernschuss des Ex-"Löwen" Borimirov nur knapp am Tor von Victor Valdes vorbei (31.).
Bis zur Pause entwickelte Barça wieder mehr Druck. Sylvinho verpasste es, den besser postierten Gudjohnsen zu bedienen (37.), der Schuss des Brasilianers brachte keine Torgefahr. Deco hätte nach einer Überzahlsituation hingegen selbst abschließen müssen, sein Querpass auf Gudjohnsen wurde abgefangen (44.).
Nach Wiederanpfiff knüpfte die Rijkaard-Truppe dort an, wo sie in Hälfte eins aufgehört hatte: Gudjohnsen traf aus 16 Metern das Leder nicht voll (48.), kurz danach scheiterte der Isländer im Eins gegen Eins an Keeper Petkov. Auch Giuly fand beim Nachschuss seinen Meister im Levski-Schlussmann.
In der 64. Minute war der Widerstand der Bulgaren gebrochen: Deco wurde nicht früh genug attackiert, seinen 20-Meter-Schuss konnte Petkov nicht festhalten. Letztlich war es Iniesta, der ein feines Näschen bewies und zum 2:0 abstaubte.

Sofia zeigte in der Folgezeit nicht mehr den Willen, die Partie noch zu drehen, wirkte nach der Drangphase der Gäste verunsichert. Der Tabellenführer der spanischen Primera División hätte das Ergebnis durchaus in die Höhe schrauben können, zeigte aber im Abschluss nicht mehr die nötige Konsequenz. Gudjohnsen rutschte nach einer Hereingabe von Ronaldinho knapp am Leder vorbei (78.), Ezquerro scheiterte aus kurzer Distanz an Petkov (85.).
Der FC Barcelona muss am letzten Spieltag im Nou Camp gegen Bremen gewinnen, um das Achtelfinale noch erreichen zu können. Levski steht punktlos auf dem letzten Platz und muss seine Hoffnungen um den Einzug in den UEFA-Cup begraben.