Der FC Barcelona bot zum Heimauftakt in der Champions League gegen Levski Sofia fünf offensive Kräfte auf. Neben Stoßstürmer Eto'o sollten Ronaldinho und Iniesta das Spiel ankurbeln, dahinter brachte Trainer Frank Rijkaard noch Deco und Giuly. Der Argentinier Messi, der beim Ligaauftakt gegen Osasuna zum 3:0-Endstand traf, blieb zunächst draußen.
Auf Seiten der Bulgaren stand der ehemalige Bundesliga-Spieler Daniel Borimirov (1860 München) in der Startelf. Trainer Stanimir Stoilov stellte den Routinier auf die rechte Halbposition im Mittelfeld.
Der amtierende Titelverteidiger der "Königsklasse" ließ von der ersten Sekunde an die Bulgaren spüren, dass es für sie ein ungemütlicher Abend werden könnte. Mit unglaublich viel Tempo bestürmte die Rijkaard-Elf das Tor von Keeper Petkov. Belohnt wurde der Angriffswirbel schon nach sieben Minuten: Ronaldinho war auf seiner linken Seite durchgebrochen und legte zurück zu Eto'o. Der Kameruner leitete den Ball direkt weiter an Iniesta, der aus 18 Metern mit einem satten Flachschuss das Führungstor für die Katalanen erzielte.
Nachdem Deco eine weitere Großchance vergeben hatte (12.), machte sich Levski langsam auf, auch nach vorne zu spielen. Freilich gaben die Bulgaren ihre prinzipiell defensive Grundausrichtung nicht auf. Einigen guten Zuspielen auf die einzige Spitze Angelov fehlte zwar noch die Präzision, doch zeigten sie auf, dass die Barca-Abwehr durchaus verwundbar war.
Große Chancen sprangen für die Bulgaren allerdings nicht heraus. Ab der 30. Minute setzte ein heftiger Regenguss ein, auf den sich die Mannschaften erst ein wenig einstellen mussten. Freilich kam der glitschige Rasen den feinen Technikern von Barca mehr entgegen, so dass es ab der 35. Minute wieder Richtung Sofia-Tor ging. Eine traumhafte Kombination über Eto'o und Giuly schloss der Franzose schließlich mit dem 2:0 ab, nachdem er den Steilpass des Kameruner erlief und aus 13 Metern eiskalt vollstreckte.
Mit dieser verdienten 2:0-Führung für die Katalanen ging es in die Kabinen.
Kaum waren beide Mannschaften wieder auf dem Rasen, stand es auch schon 3:0. Ronaldinho hämmerte den indirekten Freistoß an den kurzen Pfosten, und Defensivmann Puyol staubte aus kürzester Distanz ab - 3:0 für Barcelona (49.).
Damit war das Spiel natürlich gelaufen. Die Katalanen ließen in der Folge den Ball und Gegner geschickt laufen. So war es dem überragenden Eto'o vorbehalten, mit einem sensationellen Solo gegen vier bulgarische Abwehrspieler das 4:0 zu erzielen (59.). Den Schlusspunkt setzte Ronaldinho in der Nachspielzeit mit einem unwiderstehlichen Schlenzer in den Torwinkel (90.+3).
Von Sofia sah man im zweiten Durchgang noch weniger, als im ersten. Ex-Bundesliga-Legionär Borimirov wurde nach rund einer Stunde ausgewechselt. Auch wenn die Levski-Elf in dieser Verfassung kein echter Prüfstein für den kontinentalen Meister war, so ließen die Katalanen durchaus etwas von ihrer spielerischen Extraklasse aufblitzen.
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3:0
Puyol (49., Rechtsschuss, Ronaldinho)
4:0
Eto'o (58., Linksschuss)
5:0
Ronaldinho (90. + 3, Rechtsschuss)
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Gelbe Karten |
