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Sampdoria Genua

 - 

Werder Bremen

 

n.V. 3:2

Hinspiel: 1:3

Nach Hin- & Rückspiel: 4:5

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Sampdoria Genua
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.












91.
105.


106.
120.

Bremen korrigiert ganz schwache erste Hälfte

Pizarro schießt Werder in die Königsklasse

Genua nutzte in einer intensiven Partie zunächst die eklatanten Abwehrschwächen Bremens zu zwei schnellen Toren und wähnte sich kurz vor Schluss schon in der Champions-League-Gruppenphase. Joker Rosenberg stach in der Nachspielzeit, ehe Pizarro das entkräftete Sampdoria mit seinen immens gefährlichen Spitzen Pazzini und Cassano ins Tal der Tränen stürzte.

Claudio Pizarro
Mühte sich lange Zeit erfolglos, ehe sein Treffer Werder doch noch in die Champions League brachte: Claudio Pizarro.
© imagoZoomansicht

Genuas Trainer Domenico di Carlo musste nach dem verlorenen Hinspiel in Bremen (1:3) auf Gelb-Rot-Sünder Lucchini verzichten. Für den Abwehrmann kam Stankevicius zum Einsatz, des Weiteren ersetzten Dessena und Guberti Tissone und Mannini.

Werder Bremens Coach Thomas Schaaf brachte nach der 1:4-Pleite in Hoffenheim beim Bundesliga-Auftakt am vergangenen Samstag Marin und Wagner für Hunt (Grippe) und den am Oberschenkel verletzten Hugo Almeida.

In Genua ging es ohne großes Abtasten sofort zur Sache. Samp legte bei schwülen Temperaturen ein hohes Tempo vor, die erste Chance hatte aber Prödl per Kopf nach einer Frings-Ecke (4.) - es sollte für längere Zeit die einzige Möglichkeit der Werderaner bleiben.

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Cassano nickte knapp drüber, er gewann das Duell gegen den einen Kopf größeren Mertesacker (7.), und war wenig später Vorbereiter des frühen 1:0: Zusammen mit Ziegler verschaffte sich der Angreifer auf der linken Seite den nötigen Freiraum zur Flanke, die ans rechte Fünfereck flog. Dort stieg Pazzini, allerdings in leichter Abseitsposition, höher als Pasanen und köpfte wuchtig ins kurze Eck ein (8.).

Werder war überhaupt nicht im Spiel, kam nicht in die Zweikämpfe. Dies "bewies" Fritz wenig später eindrucksvoll: Stankevicius brachte einen Freistoß in die Nähe des Elfmeterpunkts, wo Pazzini die Kugel gegen den zu passiven Verteidiger volley nahm und unhaltbar für Wiese ins rechte Eck hämmerte (14.) - der Vorsprung war verspielt, Genua durch das erzielte Auswärtstor bei diesem Spielstand weiter.

Pazzini gewinnt das Luftduell gegen Pasanen
Das 1:0: Paolo Pazzini gewinnt das Luftduell gegen Petri Pasanen.
© picture-allianceZoomansicht

Nach fulminantem Beginn atmeten die Italiener nun durch. Nach und nach verschaffte sich Bremen mehr Anteile, brachte etwas Sicherheit ins eigene Spiel. Noch aber blieb vieles Stückwerk, leichte, zu leichte Ballverluste verhinderten oft den Weg an den gegnerischen Strafraum.

Erst Borowskis Kopfball nach Frings-Ecke brachte etwas Gefahr (24.), Wagners Versuch nach guter Vorarbeit des ansonsten durch viele Ballverluste auffallenden Marin flog aus aussichtsreicher Position weit vorbei (25.). Immerhin schienen die Gäste nun aufgewacht und erzwangen ein gleichverteiltes Spiel, ohne zwingende Möglichkeiten erarbeiten zu können.

Und da waren noch die katastrophalen Abwehrschwächen, die die Schaaf-Schützlinge einfach nicht abstellen konnten: Pazzini kam nach Cassanos Ecke mit zwei schnellen Schritten vollkommen frei zum Kopfball, Fritz rettete gerade noch auf der Linie (40.). Wenig später genügten zwei direkte Passfolgen, und Werders Abwehr war erneut ausgehebelt - Wiese klärte gegen Cassanos Schrägschuss per Fußabwehr (44.).

Champions-League-Qualifikation

Personell unverändert kamen die Kontrahenten aus der Kabine. Werder musste kommen, und Pizarro gab mit einem allerdings zu unplatziertem Kopfball schon mal die Richtung vor (49.).

Dies aber blieb zunächst ein Strohfeuer. Samp ließ sich vorerst nicht hinten reindrängen und kontrollierte das Geschehen fern ab des eigenen Tores. Zudem beschränkten sich die Schützlinge von di Carlo nicht auf das Halten des Ergebnisses, sondern setzten vor allem durch Cassano immer wieder Nadelstiche (59.).

Schaaf reagierte, brachte Arnautovic für den schwachen Borowski (63.). Kaum auf dem Feld, verpasste der Österreicher und auch Wagner Bargfredes Hereingabe nur knapp (64.).

Die Partie, in der Referee Kassai seine Schwierigkeiten mit der Bewertung von Zweikämpfen hatte, kam in die entscheidende Phase. Bremen drängte nun immer mehr, Genua wankte. Mertesacker nickte nach einer Ecke Zentimeter vorbei (70.).

Dann zog sich Wagner eine Kopfwunde zu, wollte mit Turban wieder rein, durfte aber auf Grund des blutbesudelten Trikots nicht. Ein neuer Dress war so schnell nicht zur Hand, Rosenberg kam rein. Zum Glück für Werder, wie sich später herausstellen sollte (72.).

Cassano gegen drei Bremer
Antonio Cassano erzielte das 3:0, ging aber kurz vor Schluss raus.
© picture-alliance

Die Hanseaten gaben alles, drückten aber auf der Suche nach dem entscheidenden Tor zwar unermüdlich, aber ohne Durchschlagskraft. Die Italiener, die erst am Wochenende in die Serie A starten, konnten sich kurz vor Schluss befreien - und Cassano beruhigte die Nerven der heimischen Fans: Semioli, rechts freigespielt, passte scharf in die Mitte, wo Cassano den Ball mit der Hacke aus vier Metern über die Linie bugsierte (85.).

Unverändert brauchte Werder noch ein Tor, um nicht auszuscheiden. Und es gelang: Rosenberg lief quer zum Strafraum, wurde nicht richtig angegriffen und schoss aus 20 Metern durch die Beine von Gastadello aus halbrechter Position trocken ins lange Eck und rettete sein Team in die Verlängerung (90.+3).

Dort waren Frings & Co. gegen das längst auf Reserve laufende Genua am Drücker. Marin, der immer mehr auftaute und von Stankevicius nicht mehr zu kontrollieren war, nagelte das Leder ans Lattenkreuz (93.). Der Blondschopf hatte Lunte gerochen, dribbelte wenig später Richtung Strafraum und nahm Pizarro mit: Eine kluge Entscheidung, denn der Peruaner drosch den Ball aus 22 Metern flach ins rechte Eck (100.).

Die war die Entscheidung, Sampdoria fehlte es sowohl an Kraft als auch Moral, den Schalter mit zwei Treffern noch einmal umzulegen. Die Italiener müssen sich mit der Europa League begnügen, während Bremen ins Millionengeschäft Champions League einsteigt.

Sampdoria muss zum Auftakt der Serie A am Sonntag (20.45 Uhr) vor heimischen Publikum gegen Lazio Rom ran. Am zweiten Bundesligaspieltag trifft Bremen am Samstag um 15.30 Uhr zu Hause auf den 1. FC Köln.

24.08.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Sampdoria Genua
Aufstellung:
Curci (3) - 
Stankevicius (3) , 
Volta (3,5) , 
Gastaldello (4,5)    
Ziegler (3) - 
Palombo (2,5)        
Semioli (3,5) , 
Dessena (4)    
Guberti (4)    
Pazzini (2)        
Cassano (2)        

Einwechslungen:
66. Tissone     für Guberti
73. Mannini (4) für Tissone
90. Pozzi (4) für Cassano

Trainer:
di Carlo
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3) - 
Fritz (4) , 
Mertesacker (3) , 
Prödl (4)    
Pasanen (5)    
Bargfrede (2) , 
Frings (2,5)    
Borowski (5)    
Pizarro (2,5)        
Marin (2,5) - 
Wagner (5)    

Einwechslungen:
63. Arnautovic (3)     für Borowski
72. Rosenberg (2)     für Wagner
79. Boenisch (3,5) für Pasanen


Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Pazzini (8., Kopfball, Cassano)
2:0
Pazzini (14., Rechtsschuss, Stankevicius)
3:0
Cassano (85., Rechtsschuss, Semioli)
3:1
Rosenberg (90. + 3, Rechtsschuss)
3:2
Pizarro (100., Rechtsschuss, Marin)
Gelbe Karten
Sampdoria:
Dessena
(1. Gelbe Karte)
,
Gastaldello
(1.)
,
Palombo
(1.)
Bremen:
Prödl
(1. Gelbe Karte)
,
Arnautovic
(1.)
,
Pizarro
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
24.08.2010 20:45 Uhr
Stadion:
Luigi Ferraris, Genua
Zuschauer:
36536 (ausverkauft)
Spielnote:  2
ein Krimi, erst Genuas wuchtiger Angriffswirbel, dann Bremer Moral und Leidenschaft, ein kurzweiliger Europacup-Abend.
Chancenverhältnis:
7:12
Eckenverhältnis:
7:9
Schiedsrichter:
Viktor Kassai (Ungarn)   Note 5
verlor total die Linie, pfiff nach der Pause unberechenbar, Benachteiligungen auf beiden Seiten, übersah die knappe Abseitsstellung von Pazzini vor dem 1:0.
Spieler des Spiels:
Philipp Bargfrede
Laufstark und ballsicher. Immer auf der Höhe. Der Antreiber bei Werder. Obwohl jung, schon ein Anführer.
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