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05.09.2018, 11:54

Kohfeldt findet lobende Worte nach Debüt des Neuzugangs

Sahin: "Es geht nicht von heute auf morgen"

Trotz der 1:2-Niederlage zeigte sich Nuri Sahin mit seinem Debüt für Werder Bremen durchaus zufrieden. Im Test gegen den FC Emmen am Dienstagabend ließ Trainer Florian Kohfeldt seinen Neuzugang gleich über 90 Minuten ran und fand trotz eines eher blassen Auftritts lobende Worte.

Nuri Sahin
Debütierte am Vorabend seines 30. Geburtstags im Werder-Trikot: Nuri Sahin.
© imagoZoomansicht

Am heutigen Mittwoch feiert Nuri Sahin seinen 30. Geburtstag, ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk konnten seine neuen Mannschaftskameraden ihm allerdings nicht bereiten. Mit 1:2 unterlag Werder bei Sahins Debüt am Dienstagabend gegen den FC Emmen. Eine äußerst unglückliche Niederlage, die auch den Neuzugang von Borussia Dortmund fuchste, wenngleich bei ihm nach Abpfiff die positiven Aspekte überwogen.

"Für mich war wichtig, dass ich 90 Minuten auf dem Platz stehe, damit ich die Jungs kennenlerne und sie mich", erklärte der 52-malige türkische Nationalspieler, der beim BVB unter Lucien Favre zuletzt nicht mehr dem Spieltagskader angehörte. Aus seinen Ambitionen hatte Sahin schon bei seiner Vorstellung am Sonntag keinen Hehl gemacht: "Ich bin im besten Fußballalter und glaube, dass ich noch einiges in petto habe. Deshalb muss ich auf den Platz."

Als ich Philipp Bargfrede von Sahins Transfer erzählt habe, sagte er nur: 'Geil!'Werder-Coach Florian Kohfeldt

Ein Stammplatz soll es also sein, durchaus nachvollziehbar für einen Spieler mit seiner Vita, in der internationale Schwergewichte wie Real Madrid und der FC Liverpool stehen. Der Konkurrenzkampf im Bremer Mittelfeld wird durch Sahin naturgemäß noch einmal deutlich angeheizt, doch für Ellenbogendenken unter den Kontrahenten sorgt dies anscheinend nicht: "Als ich Philipp Bargfrede von Sahins Transfer erzählt habe, sagte er nur: 'Geil!'", berichtete Kohfeldt am Dienstag. Eine durchaus beachtliche Reaktion, schließlich könnten beide Akteure zukünftig um Einsatzzeiten konkurrieren.

Sahin hat andere Vorzüge als Vorgänger Delaney

Bei seinem ersten Auftritt im Werder-Trikot kam Sahin in der anfänglichen Raute im Mittelfeld gleich auf der Sechs, also dem eigentlichen Revier von Bargfrede, zum Einsatz. Seine Fähigkeiten im Spielaufbau ließ er dabei vereinzelt aufblitzen, unter dem Strich blieb er jedoch blass. Von zu viel Zurückhaltung seines Neuzugangs möchte Kohfeldt allerdings nicht wissen. "Da muss ich ihn ein wenig in Schutz nehmen, von Zurückhaltung habe ich nichts gemerkt. Von der Körpersprache ist er kein Thomas Delaney, aber das soll er auch gar nicht sein", erklärt der Bremer Cheftrainer.

Von der Körpersprache ist er kein Thomas Delaney, aber das soll er auch gar nicht sein.Florian Kohfeldt über Nuri Sahin

Zweifellos sind beim spielstarken Sahin die Vorzüge anders verteilt als beim physisch robusteren und auf dem Platz aggressiver auftretenden Delaney. Der Däne überzeugte in seinen eineinhalb Jahren in Bremen vor allem durch Präsenz im Zentrum und eine starke Balleroberung. Fähigkeiten, die ihn letztlich attraktiv für den BVB machten, bei dem Sahin am Ende hintenüberfiel.

Defensiv agiert Werders neue Nummer 17 in einem gänzlich anderen Stil - der Kohfeldt allerdings beim ersten Auftritt gefallen hat. "Er hat ganz viele Bälle gewonnen, aber nicht, indem er aggressiv im Pressing war, sondern indem er die Passwege zugestellt hat. Da ist er äußerst clever." Auch Sahins gutes Auge überzeugte seinen neuen Trainer: "Er hatte einige Aktionen dabei, bei denen zu sehen war, dass er eine Bereicherung ist. Er hat eine Großchance vorbereitet mit einem Ball aus der Tiefe, den ich hier lange nicht gesehen habe."

Bitte um Geduld - gegen Meppen probt Kohfeldt die Dreierkette

Durchaus angetan zeigte sich auch Sahin trotz der Niederlage von seiner neuen Mannschaft: "Die Qualität ist da, wir können Fußball spielen", diktierte er nach Spielschluss in die Notizblöcke. Dass an einen arrivierten Spieler wie ihn wohlweislich auch Erwartungen gehegt werden, ist ihm natürlich bekannt. Dennoch bittet er - nachvollziehbar - um ein wenig Nachsicht und Geduld: "Von heute auf morgen geht es nicht, ich muss erst einmal alle Abläufe kennenlernen. Mit jeder Videoanalyse und jedem Spiel komme ich der Sache näher. Deshalb sind diese Testspiele gut für mich."

Das nächste findet am Samstag gegen den SV Meppen statt. Im Duell mit dem Drittligisten möchte Kohfeldt defensiv mit einer Dreierkette agieren. Im Mittelfeld wird wiederum zweifelsohne Sahin seine Einsatzzeit erhalten, um sich möglicherweise direkt für einen Startelfplatz am kommenden Sonntag gegen Nürnberg zu empfehlen.

Karsten Lübben

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weitere Infos zu Sahin

Vorname:Nuri
Nachname:Sahin
Nation: Deutschland
  Türkei
Verein:Werder Bremen
Geboren am:05.09.1988


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