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03.08.2018, 15:25

Von A bis Z: Der Sportdirektor bezieht Stellung

Hübner: "Wir setzen alles daran, dass Rebic bleibt"

Am Freitagvormittag arbeitete Adi Hütter mit der Mannschaft intensiv im taktischen Bereich. Auf einem verkleinerten Feld ließ er zwei Teams gegeneinander antreten und wieder und immer wieder Angriffspressing üben. Dabei griff er häufig ein, korrigierte und erklärte die Abläufe. Nach der Einheit stellte sich Sportdirektor Bruno Hübner den Medien. Der kicker gibt einen Überblick über die wichtigsten Aussagen.


Aus Frankfurts Trainingslager in Gais (Italien) berichtet Julian Franzke

Ante Rebic:

Ante Rebic
Eintracht Frankfurt kämpft um den kroatischen Vize-Weltmeister Ante Rebic.
© picture alliance

Der Vize-Weltmeister wird nächste Woche in Frankfurt zurückerwartet. Wie es dann weitergeht? Offen. "Ich glaube, dass sich Ante auf die Aufgabe bei Eintracht Frankfurt freut. Aber es müssen natürlich noch Gespräche stattfinden, wie wir mit der Situation umgehen würden, wenn Anfragen kommen sollten", sagt Hübner. Er kündigt zeitnahe Gespräche mit dem Spieler, seinem Management und Hütter an. "Wir werden alles daransetzen, dass Ante bei uns bleibt", bekräftigt Hübner, "er wird mit Sicherheit den Unterschied ausmachen."

Frederik Rönnow:

Der zuletzt an Knieproblemen laborierende Keeper ist schmerzfrei, trainierte bislang aber noch nicht einmal voll mit der Mannschaft. "Eigentlich könnte er komplett mittrainieren. Ich glaube, dass es eine reine Vorsichtsmaßnahme von Moppes (Petz, Torwarttrainer, Anm. d. Red.) ist; er will nichts riskieren", berichtet Hübner. Es sei nicht zwingend notwendig, dass Rönnow im Test gegen SPAL Ferrara am Samstag (16 Uhr in Gais) spiele. Erfreut stellt der Sportdirektor fest: "Wir hatten gedacht, dass es länger dauern würde. Frederik kann zu 90 Prozent alles machen, bei den restlichen zehn Prozent will unser Torwarttrainer nichts riskieren."

Im Moment macht er einen sehr guten Eindruck, der Trainer ist sehr zufrieden mit ihm. Ich glaube, dass Marco seine Chance sieht.Bruno Hübner über Marco Fabian

Marco Fabian:

Bislang hinterlässt der Mexikaner einen guten Eindruck. Es wäre keine Überraschung, sollte er gegen Ferrara anstelle von Francisco Geraldes in der Startelf stehen. Die Zukunft des offensiven Mittelfeldspielers ist aber weiterhin unklar. Da Fabians Vertrag am 30. Juni 2019 ausläuft, müsste die Eintracht mit ihm verlängern oder ihn verkaufen, um einen ablösefreien Abgang zu vermeiden. "Marco kam nicht zu den Spieleinsätzen, die er sich selbst gewünscht hat. Dann kommst du in ein Fahrwasser, dass du dich auch mal verändern möchtest", erklärt Hübner. Wenn Fabian auf die Eintracht zukäme und die Ablöse stimme, könne man über einen Wechsel diskutieren. Der Sportdirektor konstatiert aber auch: "Im Moment macht er einen sehr guten Eindruck, der Trainer ist sehr zufrieden mit ihm. Ich glaube, dass Marco seine Chance sieht." Klar ist: Schafft es Fabian, an seine Form früherer Tage anzuknüpfen, ist er für die Eintracht ein großer Gewinn und eigentlich unverzichtbar.

Francisco Geraldes:

Viele Außenstehende waren überrascht, dass die Eintracht den Mittelfeldspieler von Chaos-Klub Sporting Lissabon ohne Kaufoption ausgeliehen hat. Denn eigentlich wollten sich die Verantwortlichen nicht mehr auf solche Deals einlassen. Jetzt klärt Hübner auf: "Das Präsidium bei Sporting arbeitet kommissarisch und wird noch neu gewählt. Da will im Moment keiner Entscheidungen treffen. Aber wir haben die Zusage, dass wir, was die Kaufoption anbelangt, eine Lösung herbeiführen werden, wenn das Präsidium endgültig die Verantwortung übernommen hat."

Die ausgemusterten Spieler:

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Marc Stendera, Branimir Hrgota, Daichi Kamada und Nelson Mandela Mbouhom trainieren zurzeit in Frankfurt unter Marco Pezzaiuoli - sportlich sind sie bei der Eintracht ohne Perspektive. Laut Hübner gibt es für keinen aus dem Quartett eine konkrete Anfrage. Der Sportdirektor will sich nicht festlegen, ob Stendera und Co. ab nächster Woche in Frankfurt wieder mit der Mannschaft trainieren werden: "Das werden wir entscheiden, wenn wir zurückkommen. Fakt ist, dass du mit so einem großen Kader nicht so effektiv trainieren kannst. Du musst irgendwann deine Formation finden und die Aufmerksamkeit auf die Spieler lenken, mit denen der Trainer die Saison spielen will." Das klingt nicht so, als würden die fürs Trainingslager ausgemusterten Profis noch einmal ins Mannschaftstraining integriert werden.

Die sportliche Situation:

"Ich habe gefühlt 100 Trainingslager mitgemacht. Daraus etwas abzuleiten ist unheimlich schwer", meint Hübner. Einige Atemzüge später wurde er noch deutlicher: "Zu diesem Zeitpunkt kannst du nie ableiten, wie die Saison laufen wird. Das wäre fatal." Der Trainer sei mit vielen Dingen schon zufrieden. Leicht ist die Aufgabe für Hütter allerdings nicht, das weiß auch der Sportdirektor. "Wenn es so einfach wäre, hätte ich ihn nicht als Trainer gebraucht, dann hätte ich es selbst machen können. In Bern hat er auch nicht das vorgefunden, was er zum Schluss hatte. Um die Mannschaft zu diesem Erfolg zu führen, brauchte er drei Jahre. So lange wollen wir natürlich nicht warten. Obwohl: Wenn ein Meistertitel herauskommt, kann man auch drei Jahre warten", sagt Hübner mit einem Grinsen im Gesicht. Hütter müsse noch überlegen, ob er "die neue Spielphilosophie zu 100 Prozent gleich umsetzt oder einen Zwischenschritt macht". Zu Vorgänger Niko Kovac sieht Hübner viele Parallelen: "Das sind Trainer, die einen hohen Anspruch haben, hoch motiviert sind, sich hohe Ziele setzen und sehr akribisch arbeiten. Adi Hütter sieht alles und spricht das an."

Seine Vertragssituation:

Bruno Hübner
Eintracht Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner bezog zu den wichtigsten Themen bei der SGE Stellung.
© picture allianceZoomansicht

Die Kontrakte der Vorstände Fredi Bobic und Axel Hellmann laufen nach der Saison ebenso wie der von Hübner aus. Der Aufsichtsrat wird womöglich schon in der kommenden Woche die Vertragsverlängerungen der Vorstände verkünden. Es ist anzunehmen, dass Bobic anschließend auch Hübners Vertrag verlängern wird; das ist nicht die Aufgabe des Aufsichtsrats. Gespräche mit ihm habe es noch keine gegeben, sagt der Sportdirektor und erläutert: "Erst mal müssen die Vorstände ihre Verträge verlängern, das ist auf einem guten Weg. Ich denke, dass beide Seiten wissen, was sie an der Zusammenarbeit haben, das ist immer eine gute Basis." Mit einer zeitnahen Verlängerung ist auch bei Hübner zu rechnen.

Die Gerüchteküche:

Fast stündlich tauchen im Ausland neue Transfergerüchte auf. Hübner stellte klar, dass für Rebic und Jetro Willems keine Angebote vorliegen, außerdem sei an dem in den Niederlanden kolportierten Interesse an Feyenoords Rechtsaußen Steven Berghuis nichts dran.

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weitere Infos zu Rebic

Vorname:Ante
Nachname:Rebic
Nation: Kroatien
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:21.09.1993

weitere Infos zu Rönnow

Vorname:Frederik
Nachname:Rönnow
Nation: Dänemark
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:04.08.1992

weitere Infos zu Fabian

Vorname:Marco
Nachname:Fabian
Nation: Mexiko
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:21.07.1989

weitere Infos zu Geraldes

Vorname:Francisco
Nachname:Geraldes
Nation: Portugal
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:18.04.1995


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