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14.11.2017, 14:00

Französische Spieler kommen gerne in die Bundesliga

Reizvolles Ziel: "Deutschland hat unsere Zukunft in der Hand"

Die Bundesliga ist für französische Talente ein reizvolles Pflaster. 19 Franzosen wurden in dieser Saison im deutschen Oberhaus bereits eingesetzt. Nun widmete die "L'Equipe" diesem Thema ihre Titelgeschichte - und auch Nationaltrainer Didier Deschamps war voll des Lobes.

Franzosen in der Bundesliga: Der Mainzer Abdou Diallo, Bayerns Kingsley Coman, Dortmunds Dan-Axel Zagadou und Gladbachs Michael Cuisance (v.l.).
Franzosen in der Bundesliga: Der Mainzer Abdou Diallo, Bayerns Kingsley Coman, Dortmunds Dan-Axel Zagadou und Gladbachs Michael Cuisance (v.l.).
© imagoZoomansicht

Borussia Dortmund war für ihn nur eine Durchgangsstation, daraus hat Ousmane Dembelé nie einen großen Hehl gemacht. Für das französische Talent war die Bundesliga nicht das große Ziel, er wollte von Anfang an zum noch "heißeren" FC Barcelona. Für viele seiner jungen Landsleute ist das anders. "Deutschland", schrieb die Sporttageszeitung "L'Equipe" am Montag groß auf ihrem Titel, "hat unsere Zukunft in der Hand."

Beispielsweise die von Abdou Diallo (21, Mainz 05), jene von Jean-Kevin Augustin (20), Dayot Upamecano (19) und Ibrahima Konaté (18, alle RB Leipzig), von Dan-Axel Zagadou (18, Dortmund) oder Michael Cuisance (18, Gladbach). Dabei nicht vergessen werden dürfen Sebastien Haller (23, Frankfurt), Sehrou Guirassy (21, Köln) und Corentin Tolisso (23, Bayern München), der teuerste Einkauf der Bundesliga-Geschichte. Viele von ihnen kamen im vergangenen Sommer nach Deutschland - keiner von ihnen ist älter als 23. Amine Harit (20, Schalke 04) gehörte auch in diese Kategorie, hat sich inzwischen aber für Marokko entschieden.

Deschamps: "Die Bundesliga ist hervorragend"

"Ich finde, dass die Bundesliga hervorragend ist", sagte Frankreichs Nationaltrainer Deschamps vor dem Duell mit Deutschland in Köln am Dienstagabend (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de): "Ich denke auch an Kingsley Coman, der beim FC Bayern spielt, wo immer Druck ist, wo viel gefordert wird. Das ist eine gute Sache. Sie entwickeln sich in Deutschland weiter, haben hohe Anforderungen, Tag für Tag." Benjamin Pavard (21) vom VfB Stuttgart ist so gerade erst Nationalspieler geworden.

Die Ausbildung der Bundesligisten genießt einen exzellenten Ruf. Deutschland bietet eine Chance, aufzusteigen und danach noch halbwegs in Ruhe zu reifen, bevor es beispielsweise in die von Stars überflutete Premier League oder zu den ganz großen spanischen Vereinen geht.

Diallo, der junge Mainzer, sieht das Modell Bundesliga nüchtern. "Wenn die Qualität stimmt, zeigen die Deutschen Interesse, und sie haben die Mittel, uns zu verpflichten", so der Innenverteidiger, der aus Monaco gekommen war. Beim FSV, berichtet er, "haben sie nicht gesagt, wir wollen dich, weil du jung bist, sondern: Wir wollen dich, weil du spielen sollst."

Was schwer fällt? "Die Disziplin, die Strenge"

Selbstverständlich sei Deutschland "nicht das Paradies auf Erden". Das liege an der Sprachbarriere, der Kälte - und auch am größten Unterschied, den er ausgemacht hat: "Die Disziplin, die Strenge. Hier wagt es kein Spieler, über Trainingszeiten, Masseure oder andere Mitarbeiter zu diskutieren."

Die deutschen Vereine bedienen sich gerne im Nachbarland. In Frankreich sind noch Juwelen zu entdecken, feinst geschult in den hervorragenden französischen Nachwuchs-Akademien, beispielsweise in Clairefontaine (bei Paris). Zumal noch zu halbwegs anständigen Preisen. "Donnant, donnant", wie man sagt - geben und nehmen. 19 Franzosen sind übrigens in der laufenden Bundesliga-Saison eingesetzt worden, das bedeutet den dritten Platz hinter Österreich (24) und der Schweiz (23). Zu ihnen gehört auch Franck Ribery, der inzwischen seit zehn Jahren beim FC Bayern spielt. Von wegen nur Durchgangsstation.

msc/sid

L'Equipe: "Deutschland hat unsere Zukunft in der Hand"
Junge Franzosen in der Bundesliga
Pavard, Tolisso, Haller, Diallo, Konaté und Augustin (v.l. oben im Uhrzeigersinn)
Tolisso, Konaté & Co.

In diesem Sommer wechselten auffällige viele Talente aus Frankreich in die Bundesliga. Und die Jungprofis aus der "Grande Nation" hinterlassen ihre Spuren ...
© imago

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zum Thema

weitere Infos zu Deschamps

Vorname:Didier
Nachname:Deschamps
Nation: Frankreich

weitere Infos zu Diallo

Vorname:Abdou
Nachname:Diallo
Nation: Frankreich
Verein:1. FSV Mainz 05
Geboren am:04.05.1996

weitere Infos zu Augustin

Vorname:Jean-Kevin
Nachname:Augustin
Nation: Frankreich
Verein:RB Leipzig
Geboren am:16.06.1997

weitere Infos zu Konaté

Vorname:Ibrahima
Nachname:Konaté
Nation: Frankreich
Verein:RB Leipzig
Geboren am:25.05.1999

weitere Infos zu Zagadou

Vorname:Dan-Axel
Nachname:Zagadou
Nation: Frankreich
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:03.06.1999

weitere Infos zu Cuisance

Vorname:Michael
Nachname:Cuisance
Nation: Frankreich
Verein:Bor. Mönchengladbach
Geboren am:16.08.1999

weitere Infos zu Haller

Vorname:Sebastien
Nachname:Haller
Nation: Frankreich
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:22.06.1994

weitere Infos zu Tolisso

Vorname:Corentin
Nachname:Tolisso
Nation: Frankreich
Verein:Bayern München
Geboren am:03.08.1994

weitere Infos zu Pavard

Vorname:Benjamin
Nachname:Pavard
Nation: Frankreich
Verein:VfB Stuttgart
Geboren am:28.03.1996

weitere Infos zu Dembelé

Vorname:Ousmane
Nachname:Dembelé
Nation: Frankreich
Verein:FC Barcelona
Geboren am:15.05.1997


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