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24.02.2016, 17:20

Zwischen Fortuna und Fürth: Club im Terminstress

Weilers Vorfreude, Bornemanns Unmut

Zwei Tage sind es noch bis zur Mutter aller Derbys. Am Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) empfängt der 1. FC Nürnberg die SpVgg Greuther Fürth zum 260. fränkischen Duell. Während bei Torjäger Guido Burgstaller und Trainer René Weiler die Vorfreude auf ein "spezielles Spiel mit viel Prestige" (Weiler) überwiegt, ärgert sich Sportvorstand Andreas Bornemann derweil über die Terminansetzungen für den Club seitens der Deutschen Fußball-Liga (DFL).

René Weiler und Andreas Bornemann (rechts)
In regem Austausch: Club-Coach René Weiler und FCN-Sportvorstand Andreas Bornemann.
© picture allianceZoomansicht

Knapp 92,5 Stunden. So viel Zeit bleibt dem 1. FC Nürnberg zwischen dem Abpfiff des Montagabendspiels in Düsseldorf (1:1) und dem Anstoß gegen die SpVgg Greuther Fürth am Freitagabend. Club-Coach René Weiler sprach auf der Pressekonferenz am Mittwoch deshalb zu Recht von einer "kurzen Woche" - zumal der FCN-Tross erst am Dienstag um 4 Uhr von seinem Trip in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens zurückkehrte. Das Duell gegen die Fortuna sei sowohl von den Platzverhältnissen als auch vom Spielgeschehen "sehr intensiv" gewesen, berichtete der Eidgenosse. Damit seine Spieler pünktlich zum 260. fränkischen Derby "vom Kopf und Körper her wieder frisch" sind, gehe es in der vergleichsweise kurzen Zeit zwischen Montag und Freitag vor allem um eines: "aktives Regenerieren". Heißt im Klartext: "Die Trainingsintensität in dieser Woche ist geringer als sonst", so der 42-Jährige.

Vorstand Sport beklagt Ansetzungen der DFL

Während Weiler eine zu hohe Belastung seiner Spieler also über die Inhalte der einzelnen Übungseinheiten zu steuern versucht, verschaffte Sportvorstand Andreas Bornemann in einer kleinen Gesprächsrunde nach der PK seinem Unmut über die Terminhatz des FCN Luft. Dass der Club vier Spiele in zwölf Tagen absolvieren muss, gefalle ihm gar nicht, beklagt der 44-Jährige die Ansetzungen der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Nach dem Duell gegen den Stadtnachbarn geht es für den Tabellendritten am Dienstag (17.30 Uhr) nach Sandhausen, ehe am Freitag übernächster Woche das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern ansteht.

Dass die Aufstiegskonkurrenten Freiburg und Leipzig für dieselbe Anzahl von Spielen vier respektive sogar sechs Tage mehr Zeit haben, störe ihn dabei weniger, so Bornemann. Vielmehr müsse man auf den Terminplan der direkten Gegner achten. Und der sieht nun mal zwei ganze Tage mehr Regenerationszeit für die SpVgg Greuther Fürth vor. Anders als der Club war das Kleeblatt nicht erst am Montag-, sondern schon am Freitagabend (1:1 zu Hause gegen Schlusslicht MSV Duisburg) zuletzt im Einsatz. Für das Derby erwartet Bornemann noch keine sicht- und spürbaren Auswirkungen - vier Tage später in Sandhausen, so die Befürchtung des Vorstands Sport, aber könne der Kräfteverschleiß schon eine Rolle spielen.

Burgstaller: "Das ist schon etwas Besonderes"

Aktuell steht beim FCN aber einzig und allein das Derby gegen den Stadtrivalen im Fokus. "Ein spezielles Spiel mit viel Prestige", blickt Weiler dem Freitag voller Vorfreude entgegen. Genauso geht es Club-Stürmer Guido Burgstaller, der - obwohl in den drei vergangenen Partien ohne Treffer geblieben - weiterhin der Top-Torjäger (neun Treffer, kicker-Notenschnitt: 3,23) der Nürnberger ist. Der Österreicher freut sich vor allem über das mit bisher 46.000 verkauften Karten fast ausverkaufte Grundig-Stadion: "Vor so vielen Zuschauern zu spielen, ist schon etwas Besonderes", erzählt der 26-Jährige dem kicker. "Das macht Spaß und sorgt für Extra-Motivation", freut sich Burgstaller auf eine stimmungsvolle Kulisse.

Vor einer solchen will Nürnberg am Freitag den ersten Derbysieg seit über sieben Jahren (23. November 2008) feiern. Gelingt das Vorhaben, dürfte sich Bornemanns Unmut erst einmal in Luft auslösen - und Weiler sich auf die Schultern klopfen, in Sachen Trainingssteuerung alles richtig gemacht zu haben. Trotz nur knapp 92,5 Stunden.

Fabian Istel

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