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17.04.2013, 16:06

Diskussion um spanische Verhältnisse

Hoeneß sorgt sich um die Liga: "So ist es nicht in Ordnung"

Herrschen in der Bundesliga bald spanische Verhältnisse? Die Diskussion, die Uli Hoeneß am Montag im kicker angestoßen hat, geht weiter. Nach dem DFB-Pokal-Halbfinale gegen Wolfsburg (6:1) verdeutlichte der Bayern-Präsident seine Sorgen um die Bundesliga und bekräftigte, dass es Redebedarf gebe. Doch die Liga reagiert zurückhaltend.

Uli Hoeneß
Hat "kein Patentrezept", würde aber gerne über die drohende Zweiklassengesellschaft in der Liga sprechen: Uli Hoeneß.
© imagoZoomansicht

Das waren noch Zeiten. "Wenn wir zu Rot-Weiss Essen gefahren sind", erinnerte sich Uli Hoeneß am Dienstagabend, "mussten wir uns warm anziehen. Das waren Fights bis zum Geht-nicht-mehr. Oder in Kaiserslautern: Da fuhren wir mit sechs Nationalspielern hin und haben trotzdem 4:7 verloren." In der Bundesliga galt das Prinzip "Jeder kann jeden schlagen". Gilt es nun, nach 50 Spielzeiten, immer noch?

Die Jubiläumssaison lässt Zweifel aufkommen. Da schießt der FC Bayern den Europa-League-Aspiranten Hamburger SV mit 9:2 ab. Borussia Dortmund führt mit einer 1B-Elf in Fürth zur Pause mit 5:0, Nürnberg geht gegen die zweite Münchner Garde mit 0:4 unter. Im vierten Jahr in Folge heißt der Deutsche Meister Bayern oder Dortmund, der Rest der Liga kämpft bestenfalls um Platz drei.

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Ist das ein Ausrutscher oder mehr? Eine Momentaufnahme oder nur der Anfang spanischer Verhältnisse? In der Primera División machten seit 2004 (FC Valencia) der FC Barcelona und Real Madrid den Meistertitel unter sich aus. In der Abschlusstabelle 2011/12 hieß es: Real 100 Punkte, Barça 91 - Valencia 61. Real 121 Tore, Barça 114 - Valencia 59.

Ein Ungleichgewicht, das Hoeneß auf lange Sicht auch für die Bundesliga befürchtet, das ihn schon länger beschäftigt und über das er in der Montagsausgabe des kicker erstmals öffentlich sprach: "Es gibt ein großes Leistungsgefälle in der Liga. Das kann uns nicht recht sein. Wir müssen analysieren, warum das so ist."

Was jetzt noch Spaß macht, könnte schon bald auf Desinteresse stoßen

Hoeneß will reden; mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, aber auch mit anderen. "Vielleicht sehe ich das auch überspitzt", sagte der 61-Jährige nun am Dienstagabend. "Man muss herausfinden, ob es überhaupt die Notwendigkeit gibt, etwas zu verändern. Aber mein Bauch sagt mir, dass im Moment nicht alles in Ordnung ist, wie es in der Bundesliga ist." Seine Sorge: Was jetzt noch Spaß macht - Kantersiege, Rekordjagden, Torfestivals -, könnte schon bald langweilig werden, auf Desinteresse stoßen und sich negativ auf Besucherzahlen und Einschaltquoten auswirken. Hoeneß hat das Ganze im Blick.

"Ich finde schon, dass wir uns Gedanken machen müssen, dass die oberen zwei, drei Klubs nicht total davonlaufen, dass die anderen mithalten", fordert er, räumt aber ein: "Ich habe auch kein Patentrezept." Er sei der Meinung, "dass die großen Vereine zurückstecken müssen, auch wenn sich dadurch im internationalen Vergleich Probleme ergeben".

In Spanien sind viele Vereine verschuldet. Bei so einer Verteilung der Gelder ist das aber auch extrem schwierig.Uli Hoeneß

Sprich: Die Zentralvermarktung ist ein heiliges Gut. "Es ist wichtig, dass alle in der Bundesliga solidarisch sind. Da werden auch wir weiter unseren Beitrag leisten", verspricht Hoeneß, wohlwissend, dass sein Klub bei einem Modell wie in Spanien viele Millionen mehr erhalten würde. "In Spanien sind viele Vereine verschuldet. Bei so einer Verteilung der Gelder ist das aber auch extrem schwierig." Barcelona und Real bekämen "alleine 100 Millionen Euro durch die TV-Vermarktung". Dies müsste man in Deutschland eben "durch andere Aktivitäten im Sponsoren- und Merchandisingbereich auszugleichen" versuchen.

Bayern und Dortmund kassieren 30 Prozent des Liga-Gesamtumsatzes

Zweiklassengesellschaft trotz Zentralvermarktung - das ist schon heute das Risiko in der Bundesliga. Der FC Bayern wird in dieser Saison allein aus der zentralen Vermarktung von UEFA, DFL und DFB über 100 Millionen Euro einnehmen, Dortmund, ebenfalls im Champions-League-Halbfinale, nahe an diese Hausnummer kommen. Vom Gesamtumsatz der Liga in Höhe von 650 Millionen Euro entfallen 30 Prozent auf FCB und BVB. In Spanien kassieren Barça und Real von allen Einnahmen zwar den doppelten Anteil, 60 Prozent. Doch die Lücke in Deutschland klafft zunehmend auseinander.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Zweifler Heldt, Egoist Sammer: Das sagt die Liga
 
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