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29.11.2012, 11:11

Freiburg: Rosenthal vor Vertragsverlängerung

Streich: "...weil wir klein sind"

Freiburgs Trainer Christian Streich ist keiner dieser glattgebürsteten Allerweltmenschen, gerne wird er als kauzig beschrieben. Er ist ein Typ der auffällt im Bundesligageschäft, obwohl er genau das nicht will. Nach dem Spiel gegen die Bayern, das sein Sportclub nach großem Kampf mit 0:2 verlor, fiel es dem Coach sichtbar schwer, nicht zu explodieren, es brodelte in ihm. Er fühlte sich vom Schiedsrichter benachteiligt und wusste auch warum.

Fallou Diagne und Coach Christian Streich
Kein Verständnis: Coach Christian Streich ärgert sich über den Platzverweis für Fallou Diagne.
© picture allianceZoomansicht

Die Schlüsselszenen des Spiels fanden allesamt in der Anfangsphase statt. In der elften Minute hatte Oliver Sorg aus kürzester Distanz den Ball an die Hand bekommen. Schiedsrichter Florian Meyer gab Elfmeter, Thomas Müller verwandelte. Vertretbar. Eine Viertelstunde später spielte sich auf der anderen Seite eine vergleichbare Szene ab, die sich nur dadurch unterschied, dass Javi Martinez die Hand weniger hoch hielt, als sie den Ball berührte. Kein Pfiff. Zudem musste in der 18. Minute Fallou Diagne mit Rot vom Platz, nach seiner Notbremse gegen Xherdan Shaqiri eine richtige Entscheidung. Er wurde vom DFB für zwei Spiele gesperrt.

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Doch Streich ärgerte sich. Bereits beim 0:2 gegen Dortmund fühlten sich die Freiburger benachteiligt - zu Recht. Streich verkniff sich kritische Bemerkungen weitestgehend. Am Mittwochabend brodelte es aber beim 47-Jährigen, er war offensichtlich kurz davor zu explodieren. "Alle zwei Wochen werde ich zu den kniffligen Szenen gefragt. Und immer kann, kann, kann. Bei uns immer Elfmeter, weil wir sind klein. Wir respektieren das. Ich sage nichts zu den Schiedsrichter-Entscheidungen. Das sind alles nur Menschen", sagte er gegenüber dem Bezahlsender "Sky", legte aber sogleich nach: "Sie halten es nicht aus offensichtlich. Es ist okay, wir respektieren es total, kein Problem."

Auf die Frage, ob er sich nochmal die strittigen Szenen anschauen möchte, entgegnete er: "Ich will gar keine Szene mehr sehen. Ich muss mir alle zwei Wochen das Zeugs anschauen, da geht es immer in die Richtung. Ich sage gar nichts, alles okay. Wir kämpfen wie die Löwen bis zum Ende."

So einmal in Rage witterte er gar eine Verschwörung gegen seinen Verein. "Egal wer da will, dass wir woanders hingehen. Wollen wir doch mal schauen, ob wir absteigen, wollen wir doch mal schauen, ob wir in die 2. Liga absteigen." Doch die Gefahr besteht derzeit nicht. Freiburg hatte zuletzt das Derby gegen Stuttgart (3:0) und in Hannover (2:1) gewonnen und mit 19 Punkten eine ausgeglichene Bilanz.

Rosenthal hat neuen Vertrag in Aussicht

Jan Rosenthal
Hat nur noch bis Sommer Vertrag: Freiburgs Jan Rosenthal.
© picture alliance

Die guten Leistungen waren zuletzt auch ein Verdienst von Jan Rosenthal. Mit einer Knieverletzung (Sehnenanriss) ging die Saison los. Mittlerweile hat er sich ins Team gespielt, erzielte bei seinen beiden Startelfeinsätzen gegen Stuttgart und Hannover jeweils ein Tor.

Kein Wunder, dass der SC den im Sommer auslaufenden Vertrag gerne verlängern würde. Sportdirektor Dirk Dufner (44) sagt: "Es gab mit Jan schon das ein oder andere Gespräch. Wir sind in ständigem Austausch und können uns gut vorstellen, mit ihm weiterzumachen. Ich denke, er kann das auch. In den nächsten Wochen wird es sicher noch Gespräche geben." Werden sich beide Seiten einig, könnte es noch vor dem Jahreswechsel zu einer Vertragsunterschrift kommen.

Tabellenrechner 1.Bundesliga
29.11.12
 

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weitere Infos zu Streich

Vorname:Christian
Nachname:Streich
Nation: Deutschland
Verein:SC Freiburg

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weitere Infos zu Rosenthal

Vorname:Jan
Nachname:Rosenthal
Nation: Deutschland
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:07.04.1986

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