
Das gab der Aufsichtsratsvorsitzende Willi Lemke am Freitag bekannt. "Der Vorsitz der Geschäftsführung ist im kaufmännischen Bereich am sinnvollsten verankert, und Klaus Filbry hat Werder bereits strategisch in vielen Bereichen nach vorne gebracht", begründete Lemke die Entscheidung. Filbry war im Januar 2010 vom Sportartikelhersteller Adidas zu Werder gekommen und hat dort unter anderem den Stadionausbau begleitet sowie - so Lemke - "die Sponsoreneinnahmen signifikant gesteigert". Lemke weiter: "Daher beabsichtigt der Aufsichtsrat des SV Werder den Vertrag mit Klaus Filbry vorzeitig bis 2017 zu verlängern."
Filbry zeigte sich erfreut über das Vertrauen des Aufsichtsrates und versprach, der Linie des Vereins treu zu bleiben: "Dieser Verein hat eine klare Positionierung und Philosophie. Wir wollen attraktiven und erfolgreichen Fußball anbieten, sind hanseatisch verlässlich und unaufgeregt, aber auch innovativ und überraschend. Und dieser Linie werden wir weiter folgen!"
Für die Suche nach dem eigentlichen Nachfolger von Allofs will sich Werder noch Zeit lassen. Es handelt sich dabei um einen Geschäftsführer, der zuständig für den Profifußball ist und dem Direktor Baumann zuarbeitet. Bei der Besetzung dieser Position hat Cheftrainer Trainer Thomas Schaaf ein wesentliches Mitspracherecht. Mit Schaaf und Baumann ist nach dem Abgang von Allofs in der Führungsetage die Fußball-Kompetenz schon gut ausgeprägt. Aufsichtsratschef Lemke hatte das Profil für den neuen Manager so umrissen: "Es könnte auch ein Quereinsteiger aus der freien Wirtschaft sein." Doch Trainer Schaaf wird ganz gewiss einen Fußball-Fachmann favorisieren, der Kenntnisse aus der Branche mitbringt.
Hier werden noch verschiedene Optionen ausgelotet, die allerdings größtenteils - wie der zunächst angefragte Ex-HSV-Sportverstand Dietmar Beiersdorfer (jetzt Zenit St. Petersburg) - vertraglich gebunden sind. Lemke: "Wir haben genaue Vorstellungen und sind sehr zuversichtlich demnächst eine intelligente und zukunftsweisende Lösung präsentieren zu können."
Bereits fest steht, dass Frank Baumann ab sofort in der neu geschaffenen Funktion des Direktors Profifußball und Scouting tätig werden und direkt an den zukünftigen Geschäftsführer Profifußball angebunden sein wird. Zudem steht er in engem Austausch mit Cheftrainer Schaaf. Die Fans dürfte die neue Aufgabe für den Ex-Spieler freuen. Sein Nachfolger als Chefscout könnte Stefan Studer werden, der beim FC St. Pauli um die Auflösung seines Vertrages gebeten hat.
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