| Vorname: | Huub |
| Nachname: | Stevens |
| Nation: | Niederlande |
| Verein: | FC Schalke 04 |

S04 legte sehr gut los, hatte durch Fuchs, Afellay und Höwedes in der Anfangsphase gute Möglichkeiten. "Die ersten 17 Minuten waren vielleicht die besten der bisherigen Saison", lobte auch Stevens. Doch dann kam die 18. Minute - und Schalke lag plötzlich zurück. Fehlende Abstimmung zwischen Matip und Neustädter, der den Ball per Kopf über den vorgerückten Innenverteidiger hinweg in den Rücken der Abwehr verlängerte, ermöglichte Arsenal die erste Chance, die Walcott letztlich nutze. "Den muss ich ganz klar auf meine Kappe nehmen", gestand Neustädter ein: "Natürlich wäre es besser gewesen, wenn ich den Ball nicht mit dem Kopf verlängert hätte. Aber ich habe Joel zu spät gehört und bin hingegangen. Es tut mir leid, dass ich die Mannschaft damit aus dem Tritt gebracht habe." Denn das Tor zeigte Wirkung, die "Gunners" legten durch Giroud nach, als Höger eine Podolski-Flanke nicht verhindern konnte (26.).
Gut begonnen und dennoch gegen einen starken Gegner 0:2 hinten. Ein Charaktertest für die Königsblauen, den diese bestanden. "Diesen Schock haben wir gut verdaut und Moral gezeigt", analysierte Stevens. Zum Schlüsselerlebnis wurde dabei Huntelaars Anschlusstreffer: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlug der Torjäger zu und traf damit auch im vierten Champions-League-Spiel dieser Saison. Der "Hunter" schickte sein Team so mit einem positiven Gefühl in die Pause.
„Darauf bin ich auch etwas stolz.“Lars Unnerstall zu seiner Fußabwehr kurz vor Schluss
Mit elanvollem Spiel erarbeitete sich Schalke nach Wiederbeginn einige Möglichkeiten, bis schließlich Farfan den Sturmlauf mit dem 2:2 belohnte (67.). Danach schalteten die Knappen einen Gang zurück, bewusst, wie Kapitän Benedikt Höwedes verriet: "Danach haben wir es ein bisschen ruhiger angehen lassen, weil wir uns nicht noch ein Gegentor fangen wollten, so wie in Hoffenheim." Dennoch wäre es fast zum Déjà-vu gekommen. Walcott tauchte unmittelbar vor Schluss in Schipplock-Manier frei vor Unnerstall auf, doch dieser konnte diesmal per Fußabwehr retten. "Ich freue mich natürlich riesig, dass ich der Mannschaft in der allerletzten Sekunde so helfen konnte", ließ der 22-jährige Schlussmann einen Einblick in sein Innenleben zu: "Darauf bin ich auch etwas stolz." Schließlich war im Vorfeld der Partie überhaupt nicht klar gewesen, dass Unnerstall das S04-Tor hüten würde. Beim 2:3 in Sinsheim hatte er einen nicht unbedingt sicheren Eindruck hinterlassen, sodass auch ein Wechsel zu Timo Hildebrand möglich erschien.
So blieb es beim Unentschieden und bei der Schalker Tabellenführung in der Gruppe B. Unisono bemühten sich dann neben Manager Horst Heldt auch Höwedes und Neustädter darum, das Positive hervorzuheben: Weiterhin habe man alles "selbst in der Hand" und könne in der nächsten Partie "mit einem Sieg über Piräus alles klarmachen". Die Hoffnung auf einen Schalker Sieg äußerte nach der Begegnung auch Arsenals Trainer Arsene Wenger, schließlich sitzen die Griechen seinem Team nach dem 3:1 über Montpellier im Nacken:"Für uns ist alles offen. Wir müssen das kommende Heimspiel gegen Montpellier für uns entscheiden, dann sieht es gut aus."
Zufriedenheit beherrschte also die königsblaue Szenerie, doch zwei dauerhafte Makel brachte auch das Spiel am Dienstagabend mit sich: Mit Atsuto Uchida und Marco Höger schieden gleich zwei Rechtsverteidiger verletzt aus. Eingehende Untersuchungen am Mittwochvormittag bestätigten die ersten Diagnosen: Uchida zog sich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu, Höger eine Syndesmoseverletzung am rechten Sprunggelenk. Beide werden Schalke damit in den kommenden Wochen fehlen. Auf die ungeliebte rechte Abwehrposition dürfte damit wieder Höwedes rücken, der diese Aufgabe bereits am Dienstag nach Högers Ausscheiden übernahm. Auf dem Weg zurück aus dem Lazarett befindet sich hingegen Christoph Metzelder: Der am Montag 32 Jahre alt gewordene Innenverteidiger absolvierte am Mittwoch ein Lauftraining.
| The Sun: | "Schalke hatte Klaas, Arsenal hatte Glück. Viel davon. (...) Ein Team hat gestern Abend Fußball gespielt. Das war nicht Arsenal." |
| The Times: | "Arsenal hat schon viele lächerliche Abenteuer in Europa erlebt, aber eine Kapitulation nach einer Zwei-Tore-Führung war ein neuer Eintrag in Arsène Wengers Buch für Unglücksreisende." |
| The Daily Mirror: | "Theo Walcott führte Arsenal durch eine Achterbahnfahrt der Emotionen (...) Es war schwer, herauszufinden, ob das nun ein positives Ergebnis war oder eine Enttäuschung." |
| The Guardian: | "Girouds Kopfball erschüttert Schalke - aber Arsenal verschenkt einen unbezahlbaren Vorteil." |
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | FC Schalke 04 | 8:5 | 8 |
| 2 | ![]() | FC Arsenal | 7:6 | 7 |
| 3 | ![]() | Olympiakos Piräus | 7:7 | 6 |
| 4 | ![]() | Montpellier HSC | 5:9 | 1 |