Wie wichtig zum Beispiel Pirmin Schwegler für die Eintracht ist, das konnte man in aller Klarheit beim 1:2 in Stuttgart sehen. Der Schweizer Mittelfeldmann musste beim VfB kurzfristig mit Adduktorenproblemen passen, so dass vor allem im ersten Abschnitt die Struktur im Spiel der Veh-Elf verloren ging. Schweglers Ersatzmann Martin Lanig bot bei seinem Ex-Klub zwar eine ordentliche Leistung, doch ist der Schlaks im Gegensatz zu Schwegler weniger mit strategischen Fähigkeiten gesegnet. Deshalb schauten die Verantwortlichen der SGE bei Schweglers Genesungsprozess genau hin, schließlich wollen die Hessen mit dem Kapitän den fünften Sieg im sechsten Heimspiel einfahren.
Neben dem kleiner werdenden Fragezeichen hinter Schwegler macht sich Veh auch Sorgen um den Einsatz von Sebastian Rode, dem zweiten zentralen Mittelfeld-Spieler. Der U-21-Nationalspieler, der auch schon ins Blickfeld von Bundestrainer Joachim Löw geraten und derzeit in Vertragsgesprächen mit der Eintracht ist, laboriert an einer Fußprellung. "Wir gehen davon aus, dass sie spielen können. Aber 100-prozentig sicher ist nichts", sagte Veh am Donnerstag.
Sicher ausfallen wird dagegen der zentrale Innenverteidiger Carlos Zambrano. Der 23-Jährige lieferte sich in Stuttgart mehrere harte Zweikämpfe, einer davon endete für ihn mit einem Zehenbruch. Der Peruaner, der im Sommer vom FC St. Pauli an den Main gelotst wurde, etablierte sich im Deckungsverbund: "Zambrano ist richtig gut geworden", bedauert Veh den nun wohl vierwöchigen Ausfall des Innenverteidigers.
Zambrano wird am Freitag gegen Fürth durch Vadim Demidov ersetzt. Der gebürtige Russe, der für die Länderauswahl Norwegens verteidigt, kam ebenfalls vor Saisonbeginn zu den Hessen, doch brachte der 26-Jährige aus San Sebastian einiges an körperlichem Rückstand mit. Diesen konnte der 1,85-Meter-Mann mittlerweile aufholen, nachdem er das erste Pflichtspiel der Saison (0:3 im im DFB-Pokal in Aue) wie der Rest der Mannschaft ordentlich in den Sand setzte. Dennoch vertraut Veh dem Nachrücker. "Wenn man lange Zeit nicht spielt, fehlt immer ein Stück, aber in der Abwehr ist das nicht so dramatisch wie im Mittelfeld oder vorne", so der Coach, der den Gegner vom Freitag 1997 zusammen mit seinem Assistent Reiner Geyer zurück in die 2. Bundesliga führte.

Apropos "ein Stück" und "dramatisch": Als die Fürther in der vergangenen Runde zum Spitzenspiel in Frankfurt aufkreuzten (0:0), durften die damals 35.500 Zuschauer das "Nicht-Tor des Jahres" bestaunen. Fürths Edgar Prib schob in bester "Frank-Mill-Manier" das Leder aus wenigen Metern an den Pfosten des leeren Tores, bewies aber zumindest nach Schlusspfiff verbale Treffsicherheit: "Jetzt bin ich eine lebende Legende!"
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