
Lorenz-Günther Köstner hat die Fesseln gelöst, der VfL Wolfsburg die "Rote Laterne" im deutschen Oberhaus an die SpVgg Greuther Fürth weitergegeben. Der Interimstrainer konnte sich dabei auf Diego verlassen. Dabei stand das Engagement des Brasilianers bei den Niedersachsen auf der Kippe, Magath wollte nicht mehr zwingend mit Diego zusammenarbeiten.
Der kicker erfuhr aus dem inneren Zirkel des VfL nun eine kuriose Geschichte: Der Spielmacher, der unter Magath in einer schlechten VfL-Mannschaft immer noch zu den Besten gehört hatte, sollte sich für einige Tage in seine Heimat Brasilien verabschieden, um dort über einen Wechsel im Winter zu verhandeln. Der FC Santos hatte zuvor sein Interesse an Diego angemeldet. Der Spieler jedoch lehnte diesen Vorschlag ab. In der Öffentlichkeit wäre dann erklärt worden, Diego sei zur Behandlung einer Verletzung nach Südamerika geflogen.
Der kicker fragte Diego am Sonntag: Was war da los? Der VfL-Regisseur dementierte die Geschichte nicht und sagte: "Das waren schwere Tage für mich, ich wollte und will immer dem Team helfen." Mehr möchte Diego zu den Vorgängen und der vermeintlichen Verletzung offiziell nicht erklären.
Fakt ist, dass Diego nach der Entlassung von Magath gegen Düsseldorf aufdrehte und damit auch die passende Antwort auf eine kuriose Geschichte gab. Der FC Santos wird sich einen anderen Spielmacher suchen müssen. Und Diego kann am Mittwochabend im DFB-Pokal gegen den FSV Frankfurt (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) auch zu Hause dem VfL-Anhang seine Bedeutung für den Bundesligisten unter Beweis stellen.
Magath wird seinen Ex-Klub bestimmt weiterhin verfolgen. Aktuell ist aber vorerst Erholung angesagt. "Ich tue, was tausende Familienväter auch tun - die Herbstferien mit den Kindern verbringen und diese Zeit genießen", ließ er über Facebook wissen. "Trotz anderslautender Gerüchte bin ich nicht abgetaucht." Der 59-jährige hatte nach seinem Aus umgehend das Vereinsgelände verlassen, ohne sich von der Mannschaft zu verabschieden. Auch seine Mobiltelefone hatte er ausgestellt.
Wie es mit ihm beruflich weitergeht, ließ Magath offen. Er hatte stets betont, dass Wolfsburg für ihn die letzte Bundesliga-Station sei und ihn das Ausland reize. Seinen Eintrag beendete er mit den Worten: "Bis bald - darauf könnt Ihr Euch verlassen!" Mehrere tausend Benutzer klickten auf den "Gefällt-mir"-Button.
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