Vier Spiele in der Liga (2 Tore/kicker-Notendurchschnit 2,13), zwei Partien in der Champions League (1/2,75) - Ribery präsentierte sich im Trikot des FC Bayern zuletzt in bestechender Form. Auch im Nationaldress wusste der 27-Jährige zu überzeugen und führte die Franzosen im letzten Spiel mit Blick auf die WM 2014 in Brasilien zu einem 3:1 gegen Weißrussland (1 Tor, 2 Vorlagen). Nun wartet Spanien.
"Wir werden (in Madrid) sehr motiviert und mit viel Siegeswille antreten müssen. Wir werden 90 Minuten lang alles geben und wie Verrückte laufen müssen", meinte Ribéry jüngst im Trainingslager der Bleus in Clairefontaine bei Paris. Zu diesem Zeitpunkt wusste der Offensivmann allerdings noch nicht, dass sein Team gegen Japan beim Test alles andere als überzeugend auftreten und erstmals gegen die Asiaten eine Niederlage einstecken würde.
Es setzte Prügel für die Equipe Tricolore von der heimischen Presse, die nicht daran glaubt, dass Frankreich sich erfolgreich für das EM-Viertelfinal-Aus gegen die "Furja Roja" (0:2) revanchieren kann. "Wir werden in Madrid gut verteidigen und solidarisch sein müssen", gibt sich Ribery kämpferisch. Auf ihm ruhen die Hoffnungen, denn nach seiner Einwechslung gegen Japan 20 Minuten vor dem Ende war der aufgrund von Oberschenkelproblemen zuvor geschonte Ribery der einzige Lichtblick.
Für Deschamps war das 0:1 gegen Japan die erste Niederlage, nachdem er das Amt nach der EM von Laurent Blanc übernommen hatte. "Ich hätte vor dem Spanien-Spiel gern ein positives Ergebnis gehabt, die Niederlage ist schlecht. Aber in Madrid werden wir ohne Druck antreten können, und Fußball ist die einzige Sportart, bei der die schlechtere Mannschaft gewinnen kann", so der französische Nationaltrainer.