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13.10.2012, 15:05

Fürth: Der Klub-Boss im kicker-Interview

Hack: "Die Kritik geht mir auf den Geist"

Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist nach dem siebten Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz angekommen. Die Euphorie aus dem Sommer ist verschwunden, doch Präsident Helmut Hack (63) bleibt noch ruhig und analysiert die Situation bei den Franken.

Helmut Hack
"Wir müssen das Glück noch mehr erzwingen": Fürths Präsident Helmut Hack.
© picture allianceZoomansicht

kicker: Herr Hack, wie viel Spaß macht Ihnen die Bundesliga?

Helmut Hack: Dass wir als Greuther Fürth dabei sind, ist immer noch eine tolle Sache. Und wie wunderbar sich unsere Fans verhalten, ist sensationell. Nur sind wir denen jetzt langsam was schuldig. Wir haben es uns anders vorgestellt, das können wir nicht leugnen.

kicker: Im Sommer waren alle in Fürth noch total zuversichtlich.

Hack: Leichtigkeit, Selbstvertrauen - das alles ist uns etwas verloren gegangen. Wir machen in der Vorwärtsbewegung zu viele Fehler und können nicht genügend Druck auf den Gegner ausüben.

Sararer kommt mit der Liga und mit sich nicht klar.Helmut Hack

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kicker: Und Leistungsträger wie Sercan Sararer hängen durch.

Hack: Zum Glück gehen unsere Leistungsträger selbstkritisch mit sich um. Deswegen geht es bei Fürstner, Prib oder Nehrig auch aufwärts. Von Sercan Sararer dachten wir alle, dass er die Bundesliga erobert. Leider merkt man, dass er momentan mit der Liga und mit sich selbst nicht klarkommt. Wir brauchen seine Fähigkeiten, seine Unberechenbarkeit. Aber wir müssen bei ihm auch mehr Willenskraft und Arbeit für das Team einfordern.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

kicker: Es ist auch für Mike Büskens die erste schwierige Phase als Chefcoach. Wie geht er damit um?

Hack: Er leidet genau wie wir. Wahrscheinlich leidet er sogar am allermeisten. Aber er verfällt nicht in Hektik, das imponiert mir. Er analysiert die Situation ganz ruhig. Er verkörpert die Souveränität und Gelassenheit, die wir brauchen.

kicker: In die Kritik gerät Ihre Einkaufspolitik, weil von den Neuzugängen kaum einer spielt.

Hack: Die Kritik geht mir ehrlich gesagt auf den Geist. Die Neuen können erst reinkommen und helfen, wenn die Alten funktionieren. Wir haben eine gute Mannschaft und es war unsere Aufgabe, die in der Breite zu verstärken. Das haben wir getan. Zoltan Stieber hatte zu Beginn einen Infekt. Er ist auch von der Persönlichkeit her nicht der Stärkste oder der Typ, der jetzt gleich das Ruder an sich reißt. Er muss Zeit bekommen, wie andere, wie Mikkelsen oder Sobiech. Nach sieben Spielen die Einkaufspolitik zu verdammen, kann ich nicht akzeptieren. Stieber hat gegen den HSV gezeigt, dass er helfen kann.

kicker: Wie sehr schmerzt der Bundesliga-Rekord von vier Heimspielen ohne Punkt und Tor?

Hack: Lustig finden wir das natürlich nicht. Wir müssen das Glück noch mehr erzwingen. Schleunigst. Gegen Hamburg waren wir nah dran, weil wir aggressiv gespielt haben und mutig. Wenn wir diesen Weg weitergehen, werden wir belohnt. Es gibt für uns nur diesen Weg.

Interview: Bernd Salamon

13.10.12
 

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