"Wir haben in den letzten Wochen immer ordentlich gespielt, konnten unsere Leistung aber nicht über die gesamte Dauer durchziehen. Das war der nächste Schritt, dass wir es über die gesamte Spielzeit geschafft haben, die Ordnung zu halten und relativ wenig zuzulassen", war auch Kapitän Julian Schuster zufrieden.
Einen Vorwurf musste sich der SC aber gefallen lassen: Die Chancenverwertung war lange Zeit mangelhaft, so stand der Sieg bis in die Schlussminuten noch auf wackeligen Beinen. Streich nimmt seine Angreifer jedoch in Schutz. Angesichts des hohen Laufpensums sei es verständlich, dass im Abschluss zuweilen die Konzentration fehle: "Das Spiel Manchester City gegen Dortmund, das normal 4:6 ausgehen muss, zeigt, dass das auch auf diesem höchsten Level so ist."
Gefahr entstand für die Freiburger meist ohnehin nur nach Standards von Nürnbergs Hiroshi Kiyotake. Bei den neun Eckbällen der Gäste musste die Luft häufig angehalten werden. Genau das hatte der Sportclub eigentlich vermeiden wollen. "Nürnberg hat eine riesige Mannschaft. Keine Ahnung, wie groß die im Durchschnitt sind. 1,90 Meter?", meinte Außenverteidiger Oliver Sorg, der jedoch zufrieden war: "Wir haben uns bei den Standards gut verhalten." Kapitän Schuster sah das ähnlich: "Wir waren sehr diszipliniert und aufmerksam, deshalb haben wir zu null gespielt."
Der Club ist damit weiterhin ein Lieblingsgegner der Freiburger in der Bundesliga: Gegen keine andere Mannschaft, gegen die der Sportclub im Oberhaus so häufig gespielt hat, fällt die Bilanz so positiv aus: acht Siege, vier Remis und nur drei Niederlagen stehen nach 15 Duellen zu Buche. Das letzte Spiel endete in der vergangenen Rückrunde 2:2. Die Torschützen damals wie heute: Cedrick Makiadi und Daniel Caligiuri. Letzterer holte wie schon im April einen Elfmeter heraus, den er selbst verwandelte.
Den dritten Treffer erzielte Marco Terrazzino. Der Neuzugang vom Karlsruher SC kam seit seinem Wechsel im Sommer erstmals in der Bundesliga zum Einsatz - und bedankte sich prompt mit einem Traumtor, als er den Ball aus der zweiten Reihe mit unter die Latte hämmerte.
Erst jetzt wurde im Übrigen bekannt, dass Streich vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro verdonnert wurde: Nach dem Abpfiff der Partie gegen Werder hatte sich der SC-Coach bei Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer vehement über die seiner Ansicht nach zu kurze Nachspielzeit beklagt.