| Vorname: | Dennis |
| Nachname: | Aogo |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Hamburger SV |
| Geboren am: | 14.01.1987 |

Zwei Trainingslager, in Österreich und Südkorea, haben Hamburgs Profis bereits hinter sich. Am Samstag beginnt das dritte Camp dieses Sommers. Eines, das diesen Namen zu Recht trägt - ohne Fußball- und Laufschuhe geht es in die nordschwedische Wildnis. "Man kann es Überlebenscamp nennen", sagt Trainer Thorsten Fink.
Der Chefcoach und Konditionstrainer Nikola Vidovic hatten die Idee bereits vor einiger Zeit, jetzt wird sie erstmals umgesetzt. Mit dem Flugzeug geht es bis Oslo, danach per Bus nach Nordschweden. Bis Montagabend werden sich die Spieler und der Trainerstab, begleitet von Mannschaftsarzt Dr. Philipp Catala-Lehnen und Physiotherapeut Stefan Kliche, in freier Wildnis bewegen, am Dienstag steht der Heimflug an.
Die Handys müssen abgegeben werden, per Kajak und zu Fuß geht es durch Wälder und Flüsse, nachts werden die Zelte aufgebaut. Sanitäre Einrichtungen gibt es nicht, fürs Essen muss der HSV-Tross selbst sorgen. Fink erklärt: "Wir werden zwei Gruppen bilden. Die einen werden sich um Proviant kümmern, das Brot selbst backen, die anderen die Zelte aufbauen. Getrunken wird aus den Seen."
„Ich hoffe, dass nicht alle so sind wie ich, sonst kommen wir nicht mehr zurück.“Dennis Aogo
Das behagt nicht jedem. "Für mich wird es wirklich ums Überleben gehen. Ohne Handy, das ist für mich das schlimmste. Es ist eine Herausforderung", unkt Dennis Aogo auf der HSV-Website. Survival-Erfahrung? Fehlanzeige! "Ich bin die größte Null, was das angeht. Wer überleben will, sollte sich nicht an mich hängen. Ich werde mich an Robert Tesche hängen, weil er Hobbyangler ist und weiß, wie man Fische ausnimmt. Ich hoffe, dass nicht alle so sind wie ich, sonst kommen wir nicht mehr zurück."
Teamkollege Tolgay Arslan will mit einer anderen Qualität punkten: "Ich bin für die Witze zuständig. Das kann ich ganz gut. Den Rest werden dann schon die Jungs machen." Dazu gehört auch Tomas Rincon, dessen Knochenhautreizung am linken Schienbein konservativ behandelt wird und eine sechswöchige Pause nach sich zieht - und der trotzdem mitreisen wird.
Zum HSV-"Häuptling" könnte Stürmer Marcus Berg avancieren, der Schwede kennt sich in seiner Heimat schließlich aus und sagt ganz cool: "Klar kann ich angeln und Fische ausnehmen. Das ist ja nicht so schwer. Ich glaube, dass dieses Überlebenscamp uns weiter zusammenschweißt."
Dieses Ziel verbindet auch Fink mit der ungewöhnlichen Vorbereitungsmaßnahme: "Wir alle werden uns untereinander noch besser kennenlernen. Es ist eine wertvolle Erfahrung, weil wir auch an Grenzen gehen." Ein Problem hinsichtlich der Trainingssteuerung sieht der Coach nicht. "Wir sind ohnehin in einer Phase, in der wir körperlich eine Pause brauchen."