
"Das wird ein Knaller, mit Sicherheit interessant", sagt Doppelweltmeister Vettel, dem selbst am Sonntag die Europa-Premiere 2012 der Formel 1 mit dem Grand Prix von Spanien bevorsteht (LIVE!-Ticker ab 13.45 Uhr bei kicker.de). "Für Dortmund wird es das letzte ernste Spiel der Saison, auf die Bayern wartet danach aber noch das Champions-League-Endspiel. Also will man jetzt auch erst einmal ohne Verletzungen aus dem Pokalfinale rausgehen", glaubt der Red-Bull-Pilot, sieht darin aber nicht zwangsläufig einen Vorteil für die Borussen: "Beide Teams sind hoch motiviert, das ist schließlich der deutsche Pokal. Beide Teams sind auf Augenhöhe, das wird sehr knapp."
Einen echten Tipp gibt der Heppenheimer nicht ab: "Vielleicht entscheidet ein einziges Tor, auch wenn man sich als Zuschauer natürlich mehr wünscht. Und nächstes Jahr kommt Frankfurt, marschiert durch bis zum Pokalfinale und ballert alle weg", gibt der Hesse einen tiefen Einblick, wem seine Sympathien wirklich gehören.
Vettels früherer Mentor, heutiger Freund und Rivale der Rennbahn, Michael Schumacher, erwartet am Samstagabend ebenfalls eine enge Kiste, sieht aber die Borussia leicht vorne. "Augenhöhe nennt man das wohl. Beide haben im Moment Aufwind, trotzdem denke ich, dass Dortmund ein bisschen in der Favoritenrolle ist, weil es für sie das Letzte ist, was es zu erreichen gibt."
Gibt es also den fünften Dortmunder Sieg in Folge gegen den langjährigen Branchenprimus von der Isar? "Bayern muss zweigleisig denken, alleine das könnte ein kleiner Nachteil sein. Die Champions League zu gewinnen, hat vielleicht noch einmal eine andere Priorität als der Pokal", mutmaßt der Mercedes-Pilot. "In den Zweikämpfen, könnte ich mir vorstellen, ist der eine oder andere dann eventuell doch ein bisschen vorsichtiger. Spannend wird's, das ist sicher", sagt der siebenmalige Formel-1-Weltmeister.
Schumachers Herz gehört bekanntlich dem 1. FC Köln, der sich am vergangenen Wochenende mit einem 1:4 gegen den FC Bayern zunächst einmal in die Zweite Liga verabschiedet hat. Das ist auch dem 91-maligen Grand-Prix-Sieger an die Nieren gegangen. "Die Hoffnung stirbt zuletzt, kann man da wohl nur sagen. Der FC nimmt uns immer heftig ran, was die Emotionen betrifft", so Schumacher, der aber auch die Leidensfähigkeit der Kölner Fans kennt: " Vielleicht ist es auch das, was die Fans am FC so lieben."
Für die Zukunft kommt beim Kerpener schon wieder der in Köln übliche Übermut durch: "Ich drücke ihnen natürlich die Daumen, dass sie im nächsten Jahr wieder den Durchmarsch machen. Und im übernächsten dann die Champions League anvisieren . . ."
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