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16.03.2012, 08:41

Nürnberg: Abschied im Sommer nicht ausgeschlossen

Der heikle Fall Pinola

Javier Pinola (29) ist endlich fit, doch nun droht ihm beim 1. FC Nürnberg eine Reservistenrolle.

Javier Pinola
Liebling der Fans, aber derzeit Reservist: Nürnbergs Javier Pinola.
© imagoZoomansicht

Am Dienstag durfte Javier Pinola gegen Bayern ran. Allerdings die aus Alzenau, Letzter der Regionalliga Süd. Spielpraxis für den Linksverteidiger, er führte sein Team als Kapitän zu einem 4:0, fiel weder positiv noch negativ groß auf.

Der Publikumsliebling ist zurück, hat eine Schambeinentzündung auskuriert. Und er brennt auf seinen ersten Erstligaeinsatz seit dem 5. November. "Seit zwei Wochen fühle ich mich richtig super. Ich bin bereit zu spielen", lässt der Argentinier keinen Zweifel. Sein Problem: Trainer Dieter Hecking wird ihn gegen Wolfsburg wie schon in vergangenen beiden Partien wohl auf die Ersatzbank setzen. Statt sich von Pinolas Form zu überzeugen, fuhr Hecking zum Spiel der Bayern gegen Basel, Co-Trainer Dirk Bremser fungierte als Pinola-Informant. "Diese Eindrücke sind nicht entscheidend", begründet Hecking. Aus dessen Sicht wäre es so legitim wie verständlich, Pinola draußen zu lassen.

Winterneuzugang Adam Hlousek (23) leistete sich zu Rückrundenbeginn auf Pinolas Position zwar haarsträubende Stellungsfehler, die wie in Hannover und gegen Dortmund zu Gegentoren führten. Mittlerweile aber hat sich der Tscheche stabilisiert, zudem schiebt er in der Offensive gut mit an. Hecking lobt: "Er hat seine Sache zuletzt richtig gut gemacht."

Ich bin ein erfahrener Spieler, eine Partie bei der U 23 reicht mir, da brauche ich nicht vier oder fünf Einsätze.Javier Pinola

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Pinola dagegen nahm er intern und öffentlich übel, dass dieser seine Verletzung zu lange verschwiegen habe und nur deshalb so lange ausgefallen sei. Der jedoch sieht das anders und betont, dass ihm erst die Behandlung beim Arzt der argentinischen Nationalelf half.

Das Dilemma: Die Fans lieben "Pino", der seit 2005 für den Club rackert und neben Raphael Schäfer (33) der letzte verbliebene Pokalsieger von 2007 ist. Nach dem Abstieg 2008 sammelten sie Unterschriften für seinen Verbleib. Einer mit Identifikations-, als Reservist aber vor allem aber Konfliktpotenzial. "Ich bin ehrlich: Wenn ich nicht spiele, bin ich nicht zufrieden. Aber ich muss die Entscheidung des Trainers akzeptieren." Wer Pinola kennt, weiß, wie sehr er innerlich brodelt. "Pino" will spielen. Jetzt, sofort. "Ich bin ein erfahrener Spieler, eine Partie bei der U 23 reicht mir, da brauche ich nicht vier oder fünf Einsätze." Besänftigend fügt er an: "Wenn ich nicht spiele, werde ich die Mannschaft unterstützen."

Abschied ist nicht ausgeschlossen

Sportvorstand Martin Bader reagiert eher genervt auf das Thema: "Die Bundesliga ist eine Leistungsgesellschaft, der Trainer bewertet die Spieler, das muss Pino akzeptieren." Bleibt dieser Reservist, ist ein Abschied nicht auszuschließen. "Wir sind froh, ihn zu haben", sagt Bader. Allerdings gehört Pinola zu den Spitzenverdienern, ein Jahr vor Vertragsende könnte er noch Ablöse bringen. Im Januar zeigte der aufstrebende Erstligist CA Lanus aus der Heimat Interesse. "Ich fühle mich für eine Rückkehr nach Argentinien zu jung", sagte Pinola damals. Im Tagesgeschäft Profifußball kann das Haltbarkeitsdatum einer solchen Aussage aber schnell abgelaufen sein.

16.03.12
 

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zum Thema

weitere Infos zu Hecking

Vorname:Dieter
Nachname:Hecking
Nation: Deutschland
Verein:VfL Wolfsburg

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weitere Infos zu Pinola

Vorname:Javier
Nachname:Pinola
Nation: Italien
  Argentinien
Verein:1. FC Nürnberg
Geboren am:24.02.1983

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