| Vorname: | Norbert |
| Nachname: | Meier |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Fortuna Düsseldorf |
Veh hatte die Fortuna sinngemäß als "Schauspieltruppe" bezeichnet, die sich Elfmeter erschummle. Ohne den direkten Bezug zu betonen, erinnert Meier an das Hinspiel. Das sei "ein hochklassiges, interessantes und leidenschaftlich geführtes Spiel" gewesen, aus dem seine Mannschaft verdient einen Punkt mitgenommen habe. Es hätten sogar mehr sein können, fügt er süffisant hinzu, denn nach dem verdienten Ausgleichstreffer sei Fortuna-Stürmer Thomas Bröker von Frankfurts Gordon Schildenfeld klar im Strafraum umgerissen worden. Der Elfmeterpfiff aber blieb damals zu Unrecht aus.
Gleichwohl möchte Norbert Meier das "Säbelrasseln" seines Gegenübers komplett ausblenden, bezeichnet indes die sportliche Ausgangslage für die Fortuna als "herrlich". Er könne sich daran begeistern, dass seine Mannschaft ganz oben mitmische und an diesem Montagabend rund 40.000 Zuschauer in die Arena kommen werden. "Für diese Momente üben wir doch unseren Beruf aus."
Zumal es vor dem Spitzenspiel genug offene Baustellen bei der Fortuna gibt. Dass der Gelb-Rotgesperrte Andreas Lambertz im defensiven Mittelfeld von Winter-Zugang Adam Matuschyk ersetzt wird, steht so gut wie fest. Sonst hätte sich die Fortuna die Ausleihe des Kölners für ein halbes Jahr auch sparen können, wenn er nicht genau dann seine Chance bekommt, wenn seine Position zu besetzen ist. Der polnische Nationalspieler ist einen Tag vor seinem 23. Geburtstag jedenfalls fest entschlossen, seinen Trainer nicht zu enttäuschen: "Wenn ich die Chance bekomme, dann werde ich bereit sein und mich darauf freuen." Wichtiger sei es indes, "dass wir uns als Mannschaft top vorbereiten und dann hoffentlich gegen Frankfurt drei Punkte holen".
Dafür sollten vor allem die sich bietenden Torchancen wieder genutzt werden - anders als vergangene Woche beim enttäuschenden 1:1 in Ingolstadt. "Wenn wir diese Möglichkeiten nicht besser nutzen, werden wir bestraft", sagt Trainer Meier, der im Training dafür schnelle Kombinationen aus dem Mittelfeld, Eindringen in den Strafraum und zügigen Torabschluss verstärkt einüben ließ. Letztlich soll das alles in eine sportliche Antwort münden, die das Düsseldorfer Team auf Armin Vehs Verbal-Attacke geben will.
Matthias Goergens