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19.01.2012, 16:25

Duisburg: Grlic sucht die gute Mischung

Abschied von der Attacke

Die lauten Ankündigungen des MSV Duisburg sind bereits seit längerem abgeklungen. Nach dem Absturz in den Tabellenkeller, den die ambitioniert gestarteten "Zebras" in der 2. Liga hinnehmen mussten, sind die neuen "Macher" beim MSV arg vorsichtig geworden.

Ivica Grlic
Auf Kursänderung: Duisburgs Manager Ivica Grlic möchte auf Talente aus der Region setzen.
© imagoZoomansicht

Die "Abteilung Attacke" hat ihre Pforten geschlossen. Erst mit einem immensen Kraftakt inklusive Trainerwechsel (Oliver Reck für Milan Sasic) konnte der Sturzflug in Richtung 3. Liga kurz vor Ende der Hinrunde gestoppt werden.

"Natürlich muss der MSV als Traditionsverein irgendwann wieder in die Bundesliga, aber das kann für die nächste Saison nicht unsere Vorgabe sein. Wir gehen den Weg der kleinen Schritte, möchten eine eingespielte Mannschaft für die Zukunft entwickeln und punktuell verstärken", verrät Manager Ivica Grlic, der wie Reck auch erst seit wenigen Wochen im Amt ist. Erste Erfolge konnte Grlic auch schon feiern. Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung des umworbenen Junioren-Nationalspielers Andre Hoffmann (18, unterschrieb bis 2015) punktete der Manager erstmals kräftig in seiner neuen Rolle. Und: Weitere erfreuliche Personalentscheidungen sollen folgen.

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Kontinuität und eine gute Mischung

Im Trainingslager in Belek, in das die Duisburger am gestrigen Sonntag starteten, wird Grlic die Gespräche mit den aktuellen Spielern forcieren. Während die Arbeitspapiere von Benjamin Kern, Bruno Soares, Kapitän Srdjan Baljak, Maurice Exslager, Janos Lazok sowie den Leihgaben Zvonko Pamic und Vasileios Pliatsikas zum Saisonende auslaufen, sind andere Führungsspieler wie Goran Sukalo, Branimir Bajic (beide bis 2013) oder Emil Jula (bis 2014) noch längerfristig gebunden. Gleiches gilt für die Talente Felix Wiedwald und Flamur Kastrati, die noch zweieinhalb Jahre unter Vertrag stehen. Grlic: "Wir brauchen eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Leuten. Einen kompletten Umbruch, wie wir ihn zuletzt zweimal in Folge vollzogen haben, wird es im nächsten Sommer definitiv nicht geben."

Kontinuität also heißt das Schlagwort für den Manager. Und da passt es gut ins Bild, dass Grlic, der als Spieler mit dem MSV zwei Auf- und zwei direkte Abstiege miterlebte, seinen Klub künftig verstärkt als Ausbildungsbetrieb sieht. "Wir werden den Kader zur neuen Saison verkleinern und verstärkt auf eigene Talente setzen. Wenn junge Leute aus der Region merken, was hier möglich ist, dann kann man das mit Geld nicht bezahlen", sagt der Ex-Nationalspieler. Die Tatsache, dass der erst 16-jährige B-Jugendstürmer Julien Rybacki mit ins Profitrainingslager reiste, unterstreicht den neuen, leisen Duisburger Kurs.

Nijhuis in den Beirat berufen

Doch nicht nur bei den Spielern, auch im Vorstand besinnt man sich in Meiderich auf die Wurzeln. Mit Alfred Nijhuis wurde ein ehemaliger MSV-Akteur in den Beiratberufen. Der Niederländer spielte zwischen 1991 und 1997 180-mal für die Zebras. In Deutschland war er zudem noch für Borussia Dortmund (1998-2001) aktiv.

19.01.12
 
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weitere Infos zu Reck

Vorname:Oliver
Nachname:Reck
Nation: Deutschland
Verein:MSV Duisburg

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