
| Vorname: | Jan |
| Nachname: | Simunek |
| Nation: | Tschechien |
| Verein: | 1. FC Kaiserslautern |
| Geboren am: | 20.02.1987 |

"Das war mein längster Einsatz für den FCK." Simunek, der 86 Minuten durchhielt, musste schmunzeln. Wenngleich den Innenverteidiger die Flut an Gegentoren natürlich mächtig ärgerte: "Weil alle Gegentore unnötig waren. Das darf uns nicht passieren."
Für Simunek war das Ergebnis diesmal dennoch nur Nebensache. Für ihn zählte allein, dass seine eineinhalbjährige Leidenszeit wohl zu Ende ist. Der 1,89-Meter-Schlaks grätschte, suchte Zweikämpfe, riskierte schnelle Bewegungen, lief, solange ihn seine Füße trugen.
Dabei hielt er sich weitgehend an die Vorgabe seines Trainers, einfache und keine komplizierten Bälle zu spielen. Nach 80 Minuten war er auspowert und signalisierte, dass er ausgewechselt werden muss. "Ich hatte bei jedem Schritt einen Krampf gespürt und eigentlich schon nach 60 Minuten keine Kraft mehr", sagt Simunek, der noch bis vier Minuten vor dem Abpfiff auf die Zähne biss. Das Wichtigste war: "Mit den Adduktoren ist alles gut!"
Für Simunek ein ungewohntes Gefühl. Seit seinem Wechsel in die Pfalz im Sommer 2010 quälten ihn Probleme im Adduktorenbereich. Sein erster und einziger Pflichtspieleinsatz für die "Roten Teufel" dauerte im DFB-Pokalspiel gegen den damaligen Zweitligisten Bielefeld (3:0) am 20. Oktober 2010 nur acht Minuten. Ein falscher Schritt, Zack, ein stechender Schmerz, aus und vorbei. Wegen eines Adduktorenteilabrisses fiel er Monate aus. Erst eine Operation im April 2010 brachte endlich Besserung.
Jetzt ist Simunek zurück, bereit, dem FCK im Abstiegskampf zu helfen. "Ich glaube, das geht schnell", ist er überzeugt, dass sein Körper den Anforderungen im Wettkampf schon bald wieder voll gewachsen sein wird. Verstärkung in der Abwehr kann Lautern gebrauchen. Zu häufig gingen Gegentoren in der Hinrunde individuelle Fehler von Rodnei, Mathias Abel oder Martin Amedick voraus.
Zum magischen Punkt, der für den Rekonvaleszenten volle 90 Spielminuten bedeuten, fehlt nicht mehr viel. Am Freitag (16 Uhr) im abschließenden Test gegen die PSV Eindhoven könnte es soweit sein. Und dann ist auch der Wiedereinstand in der Bundesliga, wo er am 21. März 2010 letztmals für Wolfsburg gegen Berlin (1:5) am Ball war, nicht mehr fern. Zuversichtlich erklärt er: "Im neuen Jahr ist alles anders."
Das Testspiel am Montagabend war für die Lauterer übrigens ein lockerer Spaziergang. Eigentlich hätte es gegen CA Batna gehen sollen, weil der eigentliche Gegner MC Alger wohl Visaprobleme hatte. Diese konnten dann aber doch noch kurzfristig gelöst werden, so dass der mehrfache algerische Meister doch parat stand - und Batna sprichwörtlich aus dem Spiel war. Allerdings war MC Alger erst zwei Stunden vor Anpfiff gelandet und entsprechend unvorbereitet. Die Mannschaft von Trainer Marco Kurz siegte mit 4:0, die Tore erzielten Shahan (9., 70.), Walch (57.) und Amedick per Kopfball (68.).
Kurz ließ im bewährten 4-4-2-System spielen und zwar wie folgt: Sippel - Walch, Amedick, Abel, Bugera - Sukuta-Pasu, Kirch, Petsos, Shahan - Nemec (46. Oban), Shechter. Besonders im zweiten Abschnitt hätte Kaiserslautern das Ergebnis noch höher schrauben können, doch nicht nur Shechter ließ zahlreiche Gelegenheiten ungenutzt. "Wir müssen den Anspruch haben, höher zu gewinnen, wir haben so viele Chancen liegen gelassen. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich mir das vorstelle", sagte Kurz.
Kouemaha sah am Vortag gegen Gent die Rote Karte und war für den Test gegen die Algerier "gesperrt". Gegen die Niederländer am Freitag soll der bullige Angreifer wieder spielen.
Aus Kaiserslauterns Trainingslager in Campoamor berichtet Uli Gerke


| Vereinsname: | 1. FC Kaiserslautern |
| Gründungsdatum: | 02.06.1900 |
| Mitglieder: | 16.200 (Stand 30.06.2011) |
| Vereinsfarben: | Rot-Weiß |
| Anschrift: | Fritz-Walter-Straße 1 67663 Kaiserslautern Telefon: 0 18 05 - 31 88 00 Telefax: (06 31) 31 88 29 0 |
| Internet: | http://www.fck.de |