Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

25.11.2011, 09:48

München: Vereinsführung will Schäfer loswerden

Die Löwen haben eine Ehekrise

Schulden machen für neue Spieler? Nicht nur diese Frage spaltet das Zweckbündnis zwischen dem TSV 1860 München und seinem Investor Hasan Ismaik. Die Vereinsführung des TSV 1860 will auch Geschäftsführer Robert Schäfer loswerden, am liebsten sofort. In einem "Positionspapier" an Ismaik fordert das Präsidium unter anderem die Ablösung des Juniorchefs, mit dem keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr möglich sei.

Gespalten: Löwen-Präsident Dieter Schneider (li.) und Geschäftsführer Robert Schäfer.
Gespalten: Löwen-Präsident Dieter Schneider (li.) und Geschäftsführer Robert Schäfer.
© picture allianceZoomansicht

Bekanntlich soll sich Schäfer zu sehr für die Belange der Investoren eingesetzt haben, nicht nur Präsident Dieter Schneider vertritt diese Ansicht.

Ein anderes Thema, das den Verein spaltet, ist die Finanzierung der potenziellen Neuzugänge. Hasan Ismaik und Schäfer plädieren für ein Darlehensmodell, Schneider und seine Unterstützer lehnen eine Neuverschuldung ab, wie sie im Positionspapier schwarz auf weiß festhalten. Der Leidtragende könnte Trainer Reiner Maurer sein, denn so, wie es derzeit aussieht, wird es am Ende überhaupt keine Verstärkungen geben.

Ein freiwilliger Rückzug um des lieben Friedens willen kommt Schäfer (35) nicht in den Sinn. Er sei genauso motiviert wie eh und je, teilte der Juniorchef mit, "und maßgeblich ist für mich nur, was der Beirat beschließt".

- Anzeige -

Mit Beschlüssen tut sich dieses vierköpfige Gremium jedoch schwer, denn es sitzen dort pikanterweise zwei Schäfer-Gegner (Schneider und Rechtsanwalt Guido Kambli) zwei Schäfer-Befürwortern (Hasan Ismaik, Hamada Iraki) gegenüber. Die DFL, die das komplexe Kooperationsmodell abgesegnet hat, hält sich bislang zurück.

Insider schließen inzwischen keine denkbare Eskalationsstufe mehr aus. Selbst ein totales Zerwürfnis erscheint möglich. Im schlimmsten Fall würden sich dann beide Parteien vor Gericht wiedersehen - mit offenem Ausgang. Vorläufig bleibt es zumindest beim lähmenden Entscheidungspatt.

"Erstkontakt" mit David Jarolim

Sportchef Florian Hinterberger macht trotzdem seine Hausaufgaben. Mit David Jarolim (32), der den HSV ablösefrei verlassen darf, gab es bereits einen "Erstkontakt", auch der junge Dortmunder Marc Hornschuh (20) und Vorjahres-60er Stefan Bell (Eintracht Frankfurt) zählen zu den Kandidaten.

In der Causa Bell kann Hinterberger praktischerweise schon am Samstag vorsprechen, denn da kommt die Eintracht in die Arena. Nach zwei Auswärtssiegen in Folge wollen die "Löwen" auch daheim mal wieder was reißen. Ein Sieg gegen den noch ungeschlagenen Absteiger wäre für Hinterberger "ein dickes Ausrufezeichen", das den Fans zeigen könnte: "Wir haben die Saison noch lange nicht abgeschrieben."

Richard Roesener

25.11.11
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -