
| Vorname: | Joachim |
| Nachname: | Löw |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Deutschland |
Vor dem Jubiläumsspiel für Löw lobte Bierhoff ausdrücklich die Arbeit des Coaches und seines gesamten Teams. Kein Wunder, denn die Bilanz kann sich sehen lassen: Löw hat nach dem 3:3 in der Ukraine 51 Siege in 74 Länderspielen als verantwortlicher Coach auf dem Konto. Dem stehen zehn Niederlagen und 13 Unentschieden gegenüber. Die Tordifferenz beträgt 183:61. Löw hatte nach der WM 2006 in Deutschland die Nachfolge von Jürgen Klinsmann angetreten.
Bierhoff schätzt besonders, dass Löw "weiß, was er will". Vom Co-Trainer zum verantwortlichen Chef habe er einen "tollen Weg hinter sich". Dabei ist er stets bereit zu lernen, selbst eingeschlagene Wege wieder zu hinterfragen und Neues auszuprobieren, wie zuletzt im Spiel gegen die Ukraine, als das DFB-Team mit Dreierkette auflief. Das Trainerteam und Bierhoff selbst haben noch einen Vertrag bis 2014. Trotz der Erfolgsgeschichte der vergangenen fünf Jahre ist eine Vertragsverlängerung über die WM 2014 in Brasilien hinaus derzeit aber kein Thema.
Vor dem Prestigeduell mit den Niederlanden am Dienstag in der Hamburger Arena hofft er auf ein attraktives Spiel vor dem Publikum, das ja derzeit keinen internationalen Fußball zu Gesicht bekomme.
Der Manager geht davon aus, dass Torjäger Miroslav Klose dann auch wieder dabei sein kann. Der 33-Jährige von Lazio Rom hatte wegen einer Sehnenentzündung im linken Knie in der Ukraine noch gefehlt. "Ich bin guter Dinge, dass er spielbereit ist", sagte Bierhoff.
Zumindest wolle man "die Holländer ein bisschen frotzeln". Auf die Frage eines niederländischen Journalisten, ob Deutschland das neue Holland sei, entgegnete Bierhoff: "Das wollen wir nicht, sonst werden wir ja nur Zweiter!"
Dennis Aogo sieht die Partie "fast wie ein Pflichtspiel" und erwartet "große Emotionen". Natürlich hoffe er auf einen "Einsatz im eigenen Wohnzimmer", hat aber vom Bundestrainer noch keine Signale erhalten. Ohnehin schätzt er seine Rolle realistisch ein und sieht sich lediglich als Back-up für den auf der linken Seite gesetzten Kapitän Philipp Lahm. Auf Rechtsverteidiger wolle er deswegen aber trotzdem nicht umschulen.
Fest mit seinem Einsatz rechnet hingegen Jerome Boateng. "Mal gucken, wo ich diesmal spiele" scherzte der Bayern-Spieler, der zuletzt auf rechts verteidigte, am liebsten aber im Abwehrzentrum spielen möchte.
Den Gegner schätzt er hoch ein. "Die Niederländer sind taktisch gut ausgebildet, haben eine gute Technik und wollen immer nach vorne spielen." Damit dürfte auch Bierhoffs Wunsch in Erfüllung gehen dem Publikum in Hamburg ein attraktives Spiel zu liefern. Denn der letzte Auftritt vor gut zwei Jahren (1:1 gegen Finnland) wurde von den Zuschauern mit zahlreichen Pfiffen bedacht.