Mit Josip Simunic wechselte der in der Vorsaison stärkste Innenverteidiger der Liga für sieben Millionen Euro nach Hoffenheim. Mit Andrey Voronin (zurück zum FC Liverpool) und Marko Pantelic (noch ohne Verein) verließen zwei starke Individualisten, die indes nie harmonierten, den Klub. Auch die im Winter verpflichteten Leandro Cufré und Marko Babic gingen, ebenso Sofian Chahed. Rückkehrer Artur Wichniarek (700 000 Euro, Bielefeld) soll die Lücke im Sturm schließen. Mit Nemanja Pejcinovic (ausgeliehen, 350 000 Euro, FK Rad Belgrad) und Christoph Janker (ablösefrei, Hoffenheim) bekam Trainer Lucien Favre zwei Abwehr-Allrounder. Ein weiterer Innenverteidiger soll noch kommen, ebenso ein Mittelfeldspieler.
Licht und Schatten wechselten sich ab: Gelungene Auftritte (2:1 gegen Bursaspor, 5:3 bei Lokalrivale Union) und durchwachsene Leistungen (2:2 bei St. Pauli, 1:1 in Ulm, 1:2 gegen Wiener Neustadt) hielten sich die Waage. Die frappierende Verwundbarkeit in der Defensive - vor allem bei hohen Bällen - zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Vorbereitung.
Das Prunkstück des Vorjahres entpuppt sich derzeit als Schwachstelle: Es hakt in der Defensive. Hertha muss schleunigst eine eingespielte Abwehrformation finden - und eine neue Hierarchie. Damit, ein Spiel zu dominieren, tut sich die Elf unverändert schwer. Positivste Erkenntnis der Vorbereitung: Die Standards kommen so gefährlich wie lange nicht. Und Spieler wie Gojko Kacar und Cicero, die Herthas Zukunft prägen sollen, präsentierten sich bereits in guter Frühform.

Das 4-4-2 mit Doppel-Sechs im zentralen Mittelfeld und Raffael als hängender Spitze bleibt Favres erste Option. Zudem probte der Coach zuletzt durchaus mit Erfolg auch ein 4-3-3, in dem beispielsweise Raffael (links) und Chermiti (rechts) als Außenstürmer den zentral postierten Wichniarek flankieren können.
Der Umbruch in der Führungsetage spülte Michael Preetz ein Jahr früher als gedacht in die Verantwortung. Er soll im Verbund mit Lucien Favre, der am Ende mit Hoeneß nicht mehr klarkam, Hertha trotz des Finanz-Korsetts fit für die Zukunft machen. Der Schweizer Trainer hat die Machtkämpfe gegen Pantelic und Hoeneß gewonnen und gilt als stärkster Hertha-Trainer seit Jahrzehnten. Eine erneute Vertragsverlängerung (um zwei Jahre bis 2013) soll in Kürze vollzogen werden.
Hertha ist noch nicht komplett - und nicht nur deshalb schwer einzuschätzen. Eine Wiederholung von Rang vier wäre eine gehörige Überraschung, realistischer erscheint eine Platzierung zwischen sechs und zehn.
Steffen Rohr
Wer wird Meister?(23349 Teilnehmer)
|
|
||||||||||||
|
|||||||||||||
| Verein | Name | Datum | Position |
|---|---|---|---|
|
08.02.12
Sturm
Freiburg: Nach 15 Ligaspielen wieder zu Niigata |
|||
|
31.01.12
Sturm
Stuttgart: Aufregung nach Wechsel zu Fulham |
|||
|
31.01.12
Mittelfeld
Regensburg: Der vierte Neue kommt aus Freiburg |
|||
| Die aktuellsten Forenbeiträge |
|---|
|
Re: Ich bin die Nummer 123 im Forum!
von:
SanJacinto
- 09.02.12, 21:25 - 1 mal gelesen
|
|
Re: Hoppenheim ist ein Arsch
von:
RudyMentaire
- 09.02.12, 21:21 - 3 mal gelesen
|
|
Re (2): Mal was anderes (OT)
von:
Webi1961
- 09.02.12, 21:18 - 8 mal gelesen
|