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09.07.2009, 15:28

Hamburg: Plan B mit Reinhardt?

Berg ist schon da!

Die Verpflichtung von Marcus Berg rückt näher: Der vom Hamburger SV umworbene schwedische Stürmer ist gestern in der Hansestadt angekommen, der obligatorische medizinische Check soll noch heute über die Bühne gehen. Vor der Vertragsunterzeichung würde Berg aber gerne noch mit Coach Bruno Labbadia sprechen - der aber weilt bis Mitte der Woche im Trainingslager im österreichischen Längenfeld.

Marcus Berg
Da geht's lang: Marcus Berg will zum HSV, vorher aber noch ein Gespräch mit Coach Bruno Labbadia.
© imagoZoomansicht

Es könnte also durchaus möglich sein, dass der 22-jährige schwedische U21-Nationalspieler seinem zukünftigen Trainer nach Österreich nachreist, um ein für ihn augenscheinlich wichtiges Gespräch zu führen.

Labbadia selbst hat mit Problemen zu kämpfen, die Collin Benjamin schon gut kennt: Seit 2001 ist der Namibier beim HSV, erlebte zwei Sportchefs und mit Labbadia seinen nunmehr siebten Trainer. "Jedes Ende ist auch immer ein neuer Anfang", sagt Hamburgs dienstältester Profi. Das Problem ist nur - bei allen Neuerungen hat der neue Coach mit alten Problemen zu kämpfen. Spätestens seit dem Kreuzbandriss von Alex Silva (24) ist der Kader zu dünn besetzt und Labbadia wie sein Vorgänger Martin Jol zur Improvisation gezwungen.

Innenverteidigung: Personeller Engpass

Alex Silva hatte zuletzt alle Abwanderungsgelüste beendet, einen Neuanfang versprochen - und gleich beim ersten Test in Innsbruck (0:1) unfreiwillig sämtliche Planungen Labbadias über den Haufen geworfen. Der Coach nämlich hatte sich festgelegt, neben dem noch urlaubenden U-21-Europameister Jerome Boateng und Joris Mathijsen auf den Brasilianer in der Innenverteidigung zu setzen. Statt für einen weiteren Abwehrspieler sollten schließlich die finanziellen Möglichkeiten für einen Stürmer ausgereizt werden: Marcus Berg, Torjäger des FC Groningen und der schwedischen U 21, war und ist der erklärte Wunschkandidat, Klubboss Bernd Hoffmann hatte die Verhandlungen mit dem Spieler und dessen Berater Sören Lerby bereits zur Abschlussreife vorangebracht, mit Groningen wurde noch um die Ablöse von etwa zehn Millionen Euro gefeilscht.

Die Stategiefrage

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Und nun? Alex Silva reiste am Mittwoch aus Längenfeld ab, flog zur Untersuchung nach Hamburg, wo am Abend ein Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie diagnostiziert wurde. Bereits vor eineinhalb Jahren hatte sich der Verteidiger diese Verletzung zugezogen. Labbadia konsterniert: "Wir alle haben einiges dafür getan, dass er mit einer anderen Art zu uns zurückkommt, er hat auch richtig toll mitgezogen, war sehr gut drauf. Es ist bitter für ihn."

Und für Labbadia, der in seiner Doppelrolle als Trainer und Einkaufsplaner mehr denn je gefragt ist. Bis in die Nacht hinein tagte er Mittwoch mit seinem Trainerteam und der Scoutingabteilung, schaltete immer wieder Hoffmann telefonisch zu. Der Inhalt: die Strategiefrage. Sollte trotz des Silva-Schocks die Personalie Berg finalisiert und in der Abwehr auf eine "kleine" Lösung gesetzt werden? Oder müssen die zur Verfügung stehenden zehn Millionen auf einen Angreifer und einen Abwehrspieler aufgeteilt werden? Labbadia: "Es ist eine schwierige Situation." Die nun aber vor einem Abschluss scheint - zu Gunsten des Offensivspielers.

Steigen Reinhardts Chancen?

Ob nun Hamburgs Plan B, Bastian Reinhardt, aus der Schublade gekramt wird, ist offen. Der 33-jährige Verteidiger hatte beim HSV nicht verlängert, hat seine Entscheidung öffentlich bereut und würde gern zurückkehren. Bis zuletzt hatten Hamburgs Verantwortliche diese Lösung ausgeschlossen. Die Verletzung von Alex Silva und die weitgehend erzielte Einigkeit mit Marcus Berg über einen Fünfjahresvertrag könnte zu einem Umdenken führen.

Labbadia kündigt schnelle Entscheidungen an. "Wir können derzeit im Training nicht mal die Viererkette einstudieren, haben aber in drei Wochen unser erstes Pflichtspiel." Kapitän David Jarolim erinnert das an die Vergangenheit. "Da haben wir Erfahrungen gesammelt, kurzfristig Neulinge zu integrieren." Vieles ist neu und mit Zé Roberto ab dem heutigen Donnerstag auch der neue Hoffnungsträger endlich da - die Probleme aber sind die alten.

Sebastian Wolff

09.07.09
 
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