Frankfurt: Am Samstag noch auf der Bank
Funkel löst Vertrag auf
Seit Wochen sind die Eintracht-Fans mit Funkel unzufrieden und ließen ihrem Unmut immer wieder freien Lauf. Nach zuletzt nur einem Punkt aus fünf Spielen hat wohl auch Vorstandsboss Bruchhagen, der bislang immer zu Funkel gestanden hatte, umgedacht.
Allerdings hat Funkel wohl bereits am Montag um eine Beendigung des Arbeitsvertrages gebeten. "Ich habe am Montag mit Heribert Bruchhagen gesprochen und ihn gebeten, mein Vertragsverhältnis zum 30. Juni zu beenden", sagte der 55-Jährige am Donnerstag. "Ich werde natürlich am Samstag das Spiel gegen den Hamburger SV machen. Danach fahre ich erst einmal in den Urlaub, wo ich mir Gedanken über meine Zukunft machen werde."
"Wir haben seinem Wunsch entsprochen. Es ist uns leider nicht gelungen, die Eigendynamik der Enttäuschung durch Argumente zu entkräften", sagte Bruchhagen.
Funkel hatte in der Saison 2004/05 die Nachfolge von Willi Reimann übernommen und seinen Vertrag erst am 6. Februar vorzeitig bis Ende Juni 2010 verlängert. Unter Funkel ist die Eintracht im darauffolgenden Jahr in die Bundesliga aufgestiegen und hielt seitdem die Klasse. Zu den größten Erfolgen seiner Ära gehören das Erreichen des DFB-Pokal-Endspiels und die Zwischenrunde des UEFA-Cups.
In den kommenden Tagen werde ein Anforderungsprofil für den neuen Trainer erstellt, um dann zügig Gespräche mit Kandidaten aufzunehmen. "Die Entscheidung wird nicht in einer Woche fallen, aber wir werden auch keine Findungskommission gründen, die dann drei Monate lang berät", sagte Bruchhagen. Namen von potenziellen Nachfolgern nannte der Eintracht-Boss nicht.
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