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22.02.2009, 18:49

Überblick: Kölner Karneval in München

Eiskalte Hamburger sind Spitze

Ein turbulenter Spieltag wurde mit einem würdigen Spitzenspiel beendet, das der HSV in Düsseldorf gegen Leverkusen knapp, aber nicht unverdient gewann. Die Jol-Elf ist damit neuer Spitzenreiter. Köln machte an Samstag die Bayern jeck. Hoffenheim vergab in der Nachspielzeit einen Elfmeter in Stuttgart. Hertha gab die Führung und die Spitze in Wolfsburg aus der Hand. Jubel in Cottbus und Gladbach über späte Siegtore.

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Marcell Jansen jubelt über seine Tore, Joris Mathijsen kommt zum Gratulieren
Komm' in meine Arme: Hamburgs Doppeltorschütze Jansen jubelt mit Mathijsen.
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Am Sonntag holte sich der Hamburger SV in der Düsseldorfer Arena durch ein 2:1 bei Bayer Leverkusen nicht nur drei Punkte, sondern auch die Tabellenführung. Zuletzt stand der HSV am 8. Spieltag ganz oben. Matchwinner für die Mannschaft von Trainer Martin Jol war Marcell Jansen, der beide Treffer für die Hanseaten erzielte. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Labbadia-Elf markierte Patrick Helmes mit seinem 16. Saisontreffer. In der Schlussphase sah der Hamburger Jerome Boateng die Ampelkarte, doch in Unterzahl verteidigten die Hamburger die knappe Führung. Für Bayer will es in dieser Runde in Heimspielen einfach nicht laufen - aus den letzten vier Heimpartien holte Leverkusen nur einen Zähler.

Hertha verliert Platz eins - Kircher im Fokus

Cicero gegen Josue
Aufgehalten: Torschütze Cicero wird von Josue gestoppt.
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Eine bärenstarke Heimbilanz hatte der VfL Wolfsburg (8/1/0) vor dem Duell mit Tabellenführer Hertha BSC vorzuweisen. In der ersten Hälfte war aber von beiden Teams wenig bis gar nichts zu sehen. Die Abwehrreihen dominierten die Partie, Torszenen waren absolute Mangelware. Die Wölfe mussten ohne Torhüter Benaglio auskommen - und sein Vertreter patzte in der zweiten Hälfte. Nutznießer war Cicero, der die Hauptstädter in Führung köpfte. Torjäger Dzeko war gleich zweimal zur Stelle. Das 2:1 sorgte bei Hertha jedoch für helle Aufregung, da Dzeko seinen Gegenspieler Simunic mit beiden Händen nach unten gedrückt hatte. Auch in der 30. Minute fühlte sich Hertha benachteiligt: Schiedsrichter Kircher erkannte einen Kopfballtreffer von Cicero nicht an, da er in der Mitte ein Foul von Rodnei an Madlung gesehen hatte.

Dreierpack von Ba, Salihovic zeigt Nerven

Der 21. Spieltag

Ohne den Ex-Stuttgarter Timo Hildebrand (Oberschenkelprobleme) musste Hoffenheim beim VfB auskommen. Doch die Rangnick-Truppe, die wegen der Doping-Affäre um Janker und Ibertsberger schon vor der Partie im Fokus stand, hat ja noch einen Demba Ba. Der Senegalese traf zur Führung, doch die Schwaben blieben gänzlich unbeeindruckt. Sieben Minuten später führte Stuttgart mit 2:1. Doch wieder war Ba kurz vor der Pause zur Stelle. Und torreich ging's weiter. Dem zweiten Streich von Gomez folgte der dritte Streich von Ba - 3:3. In der Nachspielzeit dann nochmal Aufregung. Salihovic schoss einen Foulelfmeter über das Tor. Für die Kraichgauer reichte es dennoch zur Tabellenfühung.

"Kölle Alaaf" in der Allianz-Arena

Kölner Jubel in München
Ein echter Karnevalsstreich: Der 1. FC Köln überraschte Rekordmeister Bayern München.
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Mit Lukas Podolski in der Startelf begann das Duell zwischen dem FC Bayern und seinem zukünftigen Arbeitgeber 1. FC Köln. Doch "Poldi", der nur eine Halbzeit spielte, rückte in den Hintergrund. Erst machte Klose von sich reden, seinem regulären Treffer verweigerte Referee Rafati die Anerkennung. Und dann drehten die Geißböcke auf! Ehret (22.) und Liga-Debütant Brosinski (34.) schockten den Rekordmeister, beide Male hatte Vucicevic vorbereitet. Van Buyten gelang nach der Pause der Anschlusstreffer. Doch es reichte für die Kölner, die sich den anrennenden Münchnern erfolgreich erwehren konnten. Für Christoph Daum war es der erste Sieg beim FC Bayern.

Slideshow zum Thema

BL, 21. Spieltag

Der Oldie schlägt für Gladbach zu

Für Spannung sorgte der Spielplan im Abstiegskampf. Sechs der sieben Klubs im Tabellenkeller trafen in direkten Duellen aufeinander. Schlusslicht Mönchengladbach führte gegen Hannover bereits mit 2:0 zur Pause, Baumjohann gelang ein Traumtor aus der Distanz. Doch die Niedersachsen kamen zurück. Pinto und Schulz ließen Borussia-Keeper Bailly keine Chance. Dass die Fohlen doch noch jubeln durften, war ihrem Oldie zu verdanken: Oliver Neuville traf zum 3:2.

In Karlsruhe nahm es der KSC mit Eintracht Frankfurt auf. Einige Krawallmacher aus Hessen störten den Spielbetrieb, so dass die zweite Hälfte mit einiger Verspätung startete. Der eingewechselte Caio schoss die Eintracht schließlich zum Sieg. Dem VfL Bochum blieb nach dem 2:1-Sieg gegen Schalke der nächste Coup verwehrt. In Bielefeld führte die Koller-Elf mit 1:0, Torjäger Klimowicz war zur Stelle. In der 86. Minute flog der Argentinier allerdings mit der Ampelkarte vom Platz. Drei Minuten zuvor hatte Mijatovic für die Arminia per Kopf den 1:1-Ausgleichstreffer erzielt.

Werder verliert auch mit Diego

Beim 1:1 gegen den AC Mailand im UEFA-Cup meldete sich Diego mit einer starken Leistung und einem Tor zurück. Auch in Cottbus war er mit dabei, im Gegensatz zum suspendierten Pizarro, weil der Peruaner wegen einer Flugverspätung das Abschlusstraining verpasst hatte. Die Cottbuser feierten einen Sieg in letzter Minute, da Rangelov zum 2:1 in der Nachspielzeit vollstreckte. Almeida hatte die weiter glücklosen Bremer kurz nach der Halbzeit in Führung gebracht, Iliev nur fünf Minuten später ausgeglichen.

Freitag: Remis im Revier

Zidan feiert seinen Ausgleich auf Schalke.
Rettete dem BVB einen Punkt: Zidan jubelt nach seinem Treffer zum 1:1 auf Schalke.
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Am Freitagabend endete das Revierderby der zuletzt enttäuschenden Traditionsklubs aus dem "Pott" wie schon im Hinspiel mit einem Remis. In der natürlich ausverkauften Schalker Arena ging es zunächst ruppig zur Sache: Krstajic musste nach einem rüden Einsteigen von Kevin-Prince Boateng schon früh mit einer Muskelverletzung gegen Halil Altintop ausgewechselt werden. Kurz danach musste Owomoyela nach einem (allerdings unabsichtlichen) Schlag von Asamoah wegen Nasenblutens behandelt werden. Sportlich gesehen fanden die Schalker besser ins Spiel und hatten bereits zwei gute Chancen, ehe Kuranyi nach Zuspiel des eingewechselten Altintop mit einem tollen Seitfallrückzieher den Führungstreffer erzielte (20.). Kuranyi war es auch, der in der 34. Minute fast auf 2:0 erhöht hätte.

Doch die ersatzgeschwächte Dortmunder Mannschaft (Trainer Jürgen Klopp fehlten fünf Stammkräfte) steigerte sich nach dem Seitenwechsel zusehends. Kuranyi hätte nach einer Stunde nach einem Fehler von Subotic alles klar machen müssen, verfehlte jedoch das Ziel. Das rächte sich in der Schlussphase, als der zur Pause eingewechselte Zidan noch den Ausgleich schaffte und kurz danach sogar fast noch den Siegtreffer nachlegte. Bleibt die Frage, wem dieses Unentschieden mehr nützt, denn beide Teams hängen damit weiterhin im Mittelfeld der Tabelle fest.

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kicker-Sportmagazin

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Fairplay-Tabelle: Frankfurt mit 2 Platzverweisen

Zwei Platzverweise für eine Mannschaft in einem Spiel gab es in der laufenden Saison zum ersten Mal. Der Eintracht passierte dies zuletzt am 27. 8. 2006 beim 1:1 in Mainz. Seinerzeit war für Spycher (Gelb-Rot) und Vasoski (Rot) das Spiel vorzeitig beendet.
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