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12.12.2008, 09:35

Hoffenheim: Drei Jahre nach der Entlassung

Wie Assauer Rangnick demontierte

"Droht am letzten Spieltag der Saison 2008/09 eine erneute Ehrenrunde von Ralf Rangnick in der Arena? Schwenkt das Pfeifkonzert gegen die eigene Mannschaft dann direkt in Standing Ovations zugunsten des Supertrainers um?" Diese Fragen wurden jüngst im Internetforum des FC Schalke 04 diskutiert.

Fußball, Bundesliga: Ralf Rangnick auf seiner "Ehrenrunde" im Dezember 2005
Abschied: Ralf Rangnick auf seiner "Ehrenrunde" vor dem Schalker Publikum im Dezember 2005.
© imagoZoomansicht

Und die Vorstellung ist äußerst amüsant, dass der ehemalige Trainer am 23. Mai 2009 just dort die Meisterschale in die Höhe reckt, wo er trotz einer sportlich sehr erfolgreichen Zeit vorzeitig entlassen wurde. Am 10. Dezember 2005 war das, fast auf den Tag genau vor drei Jahren. Nicht nur die Fragen, erst recht die Antworten zeigen, wie sehr es ein Großteil der Anhängerschaft immer noch bedauert, dass der heutige Coach der Hoffenheimer in Gelsenkirchen vom Hof gejagt wurde. Ralf Rangnick und Schalke 04 - eine Herzensangelegenheit. Beiderseits.

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Der Blick zurück: Andreas Müller, 2004 noch Team-Manager und rechte Hand von Rudi Assauer, hatte den Einfall, Rangnick als Nachfolger von Jupp Heynckes zu verpflichten. Der Manager war skeptisch, ließ sich aber überzeugen. Doch schon die Präsentation des neuen Trainers geriet zur Farce, als Assauer ihn mit "Rolf Rangnick" vorstellte. Das war der Anfang vom Ende. Trotz der besten Punktebilanz aller auf Schalke tätigen Trainer - ein Schnitt von 2,04 im ersten und 1,94 im zweiten Jahr - und dem Gewinn der Vizemeisterschaft wurde Assauer nie warm mit dem intellektuellen Fußballlehrer, der seinen Klub modernisieren wollte. Begriffe wie "right back", "one touch" oder "vertikales Spiel" waren dem Manager fremd.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 12.12., 15:50 Uhr
Die berühmte Ehrenrunde
Ralf Rangnick war der Schalker Coach mit der besten Punktebilanz. Doch 2005 wurde er zwei Tage nach der berühmten Ehrenrunde entlassen. Der Hoffenheimer Coach und S04-Manager Andreas Müller erinnern sich.
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Für ihn passte der Schwabe nicht zu seiner Vorstellung vom volksnahen Ruhrpottklub. Und so lancierte er regelmäßig Interna via Bild-Zeitung an die Öffentlichkeit. Was darin gipfelte, dass das Boulevardblatt vermeldete, Rangnicks Vertrag werde nicht verlängert. Als kein Vereinsverantwortlicher Rangnick zur Seite sprang, beendete er selbst die Demontage und verkündete, dass er den Klub zum Saisonende verlässt. "Ich bin diese Possenspiele leid", begründete er seine Entscheidung. Müller: "Hätte ich mich öffentlich gegen seine Demontage gestemmt, und ich war damals nicht in der Position wie heute, hätte der Klub noch mehr Schaden genommen."

Schalke war für mich der emotionalste Klub. Es war eine extrem erfolgreiche Zeit.Ralf Rangnick

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Nach dem 1:0-Sieg gegen Mainz verabschiedete sich der Coach mit einer Ehrenrunde von den Schalker Fans. Zwei Tage nach diesem Affront wurde er entlassen. Viele Verantwortliche auf Schalke, darunter Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies, sind heute noch sauer auf Assauer, weil sie ihm vorwerfen, Rangnick weggeekelt und dessen Klasse verkannt zu haben.

Rangnick: "Schalke ist mehr als ein Fußballklub"

"Die Entwicklung dieser letzten Wochen war ein Schock für mich", erklärt Rangnick im Rückblick, "ich habe lange gebraucht, um darüber hinwegzukommen." Wie sehr er diesen Verein, in dem er noch Mitglied ist, heute noch liebt, schwingt fast in jedem Satz mit. "Schalke war für mich der emotionalste Klub. Es war eine extrem erfolgreiche Zeit", sagt Rangnick. "Schalke ist mehr als nur ein Fußballklub, die Fans sind einzigartig. Ich bin selbst ein Arbeiterkind und deshalb war es eine brutale Verpflichtung für mich, die Fans auch mit der Art, Fußball zu spielen, zu überzeugen."

Nun will es der Spielplan, dass Rangnick just gegen diese Schalker Herbstmeister werden kann. "Mir geht es nicht um diesen Pseudo-Titel, wir wollen selbstredend das Spiel gewinnen", sagt Rangnick. "Würden wir trotz einer Niederlage Herbstmeister, wäre ich nicht zufrieden."

Uwe Röser

12.12.08
 
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