Als zweiter Aufsteiger in der Geschichte der Bundesliga hat sich Hoffenheim die inoffizielle Herbstmeisterschaft gesichert. Der Rangnick-Elf reichte ein 1:1 gegen den FC Schalke 04, um den FC Bayern aufgrund der besseren Tordifferenz knapp zu überflügeln. Zuvor konnte nur Kaiserslautern in der Saison 1997/98 als Neuling die Hinrunde als Spitzenreiter beenden.
Nach starkem und druckvollem Beginn der Schalker, die sogar in Führung hätten gehen müssen, fand Hoffenheim mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie. Es entwickelte sich ein schneller und offener Schlagabtausch zweier offensiv ausgerichteter Teams, die sich aber nicht zu schade waren, auch mal hart bis an die Schmerzgrenze einzugreifen. Nachdem Hoffenheim zweimal ganz knapp gescheitert war, ging der FC Schalke noch vor der Pause in Führung.
Nach dem Wechsel beherrschten Hektik, Fouls und Diskussionen die Szenerie. Die Gemüter waren ultrahocherhitzt. Ab der 59. Minute war Schalke nach Jones' Platzverweis nur noch zu zehnt. Die Aufholjagd der Rangnick-Elf gestaltete sich in Überzahl zunächst schwierig, S04 machte die Räume geschickt eng. Es bedurfte folgerichtig einer Standardsituation für Hoffenheims Ausgleich.
Nachdem auch Engelaar noch - völlig unnötig - vorzeitig zum Duschen musste, war S04 in der Schlussphase nur noch zu neunt! Rechnet man die Roten Karten für die Co-Trainer Mike Büskens und Youri Mulder mit, die auf die Tribüne verbannt wurden, kassierte Schalke vier Platzverweise!
Die Bayern hatten den Dreier beim VfB Stuttgart fast schon in der Tasche, nachdem der deutsche Rekordmeister im zweiten Durchgang den Spieß umgedreht hatte und bis in die Schlussphase hinein mit 2:1 führte. Der auffälligste Mann der Klinsmann-Elf war dabei der Ribery-Ersatz Tim Borowski, der das 1:1 machte und Tonis Tor mustergültig auflegte. Doch zu einem Sieg sollte der knappe Vorsprung nicht reichen, zumal Oddo in der Schlussphase mit Rot vom Platz gestellt wurde. Aus dem Gewühl heraus machte Khedira den Bayern mit seinem zweiten Tor einen Strich durch die Rechnung. Die Münchner haben nun einen Zähler Vorsprung vor Hoffenheim, das am Sonntag gegen Schalke mit einem Remis Herbstmeister werden kann.
Auch Leverkusen spielte noch um die Halbzeitmeisterschaft mit, wenn auch eher theoretisch. Nichtsdestotrotz musste die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia gegen Energie Cottbus einmal mehr unheimlich viel Geduld aufbringen, ehe sie in Führung ging. Lange Zeit hielten die Lausitzer das zu Null, doch dann staubte Bayer-Kapitän Simon Rolfes ab und hätte eine sehr gute Vorrundenbilanz zementiert. Doch in der Schlussminute glich der Chinese Shao aus und traf die Labbadia-Elf ins Mark. Die Bayer-Elf rutscht damit auf Platz fünf ab, die Lausitzer überwintern auf dem Relegationsplatz.
Wesentlich besser steht die Berliner Hertha da. Die Hauptstädter taten sich lange Zeit richtig schwer gegen den Karlsruher SC, und das, obwohl Nicu die Herthaner früh in Führung schoss. Auch in der zweiten Halbzeit sah es zunächst nicht schlecht aus für die Badener, doch in der Endphase kamen sie mit 0:4 richtig unter die Räder. Für das Team von Berlins Trainer Lucien Favre war es der sechste Heimsieg in Folge, die Becker-Elf dagegen verlor die vergangenen sechs Spiele in der Fremde und ist mit den Cottbusern punktgleich.
Werder Bremen gewann das Nordduell gegen den VfL Wolfsburg verdient mit 2:1 und verabschiedet sich mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause. Allerdings ging zunächst Wolfsburg in Führung, als Gentner schon in der dritten Minute traf. Werder zeigte sich aber nach dem Heimsieg gegen Inter Mailand in der Champions League wesentlich stabiler auf und drehte die Partie um. Mertesacker glich per Kopf aus, ehe Josué mit einem Eigentor die fünfte Auswärtspleite der Magath-Elf besiegelte.
Vorne mit dabei sind auch die Hamburger. Der HSV kam zu einem knappen 1:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt ab. Nach einer schwachen Vorstellung in der ersten Halbzeit steigerten sich die Hanseaten nach der Pause. Das Tor des Tages erzielte Petric per Flugkopfball in der 59. Minute nach einer Flanke von Trochowski. Ein Erfolg, der in die Kategorie "Arbeitssieg" fällt und die Jol-Elf Leverkusen in der Tabelle überholen lässt. Als Vierter geht der HSV somit in die Rückrunde.
Eine Punkteteilung gab es in Hannover, wo die 96er sich von Arminia Bielefeld mit 1:1 trennten. Die Niedersachsen waren im ersten Durchgang feldüberlegen und gingen folgerichtig durch Stajner (32.) in Führung. Doch Arminen-Stürmer Wichniarek (59.) sorgte nach dem Seitenwechsel mit dem ersten nenneswerten Angriff der Bielefelder für den Ausgleich gegen die mit dem dritten Torhüter Morten Jensen angetretene Hecking-Elf. Beide Teams überwintern im hinteren Tabellendrittel, aber mit etwas Puffer zur Abstiegszone.
Die Kölner konnten ihre Negativserie in Bochum beenden und verschärften zugleich die Krise beim VfL. Mit 2:1 gewann die Mannschaft von Christoph Daum, die zunächst durch McKenna in Führung ging, doch dann den Ausgleich schlucken musste. Als das Pendel nach der Ampelkarte für Geromel zugunsten der Bochumer ausschlug, machte Ishiaku den 2:1-Siegtreffer. Nach vier Niederlagen am Stück war die Laune im Lager des FC natürlich bestens, allein die Ampelkarte für Torjäger Novakovic trübte die Freude. Die Bochumer bleiben bei nur einem Sieg in der Vorrunde stehen und rangieren punktgleich mit dem Tabellenletzten aus Gladbach auf dem 17. Platz.
Mit sechs Unentschieden aus acht Heimspielen ließ der BVB bisher zu Hause jede Menge Zähler liegen. Doch zum Abschluss der Vorrunde behielt die Klopp-Elf alle drei Zähler im heimischen Stadion. Mit 2:1 siegte der BVB im Duell mit der Borussia aus Mönchengladbach, und das, obwohl die Dortmunder nach Hajnals Ampelkarte mehr als eine Halbzeit in Unterzahl spielen mussten. Die Tore für den BVB erzielten Zidan und der eingewechselte Sahin, für die Gladbacher verkürzte van den Bergh in der Schlussphase. Zu mehr sollte es für die Meyer-Elf aber nicht mehr reichen, die nun wohl als Tabellenletzter überwintert.
Wer wird Meister?(23349 Teilnehmer)
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08.02.12
Sturm
Freiburg: Nach 15 Ligaspielen wieder zu Niigata |
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31.01.12
Sturm
Stuttgart: Aufregung nach Wechsel zu Fulham |
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31.01.12
Mittelfeld
Regensburg: Der vierte Neue kommt aus Freiburg |
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