DFL vergibt TV-Rechte neu
Sportschau auch am Sonntag
Die ARD mit der zusammenfassenden Berichterstattung im Free-TV und Premiere mit der Liveberichterstattung über alle Spiele der Bundesliga und der 2. Liga im Pay-TV bleiben Partner der DFL. Das neue Livespiel am Samstag um 18.30 Uhr läuft live bei Premiere. Die ersten Bilder dieser Partie sind im Free-TV am späten Samstagabend im "ZDF-Sportstudio" zu sehen. Das ZDF darf sich damit als ein Gewinner des TV-Pokers fühlen.
Das DSF, das momentan noch am Sonntagabend über die beiden Sonntagsspiele als Erstverwerter im Free-TV berichtet, wird ab der kommenden Saison nur noch die Spiele in der 2. Liga in der Zusammenfassung senden. Das Bundesligawochenende im Fernsehen wird die ARD mit einer weiteren "Sportschau" am Sonntagabend beschließen mit den Berichten über die beiden Sonntagsspiele in der Bundesliga, die ab der kommenden Saison zu unterschiedlichen Zeiten (15.30 und 17.30 Uhr) angepfiffen werden. Dass diese Sendung künftig auf dem Sendeplatz der ARD-Talkrunde "Anne Will" landet, ist laut ARD-Programmdirektor Volker Herres noch nicht ausgemacht: "In nächster Zeit werden wir in der ARD über die programmliche Umsetzung der Bundesliga-Rechte am Sonntag beraten."
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Im Bereich IPTV bleibt die Deutsche Telekom ebenso wie bei den Mobilfunk-Rechten der Rechte-Inhaber. Im Web-TV überträgt künftig Premiere.
Die Mitgliederversammlung des Ligaverbandes stimmte am Freitagmittag dem Ergebnis der Ausschreibung zu. Die neuen Verträge werden den Vereinen in den kommenden vier Spielzeiten durchschnittlich 412 Millionen Euro pro Saison in die Kassen spühlen - rund sieben Millionen mehr als bisher.
"Wir haben in einer schwierigen Lage für den Profi-Fußball ein vorzeigbares Ergebnis erzielt", zeigte sich Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball in einer DFL-Pressemitteilung zufrieden: "Angesichts der Tatsache, dass wir uns in einem äußerst schwierigen Medienmarkt bewegen und zudem durch unverständliche Vorgaben des Kartellamtes benachteiligt werden, sind die Wachstumsmöglichkeiten für die Bundesliga begrenzt. Hinzu kommt eine gesamtwirtschaftliche Abwärtsentwicklung mit einer weltweiten Finanzkrise, die auch den Medien-Unternehmen zu schaffen macht." Innerhalb der Rahmenbedingungen sei es gelungen, "das Optimale herauszuholen".
Fast zeitgleich mit der DFL gab auch bereits die ARD eine Pressemitteilung heraus. Volker Herres spricht darin von einer "Entscheidung für die Zuschauer". Zwar könne künftig in der Sportschau am Samstag ein Bundesliga-Spiel nicht gezeigt werden. Durch die Erstverwertungsrechte für die Sonntagsspiele der Bundesliga und die Samstagsspiele der zweiten Bundesliga sowie die Live-Ausstrahlung der Relegationsspiele sei das Angebot in der ARD insgesamt allerdings sogar ausgeweitet worden.
Froh war man naturgemäß auch bei Premiere, dass die für den Sender so wichtigen Bundesliga-Rechte erhalten bleiben: "Wir verfügen nunmehr bis 2013 über mehr exklusive Live-Rechte als je zuvor. Damit bleibt Premiere mit Abstand Fußballsender Nummer 1 im deutschen Fernsehen", so Carsten Schmidt, Vorstand Sport & New Business beim Pay-TV-Sender.







