Für Borussia Dortmund war der 11. Spieltag ein Rückschritt. Die Klopp-Elf kam nach dem üerzeugenden 1:0 in Köln nur zu einem 1:1 gegen den Revierrivalen Bochum. Der VfL, ohne Sestak und Dabrowski, war gegen die Schwarz-Gelben, ohne Hajnal, durch Zdebels Fernschuss in Führung gegangen. Für den Routinier war es das erste Tor seit dem 2. März, als er beim 2:0 gegen Leverkusen getroffen hatte. Zidan glich kurz vor der Pause aus, im zweiten Abschnitt hätte insbesondere Kehl (81.) den BVB-Sieg im B1-Derby sicherstellen müssen. Am Ende stand das sechste Remis (Ligahöchstwert). Bochum ist seit sieben Spielen ohne Dreier, kletterte jedoch auf einen Nichtabstiegsplatz.
Wieder mit Gospodarek im Tor empfing die Gladbacher Borussia zum zweiten Heimspiel unter Hans Meyer die Frankfurter Eintracht. Und ging früh in Führung: Marins Flanke (vierter Assist) köpfte Russ ins eigene Netz. Die Hessen reagierten prompt. Korkmaz tanzte auf dem rechten Flügel, sein Zuspiel verwertete Fenin zum 1:1. Der Tscheche hatte schon beim 3:2 in Cottbus getroffen. Und - Duplizität der Ereignisse - dasselbe galt für Fink, der nach Wiederanpfiff das Siegtor erzielte. Die Eintracht ist nach drei Dreier in vier Spielen auf dem besten Weg ins gesicherte Mittelfeld, Gladbach ist Vorletzter und reist nun zum Kellerduell nach Bielefeld.
Im badischen Derby zwischen Hoffenheim und Karlsruhe ging der Favorit in Führung. Wer sonst als Ibisevic traf für die Kraichgauer. Doch der KSC hielt dagegen und kam durch Freis zum Ausgleich. Im zweiten Durchgang erhöhte 1899 die Schlagzahl und scheiterte nur an der wenig überzeugenden Chancenverwertung. Doch das sollte sich bald ändern. Obasi brachte die Rangnick-Elf in Führung. Das 3:1 erzielte Ibisevic, der nach seinem vierten Doppelpack bereits 13 Saisontreffer auf seinem Konto hat. Da wollte sich Obasi nicht lumpen lassen und sorgte mit seinem zweiten Tor für klare Verhältnisse. Mit dem Derby-Dreier sicherte sich der Aufsteiger die Tabellenführung.
Für die erste Überraschung sorgte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann schon vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld. Der unter der Woche von Manager Uli Hoeneß scharf kritisierte Podolski fand sich auf der Bank wieder, obwohl mit Toni ein Sturmkontrahent verletzungsbedingt passen musste. Klinsmann wollte gegen die Ostwestfalen mit einer Doppelsechs (Ottl, van Bommel), drei offensiven Mittelfeldspielern (Schweinsteiger, Borowski, Ribery) und der einzigen Spitze Klose die Taktik für das Champions-League-Spiel in Florenz testen. Für Podolski war dabei kein Platz. Die Bayern hatten in der Partie mehr Mühe als erwartet. Nach Kloses Führungstreffer gelang Wichniarek mit einem verwandelten Strafstoß der Ausgleich. Zur Pause musste Klinsmann dann auf die wenig berauschende Vorstellung seiner Elf reagieren und doch auf den zunächst verschmähten Podolski setzen. Bielefeld igelte sich ein und überließ den Münchnern komplett die Initiative. Doch Ribery knackte den westfälischen Defensiv-Riegel - nach Vorarbeit ausgerechnet von Podolski. Tesche säbelte den Franzosen anschließend um und musste vorzeitig vom Platz. Damit war das Spiel gelaufen und die Mannschaft konnte ihrem so sehr kritisierten Kollegen Podolski ein Geschenk bereiten: Der Nationalspieler erzielte mit einem verwandelten Foulelfmeter seinen dritten Saisontreffer.
Hertha BSC musste in Berlin auf Torhüter Drobny verzichten. Der Stammkeeper wagte einen letzten Test unmittelbar vor der Begegnung, musste aber wegen Wadenproblemen passen. Für ihn stand der 20-jährige Christopher Gäng erstmals in der Bundesliga zwischen den Pfosten. Ein lustiger Nachmittag sollte es für den Youngster allerdings nicht werden. Nach einem Eigentor von Kacar und Treffern von Diego und Rosenberg stand es zur Pause schon 3:0. In der zweiten Halbzeit sorgte Pizarro mit einem Doppelpack endgültig für klare Verhältnisse. Daran änderte Ciceros Treffer für die Hauptstädter nichts mehr.
Hannover legte im Nordderby gegen den Hamburger SV mit viel Tempo und Spielfreude los. Die Niedersachsen wurden für ihr Engagement auch prompt belohnt. Schulz und Schlaudraff düpierten HSV-Keeper Rost zur 2:0-Pausenführung. Nach dem Wechsel steigerte sich der HSV gewaltig und machte viel Druck. Doch unter dem Strich waren es vergebliche Bemühungen. Während der HSV leer ausging, setzte auf der Gegenseite Stajner den Schlusspunkt zum 3:0.
Wenige Highlights sahen die Zuschauer in Cottbus. Bei Schalkes Gastspiel in der Lausitz gab es in der ersten Hälfte nur ein Abseitstor von Streit für die Gelsenkirchner zu bewundern. Erst in der 52. Minute wurde es bunt. Engelaar leistete sich einen Disput mit dem Assistenten an der Linie und sah Rot. Dennoch holte Schalke noch den Dreier. Westermann brachte die Königsblauen in Führung, Farfan legte mit einem im Nachschuss verwandelten Strafstoß nach.
Mit Christoph Daum stattete der VfB-Meistertrainer von 1992 seiner alten Heimat einen Besuch ab. Und für den FC-Trainer sollte es ein lohnender Ausflug werden. Torgarant Novakovic stand wieder einmal goldrichtig und brachte sein Team in Führung. Nach dem Wechsel setzte der Slowene sogar noch einen drauf. Mit seinem siebten Saisontreffer stellte er die Weichen auf Sieg. Hilbert gelang zwar noch der Anschluss, mehr ging bei den Schwaben aber nicht mehr. Im Gegenteil: Nach einem kollektiven Blackout der schwäbischen Defensive gelang Petit in der Nachspielzeit der dritte Streich. Der FC und der VfB rangieren nun punktgleich im Tabellenmittelfeld.
Auch im vierten Spiel in Folge gewann die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia mit 2:0. Bayer lieferte sich mit Wolfsburg 45 Minuten lang ein taktisches Geplänkel ohne große Chancen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit drehten dann aber die Leverkusener richtig auf und erspielten sich eine ganze Reihe von Torchancen. Diese wurden zunächst noch vergeben, vornehmlich durch Kießling, doch Barnetta brach den Bann. Der Schweizer überwand seinen Nationalmannschaftkollegen Benaglio mit einem satten Linksschuss. Kießling belohnte sich schließlich noch selbst mit dem 2:0. Der VfL hatte erst in der Schlussphase Chancen und machte nach dem überzeugenden 3:0 gegen Gladbach unter der Woche wieder einen Schritt zurück - sprich ins Mittelfeld der Tabelle.
Welches Paar soll bei der EURO die Innenverteidigung bilden?(47624 Teilnehmer)
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