FC Bayern: Franzose ist nicht zu ersetzen
Ribery sei Dank
Als Franck Ribery am 17. Juni im EM-Spiel gegen Italien im Zweikampf mit Zambrotta mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden ging, hatten es die Bayern-Verantwortlichen wohl schon geahnt. Viele Bayern Fans auch, aber so richtig wahrhaben wollte es keiner. Der Ausfall Riberys würde nur schwer zu kompensieren sein. Jetzt, da der pfeilschnelle Dribbler wieder dabei ist, haben Jürgen Klinsmann & Co. die ungute Gewissheit, dass das Spiel des deutschen Rekordmeisters von Ribery abhängig ist. "Franck ist für den FC Bayern nicht zu ersetzen", konstatiert Jürgen Klinsmann. Der Coach hätte auch sagen können: Nicht einmal für das Starensemble des FC Bayern. Tatsächlich hat Klinsmann gesagt: "Wir haben auf seinen Spielwitz gewartet."
"Franck ist für den FC Bayern nicht zu ersetzen." Jürgen Klinsmann
Ribery stand nach seinem Syndesmoseriss bisher siebenmal in der neuen Saison für die Münchner auf dem Platz. Sein Comeback feierte er in der 65. Minute des Pokalsspiels gegen Nürnberg (2:0), das erste Bundesliga-Spiel in der aktuellen Spielzeit machte er in der zweiten Halbzeit in Hannover (0:1), danach stand er in der Startelf: In der Liga gegen Bochum (3:3), in Karlsruhe (1:0) und gegen Wolfsburg (4:2). In der Königsklasse gegen Lyon (1:1) und Florenz (3:0). Nebenbei rettete er mit seinem Tor für die französische Auswahl beim 2:2 in Rumänien Nationaltrainer Raymond Domenech den Job.
Ribery ist mit seinen bisher gezeigten Leistungen zufrieden, sieht sich aber erst bei 85 Prozent seines Leistungsvermögens. "Den letzten Schritt muss ich noch gehen, aber es wird nicht mehr lange dauern." Dann kann der Offensivspieler auch defensiv wieder voll mitarbeiten, denn: "Wir sind noch nicht so gut, wie wir in der letzten Saison waren. Wir fangen uns noch zu viele Tore", kritisiert der 25-Jährige. Dass Hoffenheim den Münchnern enteilt, glaubt er indes nicht. "Die spielen sehr gut und haben Spaß. Aber am Ende wird Bayern Meister." Natürlich mit ihm als Wirbelwind, der auf dem Platz überall zuhause sein will. "Ich habe weiterhin die Freiheit, mich überall auf dem Platz zu bewegen. Das brauche ich für mein Spiel, sonst wäre ich nicht mehr ich", erzählt Ribery.
Dieses "ich" soll den Bayern bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit im Jahr 2011 zur Verfügung stehen. Ribery will seinen Kontrakt in der Isar-Metropole erfüllen und in dieser Zeit auch die Champions League gewinnen. "Das Primärziel ist die Meisterschaft. Aber die Champions League gegen die großen Mannschaften ist schon eine tolle Herausforderung."
Heute abend geht es erst mal weniger glorreich zu: Die Bayern müssen bei Kellerkind Frankfurt ran - alles andere als drei Punkte wäre ein herber Rückschlag nach der gerade erst gestarteten Aufholjagd.
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