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19.10.2008, 15:17

Vertrag bis 2010 - Eberl Sportdirektor

Meyer wieder in Gladbach

Die Rückkehr von Hans Meyer (65) als Trainer zu Borussia Mönchengladbach ist perfekt. Das bestätigte der Fußballlehrer am Samstag gegenüber kicker online. Meyer, bereits von 1999 bis 2003 bei der Borussia im Amt, und der Klub seien sich in allen Punkten einig. Meyer: "Es ist alles geklärt, ich fange sofort an." Am Sonntag wurde Meyer offiziell vorgestellt. Christian Ziege wird Co-Trainer, Max Eberl Sportdirektor.

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Hans Meyer und Rolf Königs
Zurück in die Zukunft: Hans Meyer ist wieder Borussia-Trainer, rechts Rolf Königs.
© imago Zoomansicht

Meyers Assistent wird, das steht seit Sonntag fest, auf eigenen Wunsch Christian Ziege. Der bisherige Sportdirektor hatte als Interimstrainer am Freitag beim 2:2 in Bochum einen Punkt geholt. Nun wechselt er endgültig das Fach, sein Nachfolger im Sportdirektor-Amt wird Ex-Profi Max Eberl, der mit Teammanager Steffen Korrell der Trainerfindungskommission nach Jos Luhukays Entlassung angehörte.

Eberl war bisher Direktor für Nachwuchs und Amateure.

Meyer: Ganz Deutschland hat gewartet

Am Montagvormittag soll Meyer sein erstes Training an alter Wirkungsstätte leiten. Am Sonntag läutete er seine zweite Amtszeit in Gladbach schon einmal verbal ein. "Angesichts aller Reaktionen, die ich bisher erlebt habe, habe ich das Gefühl, dass ganz Deutschland darauf gewartet hat", sagte Meyer, der die Borussia als "Herzensangelegenheit" bezeichnete. "Die Borussia ist von meinen acht Stationen eine, an die ich immer besonders gerne gedacht habe, auch wenn ich nach dem Abstieg nicht nächtelang wach gelegen habe."

Die Mannschaft reagierte bereits voller Vorfreude. Verteidiger Alexander Voigt: "Soweit ich gehört habe, muss er ein richtiger Heißmacher sein. Das wird mit Sicherheit ein Erlebnis."

Am Samstagnachmittag bestätigte Borussia Mönchengladbach die Verpflichtung Meyers. Für seine zweite Amtszeit beim fünfmaligen deutschen Meister erhält er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010. Sein Dauer-Assistent Jürgen Raab wird neben Ziege Assistenztraineraufgaben erledigen. Auf die Zusammenarbeit mit Ziege freut sich Meyer: "Christian, Du hast in Italien und England gespielt. Sprachlich bist du mir mit meinen drei Brocken holländisch und fünf Brocken russisch weit überlegen." Auch Ziege ist heiß auf die Platzarbeit: "Wenn ich auf dem Platz stehe, kann ich der Mannschaft am meisten helfen. Da kann ich viel besser das, was ich selbst erlebt habe, weitergeben."

Sieben bis acht sind nicht schlechter

Meyer hatte bereits am Samstag noch vor Dienstantritt Optimismus ausgestrahlt: "Sieben bis acht Mannschaften sind doch nicht besser. Die fußballerische Substanz ist da", sagte er. Nach eigener Aussage verfolgte Meyer die Partie in Bochum "mit Präsident Rolf Königs Hand in Hand am Fernsehen". Der Auftritt der Borussia dürfte ihn zu der Zusage ermutigt haben.

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Zurück in die Zukunft: Hans Meyer wieder Fohlen-Coach

Ebenfalls am Samstag gab der 1. FC Nürnberg die Einigung mit Meyer bekannt. Der Zweitligist und der ehemalige Club-Cheftrainer befanden sich zuletzt in einen Rechtsstreit um ausstehende Gehaltszahlungen. Nun sind "alle bestehenden Streitigkeiten einverständlich beigelegt" worden, wie der FCN in einer Pressemitteilung bekannt gab, der bis 2009 datierte Vertrag wurde aufgelöst. Meyer, der Nürnberg vom 2007 zum Pokalsieg führte, wurde im Februar 2008 von Thomas von Heesen abgelöst.

Hans Meyers Karriere begann beim SC Motor/FC Carl Zeiss Jena. Als Spieler kam der Verteidiger allerdings nur auf 30 Einsätze in der damaligen DDR-Oberliga.

Zwölf Jahre Jena

Von 1971 an war er zwölf Jahre lang als Trainer in Jena tätig und führte die Thüringer zu drei Pokalsiegen sowie 1981 ins Europapokal-Finale der Pokalsieger (1:2 gegen Dynamo Tiflis). Im wiedervereinigten Deutschland konnte er zunächst nur schwer Fuß fassen, weshalb er den Umweg über das Ausland wählte. Nach dreieinhalb Jahren bei Twente Enschede (Niederlande) kehrte er im September 1999 nach Deutschland zurück und unterschrieb bei Borussia Mönchengladbach. Nach seiner Trennung von den Rheinländern folgte ein Kurz-Engagement bei Hertha BSC (Dezember 2003 bis Juni 2004), ehe er im November 2005 beim 1. FC Nürnberg unterschrieb. Er rettete die Franken vor dem drohenden Abstieg und führte sie eine Saison später zum Pokalsieg. Im Februar 2008 wurde er dann von Thomas von Heesen als Trainer abgelöst.

Jos Luhukay übernahm im Februar 2007 die Nachfolge von Jupp Heynckes als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach, konnte den Abstieg aber nicht mehr verhindern. Allerdings führte er die Borussen direkt wieder in das Oberhaus zurück. Nachdem Gladbach sechs der ersten sieben Ligaspiele verlor, zogen die Verantwortlichen die Reißleine und trennten sich von dem Niederländer.

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