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22.08.2008, 10:46

"Exzessive Einnahme" von Schmerzmitteln

"Es ist erschreckend"

Das Stichwort Doping ist nicht nur derzeit während der Olympischen Spiele in aller Munde. Im Profi-Fußball spielt es - abgesehen von Einzelfällen mit Haarwuchsmitteln und Appetitzüglern - bisher keine übergeordnete Rolle. Doch es gibt ein anderes, ähnlich gelagertes Problem, das Toni Graf-Baumann, Chef der Anti-Doping-Kommission des Weltverbandes FIFA, anprangert: Schmerzmittel.

Toni Graf-Baumann
"Wie Kaffee trinken": Toni Graf-Baumann prangert die "exzessive Einnahme" von Schmerzmitteln an.
© dpaZoomansicht

Schmerzmittel sind nicht zur Leistungssteigerung an sich gemacht. Jedoch verhindern sie leistungshemmende Gefühle, Schmerzen eben, unter denen Athleten keine Höchstleistung bringen können. Toni Graf-Baumann spricht von einer "exzessiven Einnahme" von Schmerzmitteln im Profi-Fußball. "Es ist erschreckend, wie unkritisch im Fußball mit Schmerzmitteln umgegangen wird. Voltaren, Ibuprofen oder auch Aspirin werden mit einer Selbstverständlichkeit geschluckt, als würde man einen Kaffee trinken - früh, mittags und abends", sagte der Chef der Anti-Doping-Kommission des Weltverbandes FIFA der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". In Sachen Doping könne man im Fußball dagegen "von einer relativen Sauberkeit" sprechen.

Bei der WM 2002 in Südkorea und Japan hätte jeder zehnte Spieler Schmerzmittel vor jedem Match genommen, die Hälfte aller Akteure mindestens einmal während des Turniers, erklärte der Mediziner aus Teningen in Südbaden. Teilweise würden einige Präparate sogar prophylaktisch verwendet, "um angesichts der Überbelastung Muskelschmerzen vorzubeugen".

Dagegen hält Graf-Baumann, der der Medizinischen Kommission der FIFA angehört, Doping für kein gravierendes Problem im deutschen Profi-Fußball. In den höchsten drei Ligen würde ausreichend kontrolliert. Zugleich wies er "Gerüchte" zurück, wonach neben den zahlreichen Radsportlern auch prominente Fußballer zu den Kunden des spanischen Doping-Arztes Eufemiano Fuentes gehört haben sollen. Nach FIFA-Erkenntnissen sei dies nicht der Fall gewesen. "Wir haben mehrmals mit der spanischen Staatsanwaltschaft Kontakt aufgenommen. Es wurde uns mehrfach bestätigt, dass keine Fußballspieler involviert waren."

 

kicker

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