"Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein. Ich hoffe, dass die Sachen für Werder sehr gut laufen", sagte Pizarro, zu dessen Präsentation in Bremen rund 25 Kamerateams und über 50 Journalisten erschienen. Auch Manager Klaus Allofs strahlte über das ganze Gesicht. "Er schwirrte schon lange in unseren Köpfen herum. Wir kennen ihn und sind der Überzeugung, dass er zu uns passt", sagte der 51-Jährige. Werder hatte sich bereits bei Pizarros Abschied von Bayern München im vergangenen Sommer um ihn bemüht. "Damals war das noch nicht zu realisieren. Aber wir sind am Ball geblieben", berichtete Allofs. Vor drei, vier Monaten habe es erste intensive Gespräche gegeben. Wenige Stunden vor dem Saisonauftakt am vergangenen Freitag zogen die Hanseaten die ersehnte Verstärkung für den Sturm an Land.
"Pizarro hat Erfahrung, den können wir gebrauchen", findet Markus Rosenberg, mit 14 Toren in 30 Spielen bester Werder-Torschütze der vergangenen Saison. Auch beim 2:2 in Bielefeld traf der Schwede zum Auftakt gleich zweimal. Vor Pizarro will er sich nicht verstecken. "Er zählt zu den Top-Stürmern in Europa. Doch ich weiß, dass es nicht einfach ist, sich in einem neuen Team zurecht zu finden", sagte der 26-Jährige.
Beim FC Chelsea schien sich Pizarro nach seinem Wechsel aus München im vergangenen Sommer recht schnell eingewöhnt zu haben. Bei seinem Debüt in der Premier League dauerte es beim 3:2 gegen Birmingham City nur 17 Minuten, ehe der Peruaner den Ball erstmals im Tor des Gegners unterbrachte. Was viel versprechend begann, endete relativ ernüchternd: Es folgte nur noch ein weiterer Treffer (am 23. Spieltag, erneut gegen Birmingham). Bei 17 seiner 21 Liga-Einsätze wurde Pizarro nur eingewechselt.
In Bremen ist der 54-malige peruanische Nationalspieler dennoch der neue Hoffnungsträger. Für 1,5 Millionen Euro leiht Werder ihn zunächst für ein Jahr aus und zahlt ein Jahresgehalt von über drei Millionen Euro. Pizarro selbst kann sich vorstellen, noch länger an der Weser zu bleiben. "Klar ist das eine Option, länger zu bleiben", betonte er. Bei Chelsea hat der Stürmer noch einen Vertrag bis 2011.
Von 1999 bis 2001 trug Pizarro schon einmal das Werder-Trikot. In 56 Bundesliga-Einsätzen erzielte er für die Bremer 29 Tore. 71 weitere Treffer ließ er für die Bayern folgen, für die er in den sechs Jahren vor seinem Wechsel nach London 174-mal auflief. Mit genau 100 Toren ist der Peruaner neben Giovane Elber (133), Stephane Chapuisat und Ailton (beide 106) einer von vier Ausländern, die in der Bundesliga dreistellig trafen. In Bremen sollen nun weitere Treffer folgen.
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