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17.08.2008, 18:48

Überblick: Hoffenheim und Schalke vorn

Fette Beute für VfB und Hertha

Die Auswärtssiege Nummer drei und vier des Auftakt-Spieltages sahen die Fans am Sonntagabend in Gladbach und Frankfurt. Die Borussia unterlag einem vor der Pause furiosen VfB Stuttgart mit 1:3, die Eintracht zog gegen eine starke Berliner Hertha mit 0:2 den Kürzeren. Schalke erwischte am Samstag einen Einstand nach Maß und gewann klar gegen Hannover.

Gomez, Hitzlsperger (verdeckt) und Marica (re.)
Die Stuttgarter Torschützen: Gomez, Hitzlsperger (verdeckt) und Marica (re.).
© dpaZoomansicht

Ein erstes Ausrufezeichen setzte Hoffenheim in Cottbus. Jürgen Klopp bejubelte einen 3:2-Erfolg seiner Borussia in Leverkusen. Wolfsburg drehte die Partie gegen Köln. Bremen kommt nicht über ein Remis in Bielefeld hinaus. Der KSC schlägt Bochum. Zum Auftakt zur 46. Saison kam Meister München gegen den HSV am Freitag nur zu einem Unentschieden. Mit Weidenfeller und Dede (beide Dortmund), Nilsson (Hoffenheim), Dejagah (Wolfsburg), Jones (Schalke), Meier (Frankfurt) und Rösler (Gladbach) gab es gleich zu Beginn eine ganze Reihe zum Teil schwerer Verletzter.

Gladbachs Comeback ohne Glück

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Bundesliga-Aufsteiger Borussia Mönchengladbach zahlte bei der Rückkehr ins Oberhaus Lehrgeld und ging letzten Endes verdient als Verlierer gegen einen ausgebufften VfB Stuttgart vom Platz. Bei den Schwaben feierte Torhüter Jens Lehmann eine tolle Rückkehr in die Bundesliga.

Aufsteiger Gladbach erfreute mit erfrischendem Angriffsfußball, bekam aber schon vor dem Pausenpfiff eine Lehrstunde in Form von drei Gegentoren. Vorne gelang der Borussia kein Treffer, hinten leisteten sich die Luhukay-Schützlinge zahlreiche, teils naive Fehler. Pech hatte Borussia, dass Kapitän Rösler früh mit einem Cut unter dem linken Auge ausgewechselt werden musste.

Nach Gladbachs zu diesem Zeitpunkt überraschenden Anschlusstreffer zum 1:3 (60.) drängten die Borussen den VfB kurzzeitig nochmal weit hinten rein, ehe die routinierten Schwaben das Zepter wieder in die Hand nahmen.

Fotostrecke
Bundesliga 1. Spieltag
Toski, Bellaid, Meier
Tiefe Enttäuschung

Die drei Frankfurter Toski, Bellaid und Meier sind untröstlich. Gerade haben sie die Partie gegen Berlin deutlich verloren und starten mit einer Niederlage in die neue Bundesligasaison.
© dpa

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Wie in Mönchengladbach siegte auch in Frankfurt die Auswärtsmannschaft. Die Berliner Hertha weckte durch ihren verdienten 2:0-Erfolg bei der Eintracht Hoffnung bei den Fans auf bessere Zeiten. Raffael kurz vor der Pause und Ebert nach einem Konter deckten Blößen in der Heimabwehr auf. Nach ihrem 2:0-UEFA-Cup-Erfolg am Donnerstag beim slowenischen Vertreter Interblock Ljubljana (2:0) sind die Hauptstädter somit auf dem Höhenflug und können im Heimspiel gegen Bielefeld draufpacken. Passend zum Bild: Bei Frankfurt hatte Mittelfeldmann Alex Meier einen Kurzeinsatz. 16 Minuten nach seiner Einwechslung musste er mit Zerrung oder Muskelfaserriss wieder runter.

Klopps Einstand: Drei Punkte, zwei Verletzte

Einen sehr guten Einstand als neuer Trainer von Borussia Dortmund erwischte Jürgen Klopp. Valdez brachte die Schwarz-Gelben früh in Führung (4.). Bayer konnte durch Helmes zwar zurückschlagen (21.), doch Kringe (36.) und Subotic (49.) sicherten den Dreier für die Westfalen. Der Anschlusstreffer von Kießling (83.) sorgte zwar für eine spannende Schlussphase. Bruno Labbadias junge Mannschaft fand aber keine Mittel mehr, die Dortmunder Führung zu egalisieren. Zwei Wermutstropfen musste jedoch auch Klopp verkraften: Kurz vor der Pause musste Keeper Weidenfeller mit einer Risswunde vom Feld. Noch viel schlimmer traf es den Brasilianer Dede. Nach einem Kreuzbandriss wird der Linksverteidiger monatelang fehlen.

Schalker Jubel mit den Torschützen Bordon (li.) und Kuranyi.
Schalker Jubel mit den Torschützen Bordon (li.) und Kuranyi. Rakitic gratuliert.
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Der FC Schalke 04 erwies sich als Blitzstarter. Nach dem knappen 1:0-Erfolg in der Champions League-Qualifikation gegen Atletico Madrid erzielte Bordon schon nach zwei Minuten die Führung der Knappen gegen Hannover 96. Als Kuranyi kurz danach auf 2:0 erhöhte (8.), war die Partie fast schon gelaufen. Doch der Nationalspieler war nochmals zur Stelle und erhöhte auf 3:0 (64.).

Als echte Bereicherung der Bundesliga erwies sich 1899 Hoffenheim. Das erste Bundesligaspiel ihrer Geschichte gewannen die Kurpfälzer in Cottbus. Den Premierentreffer für den 50. Bundesligisten erzielte Ibisevic vor dem Wechsel, Ba legte in Durchgang zwei nach. Nach einem Teber-Schuss aus gut 25 Metern kam erneut Ibisevic mit dem Kopf an den Ball und entschied mit seinem zweiten Treffer die Partie endgültig. Allerdings ist der Sieg teuer erkauft: Trainer Rangnick muss mindestens sechs Wochen auf seinen schwedischen Verteidiger Per Nilsson verzichten. Der 25-Jährige zog sich einen Bruch des Augenbodens sowie eine Jochbein-Fraktur zu.

Für den 1. FC Köln begann die Rückkehr ins Oberhaus viel versprechend. Goalgetter Novakovic übersprang Gegenspieler Santana und ließ Benaglio im Wolfsburger Gehäuse keine Chance (20.). Doch die Wolfsburger schlugen zurück. Kurz nach der Pause erzielte Gentner den Ausgleich für die Elf von Felix Magath (49.). Den Siegtreffer der ambitionierten Niedersachsen erzielte Neuzugang Misimovic (78.).

Fast schon traditionell schwer tat sich Vizemeister Werder Bremen in Bielefeld. Es dauerte eine Stunde, ehe Rosenberg mit der Brust die Kugel über die Linie bugsierte. Vorher hatte Hugo Almeida eine Frings-Ecke mit der Brust verlängert. Doch Bielefeld gab sich nicht geschlagen und kam durch Wichniarek zum Ausgleich (74.). Das Spielchen sollte sich sogar wiederholen. Rosenberg für Bremen (80.), Wichniarek für Bielefeld (81.). Unter dem Strich steht ein verdientes Unentschieden.

Ein Schuss aus der zweiten Reihe von Eichner entschied die Partie des KSC gegen den VfL Bochum. Nach einer halben Stunde zog der Defensivmann aus 20 Metern ab und traf zum Tor des Tages gegen wenig überzeugende Bochumer.

Ernüchterung in München

Hamburgs Holländer Mathijsen hat hier Bayerns Schweinsteiger gut im Griff.
Harte Duelle: Hamburgs Mathijsen hat hier Bayerns Schweinsteiger gut im Griff.
© dpaZoomansicht

In München machte man am Freitag den Anfang. Rekordmeister Bayern München empfing im Klassiker den Hamburger SV. Und nach allerhand Zeremonien und der Hymne vor Spielbeginn begann der deutsche Meister standesgemäß. Podolski per Elfmeter und Schweinsteiger legten früh eine komfortable Führung vor. Aber der HSV blieb dran. Guerrero (25.) traf ebenso wie Trochowski (57.) an alter Wirkungsstätte - es stand wieder Pari.

Die stark ersatzgeschwächten Bayern fanden in einer weitgehend ereignisarmen zweiten Hälfte keine geeigneten Mittel mehr, um die auch ohne Regisseur van der Vaart selbstbewusst angetretenen Hanseaten noch einmal in Bedrängnis zu bringen. Ein Punkt zum Auftakt, ein wenig begeisternder Auftritt, das hatte sich Jürgen Klinsmann zur Premiere sicherlich anders vorgestellt.

17.08.08
 
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