Olympia-Streit: Diego reisebereit?
Auch Pantelic will ins Dorf
Der serbische Stürmer Marko Pantelic (Jahrgang 1978) will die Hertha auf der Suche nach Gold verlassen und an den Spielen in Peking (8. bis 24. August) teilnehmen. "Mein Herz sagt mir, dass ich für Serbien spielen muss. Ich wäre wirklich sehr traurig, wenn ich nicht nach Peking fahren darf", sagte er dem Berliner Kurier.
Der Verein hat die Rufe jedoch noch nicht vernommen. "Wirklich, Marko will zu Olympia?", zitiert das Blatt Trainer Lucien Favre: "Mit mir hat er noch nicht darüber gesprochen." Am Montag sollen Gespräche stattfinden.
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Im Hertha-Lager, aber auch beim SV Werder. Diego teilte auf seiner Homepage mit, dass dann ein abschließendes Treffen mit den Bremer Verantwortlichen stattfinden soll. Dann ist auch sein Vater Djair Cunha mit dabei, der schon seit längerem lautstark von einer Olympia-Teilnahme seines Filius' zu berichten weiß.
Bislang pocht Werder darauf, Diego zum Saisonstart einsetzen zu wollen. Jedoch hatte IOC-Präsident Jacques Rogge unterstützt von der FIFA am Freitag mit der Aussage Staub aufgewirbelt, dass U23-Spieler, die nicht von ihren Vereinen freigegeben würden, während der Spiele mit einer Sperre belegt werden. Diego wurde im Februar 23 Jahre alt.
Diego lässt Esprit vermissen
"Wenn sich die Sachlage in so eine Richtung verändern würde, wäre es eine neue Situation, die wir akzeptieren würden", kündigte Allofs daraufhin an. Diego war Anfang der Woche nach einem Gespräch mit den SVW-Funktionären mit ins Trainingslager nach Norderney gefahren, hatten dort jedoch jeglichen Esprit vermissen lassen und so seinen Unmut kundgetan.
Klaus Allofs kritisierte gleichwohl das Verhalten der FIFA in Sachen Olympia-Abstellung am Samstag scharf. "Wie die FIFA handelt, ist fahrlässig und völlig unzureichend", so der Ex-Nationalspieler gegenüber dem sid. "Die FIFA ist unser Verband, sie ist da, um die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten", so Allofs weiter und zeigte sich "überhaupt nicht zufrieden". Nach den Spielen müsse die Sachlage geklärt werden. Die FIFA hatte zuletzt auf ein "Gewohntheitsrecht" verwiesen, nachdem Spieler unter 23 Jahren abgestellt werden. Allofs konterte am Samstag nochmals. Er stehe "in engem Kontakt mit dem DFB und der DFL, und der DFB sage "immer noch, dass es eine solche Bestimmung gar nicht gibt".
Hertha-Manager Dieter Hoeneß bezeichnete den FIFA-Verweis auf das Gewohnheitsrecht als "totalen Quatsch". Die Olympischen Spiele stehen nicht im FIFA-Kalender, "deswegen muss keine Abstellung erfolgen." Jacques Rogge würde mit seiner Androhung "weit über seine Kompetenzen hinausgehen".
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