Dortmund: Doll-Nachfolger gefunden
BVB präsentiert Klopp
"Jürgen Klopp passt mit seiner begeisternden Art gut zum BVB. Er steht für konstruktiven, attackierenden Fußball", begründete Sportdirektor Michael Zorc die Entscheidung für Klopp. "Er hat bewiesen, dass er eine Mannschaft weiterentwickeln kann." Und das muss er beim BVB auch. Mit der Borussia steht Klopp zwar im UEFA-Cup. Auf der anderen Seite übernimmt er aber ein Team, das in der abgelaufenen Spielzeit trotz des Vorstoßes bis ins Pokalfinale zu den großen Enttäuschungen zählte. Tabellenplatz 13 und 62 Gegentore, kein Team kassierte mehr, sprechen eine deutliche Sprache. Der Trainerstuhl in Dortmund ist außerdem ein heißer. In den vergangenen 18 Monaten nahmen auf ihm gleich drei Trainer Platz (Doll, Röber, van Maarwijk).
Klopp freut sich auf seine neue Aufgabe: "Für mich persönlich ist es eine große Ehre, Trainer des BVB zu sein. Dem Verein zu helfen, wieder richtig in die Spur zu kommen. Ich habe ein Riesenlust darauf, das jetzt zu machen." In den Gesprächen mit der Vereinsführung seien viele Übereinstimmungen festgestellt worden, so Klopp, der gleich personelle Änderungen ankündigte.
Klopp hatte schon im April erklärt, dass er dem FSV nur im Falle einer Rückkehr in die Bundesliga - von 2004 bis 2007 spielte Mainz im Oberhaus - erhalten bleibe. Am vergangenen Sonntag schloss der Verein die Zweitligasaison hinter Mönchengladbach, Köln und Hoffenheim als Tabellenvierter ab - es folgt ein weiteres Jahr Zweitklassigkeit.
Borussia Dortmund ist die zweite Trainerstation Klopps, der Mainz 05 am Rosenmontag 2001 übernommen hatte und in der Folgezeit aus einem Dornröschenschlaf erweckte. Der charismatische Fußballlehrer holte die Rheinhessen aus dem grauen Mittelmaß der Zweiten Liga und führte sie nach zwei vergeblichen Anläufen letztlich vor vier Jahren in die höchste deutsche Spielklasse.
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Klopp, der als Spieler für die Mainzer seit 1990 325 Zweitligapartien (52 Tore) bestritten hatte, ehe er den erfolgreichen Übergang ins Trainerfach nahtlos schaffte, wurde in der Vergangenheit wiederholt mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht. In dieser Saison stand er sowohl beim Hamburger SV als auch bei Bayern München auf der Kandidatenliste.
Sein Engagement als TV-Experte beim ZDF wird nach der Europameisterschaft enden. Seine Nachfolge beim FSV tritt der mit den Offenbacher Kickers abgestiegene Jörn Andersen an.
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