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04.05.2008, 18:48

Überblick: Duisburg lebt noch - Befreiungsschlag der Bielefelder

Perfekt! Bayerns Nummer 21

Der FC Bayern holte sich am Sonntag den einen Zähler, den er noch zur 21. Meisterschaft benötigte. Dabei bekleckerten sich die Münchner bei der lustlosen Nullnummer in Wolfsburg nicht gerade mit Ruhm. Der MSV gewann gegen Bayer in der letzten Minute, so dass Duisburg weiter hoffen darf. Der große Sieger im Keller ist Bielefeld, das neben dem MSV ebenfalls dreifach punktete. Bremen hat nun die Nase vor dem FC Schalke.

Müde Nullnumer bringt den Titel

Obligatorische Bierdusche: Luca Toni begießt Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld.
Obligatorische Bierdusche: Luca Toni begießt Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld.
© dpaZoomansicht

Der FC Bayern trat am Sonntag ohne etliche Leistungsträger an und legte in den ersten 45 Minuten beim VfL einen eher lustlosen Auftritt hin. Kaum Bewegung, kein Spielfluss, kein Kombinationsspiel. Die Wolfsburger waren wesentlich bemühter und hatten auch einige Chancen, doch zum Führunsgtor reichte es nicht. Auch im zweiten Abschnitt dümpelte die Partie vor sich hin, so dass die Münchner mit einer müden Nullnummer den letzten notwendigen Punkt holten, um die 21. deutsche Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Wolfsburg verpasste es, die Minimalchance auf den UEFA-Cup-Platz zu nutzen.

Der FC Bayern in der Saison 2007/08
Das Jahr des Meisters
Ligapokalsieg
Ein Anfang nach Maß

Das prominent verstärkte Ensemble von der Säbener Straße setzte gleich im ersten offiziellen Turnier ein Ausrufezeichen. Im Finale des Premiere Ligapokals besiegten Kahn und Co. den FC Schalke 04 durch einen Treffer von Miroslav Klose mit 1:0. Der Auftakt zu einem glanzvollen Meisterjahr?
© imago

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Duisburg gibt sich nicht auf

Wesentlich mehr Dampf war in der Partie zwischen Duisburg und Leverkusen. Duisburg kämpfte bei seiner letzten Chance um den Klassenerhalt aufopferungsvoll, Bayer durfte sich keinen Ausrutscher erlauben, um beim Rennen um die UEFA-Cup-Plätze nicht ins Hintertreffen zu geraten. Doch genau das passierte. Der MSV konnte sich auf seinen Torjäger Ishiaku verlassen, der die "Zebras" zweimal in Front schoss, aber die Skibbe-Elf kam durch Sinkewiecz und Joker Barnetta zum verdienten Ausgleich. Als alle schon mit der Punkteteilung rechneten, schlug Georgiev in der Schlussminute zu und erhält die Duisburger Hoffnungen am Leben - drei Zähler fehlen zum rettenden Ufer. Bayer dagegen muss den UEFA-Cup-Platz wohl abschreiben.

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Der HSV beendet seine Krise

Der Hamburger SV hat in Rostock die richtige Antwort auf die sportliche Krise und die nicht enden wollende Trainersuche gegeben. Im hanseatischen Duell setzte sich die Stevens-Elf verdient mit 3:1 durch und hat sich im Rennen um die internationalen Plätze zurückgemeldet. Olic per Doppelpack und van der Vaart beendeten die Hamburger Torflaute, die seit dem 29. März andauerte. Am Mittwoch kommt es nun zum Nordduell gegen Bremen, in dem die Hamburger sogar nochmal in den Kampf um die Champions League eingreifen können. Die Rostocker, mit Ersatzkeeper Jörg Hahnel angetreten und durch Mathijsens Eigentor mit dem Ehrentor bedacht, müssen im Ringen um den Ligaverbleib einen herben Rückschlag einstecken.

Fotostrecke
Bilder zum 31. Spieltag
Bayerns van Bommel geht "blind" in den Zweikampf mit Wolfsburgs Marcelinho, der seine Treue zum VfL mit dem Wappen im Haar dokumentiert.
Fehlender Durchblick

Bayerns van Bommel geht "blind" in den Zweikampf mit Wolfsburgs Marcelinho, der seine Treue zum VfL mit dem Wappen im Haar dokumentiert.
© dpa

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VfB brennt ein Feuerwerk ab

Die Stuttgarter spielten stark, wobei angemerkt werden muss, dass die Frankfurter an diesem Nachmittag komplett neben den Schuhen standen. Schon nach 227 Sekunden lag der VfB mit 2:0 in Front. Bastürk, Gomez und Cacau wirbelten die konfuse Eintracht-Defensive gehörig durcheinander, so dass die Torausbeute der Schwaben mit "nur" Toren sogar noch etwas nachlässig war. Der Ex-Stuttgarter Amanatidis machte immerhin den Ehrentreffer. Die Veh-Elf mischt mit dem klaren Sieg munter mit im Kampf um die UEFA-Cup-Plätze.

Vorteil Werder

Im Fernduell um Platz zwei zwischen Schalke und dem SV Werder hatten die Bremer das bessere Ende für sich. Die Schaaf-Elf mühte sich zu einem Arbeitssieg gegen Cottbus, das sich bei Keeper Tremmel bedanken konnte, das es nicht deutlicher verlor. Den Knoten für die Bremer lösten die beiden Joker Rosenberg und Hugo Almeida. Bremen hat nun als Tabellenzweiter zwei Punkte Vorsprung vor den Schalkern, die gegen Hannover nicht über ein 1:1 hinaus kamen.

Für das Schalker Übergangsduo auf der Trainerbank, Mike Büskens und Yuri Mulder, war das Remis gegen die Niedersachsen nach zwei Siegen der erste Punktverlust. Bruggink brachte die 96er mit einer direkt verwandelten Freistoßflanke in Führung, Hanke war nach eigener Aussage nicht mehr am Ball. Schalke brauchte einige Zeit, bis es in Schwung kam, doch mehr als der Ausgleichstreffer von Halil Altintop kurz vor der Pause sprang dabei nicht heraus.

Befreiungsschlag für Bielefeld

Die Bielefelder feierten möglicherweise den entscheidenden Sieg im Abstiegskampf. Dank eines Kopfballtreffers von Mijatovic und eines späten Tores von Kamper besiegte die Frontzeck-Elf den VfL Bochum mit 2:0 und hat nun vier Punkte Vorsprung vor Nürnberg. Bochum war eigentlich das überlegene Team, doch machten sie daraus viel zu wenig. VfL-Fans sorgten für Negativ-Schlagzeilen.

Den Klassenerhalt perfekt machte auch Hertha BSC, das den Aufsteiger Karlsruher SC 3:1 bezwang. Für die Berliner ging damit eine Serie von acht Spielen ohne Sieg zu Ende.

Freitag: Ein Remis, das keinem hilft

Koller gegen Kruska
Sanfter Riese mit grimmigem Blick: Jan Koller wurde in seiner alten Heimat von Club-Fans beschimpft.
© imago

"Wenn wir die Klasse halten wollen, müssen wir in Dortmund gewinnen", hatte Club-Liebling Mintal vor dem Spiel des 1. FC Nürnberg am Freitagabend in Dortmund gefordert. Für die mit dem Rücken zur Wand stehenden Franken reichte es am Ende aber nur zu einem torlosen Remis. Dabei agierte die Elf von Thomas von Heesen zielstrebiger als lange enttäuschende Dortmunder, die erst in der zweiten Hälfte besser zum Zug kamen. Koller hätte an seiner alten Wirkungsstätte zum Helden werden können, hatte aber bei zwei Kopfballchancen Pech. Zudem vergab Vittek eine Großchance und BVB-Ersatzkeeper Höttecke rettete famos gegen Galasek. Dortmunds Frei tauchte zweimal frei vor FCN-Torwart Klewer auf, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Am Ende musste sich Koller von Teilen des eigenen Anhangs wüste Beschimpfungen anhören, nachdem er sich mit "La Ola" beim BVB-Publikum verabschiedet hatte.

04.05.08
 
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