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05.04.2008, 18:32

Spiel in Frankfurt stand vor dem Abbruch

Konsequenzen für Nürnberg?

Anhänger des 1. FC Nürnberg haben beim 3:1-Sieg ihres Teams in Frankfurt fast für einen Spielabbruch gesorgt. Auf das Spielfeld abgefeuerte Feuerwerkskörper veranlassten Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen), die Partie zu unterbrechen. Nach einer 21-minütigen Pause mit deutlichen Worten von FCN-Präsident Michael A. Roth Richtung Club-Fans konnte die Partie aber fortgesetzt werden. Am Montag wird der DFB-Kontrollausschuss die Ermittlungen aufnehmen.

Feuerwerkskörper aus dem Nürnberger Block auf dem Platz.
Feuerwerkskörper aus dem Nürnberger Block auf dem Platz, ein Spielabbruch drohte.
© imagoZoomansicht

"Das sind unmögliche Zustände. Sie schaden unserem Club", forderte Roth über das Stadionmikrofon die Anhängerschaft der Franken zu mehr Besonnenheit auf. "Sollte es noch einen Vorfall geben, werde ich veranlassen, dass der Block geräumt wird", warnte der Club-Boss. Seine Worte fanden Gehör, es kam nicht zum sechsten vorzeitigen Ende einer Bundesliga-Partie.

Es wäre der zweite Spielabbruch nach Ausschreitungen gewesen. Drei Spiele mussten wegen Nebel vorzeitig beendet werden, die Begegnung Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen am 3. April 1971 ging nach einem Bruch des Torpfostens gar in die Geschichte ein, wurde beim Spielstand von 1:1 nach 88 Minuten abgepfiffen und 2:0 für Werder gewertet. Flaschenwürfe der Zuschauer führten am 27. November 1976 in Kaiserslautern zum Abbruch, Düsseldorf bekam die Punkte.

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DFB-Kontrollausschuss ermittelt

In Frankfurt wurde die Partie am Samstag nun zu Ende gespielt, dennoch nimmt der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ab Montag Ermittlungen auf. Gagelmann wird im Schiedsrichterbericht die Vorfälle entsprechend vermerken, "von Bedeutung für die Ermittlung des Kontrollausschusses sind außerdem die Angaben der zuständigen Sicherheitsbehörden und -experten", kündigte der für Rechtsfragen zuständige DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch an, Konsequenzen für den Club wollte er nicht ausschließen.

"Es ist klar, dass die Vorfälle unter zwei Aspekten zu beurteilen sind. Im Mittelpunkt steht natürlich die Haftung des Nürnberger Bundesligisten für seine Anhänger und deren Ausschreitungen. Eine weitere Frage ist, wie die aus dem 'Club'-Block geworfenen Feuerwerkskörper ins Stadion gelangen konnten und ob damit Frankfurt die Platzaufsicht eventuell vernachlässigt hat."

05.04.08
 
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